„Doublette“ – „Triplette“ – „Tireurs“ Kulturkreis Weitenung e.V. veranstaltete sein diesjähriges Boule-Turnier!

Volker Weßbecher/ FAWpress
20190620I455C75VW

Großen Zuspruch fand das diesjährige Boule-Turnier des Kulturkreises Weitenung e.V., Abteilung Boule, auf dem Gemeindeplatz der Grundschule in Bühl-Weitenung (Baden). 10 Mannschaften mit insgesamt 67 Spielern, aus der näheren und weiteren Umgebung, hatten für dieses bestens organisierte Turnier, veranstaltet vom Kulturkreis Weitenung e.V., Abteilung Boule, federführend Jaques Gatta-Michelet und Gabriele Dieterle, gemeldet. Bei sommerlichen Temperaturen wurde 1 Runde „Triplette“, 1 Runde „Doublette“ und 2 Runden „Tireurs“ (einmal 6 Meter und einmal 7 Meter), gespielt.

Das Wort Boule kommt aus dem Französischen, la boule „die Kugel“, „der Ball“ oder Boule-Spiel nur kurz für die Kugelsportart.
Mit „Boule“ verbinden viele Deutsche aber auch das von den Franzosen auf öffentlichen Plätzen ausgetragene Freizeit-Kugelspiel. Der korrekte Name hierfür ist allerdings Pétanque. Mit rund 600.000 Lizenz-Spielern in 76 (nationalen) Pétanque-Verbänden ist es die am weitesten verbreitete Kugelsportart.

Der Begriff „Triplette“ beschreibt beim Boule-Spiel eine Formation mit drei Spielern. Im Wettkampf stehen sich jeweils drei Spieler („Triplette“), zwei („Doublette“) oder nur einer („tête-à-tête“) gegenüber.

„Tireurs“! - Der ästhetische Eindruck, den die Bewegungen des Werfers hinterlassen, ist eng mit dem Eindruck der Selbstverständlichkeit und dem Gefühl der Leichtigkeit beim Zuschauer verbunden. Der ästhetische Eindruck leidet, wenn die Schwierigkeit der Bewegung deutlich wird, wenn die Anstrengung, die durch die Schwierigkeit hervorgerufen wird, bemerkbar ist. Es ist die gleichsam spielerische Bewältigung schwierigster Bewegungen, die an den Spitzenleistungen der Formbewegungen begeistert.

Der direkte Schuss:

Der direkte Schuss ist der „Mercedes“ unter den Wurftechniken und verlangt von dem Spieler höchste Präzision. Die Kugel muss dafür die gegnerische Kugel voll treffen („auf´s Eisen“ frz. au fer,) ohne den Boden vorher zu berühren. Wenn der Schuss gut ausgeführt wird, hat der Spieler die Möglichkeit eine gegnerische Kugel wegzuschießen und seine Kugel bleibt an der Stelle der gegnerischen Kugel liegen. Diese Technik des Schießens ist ideal auf unebenen Boden.

Der Schuss vor die Kugel:

Diese Wurfart ist unter „Boulisten“ die beliebteste, da hierbei nicht so eine große Präzision wie beim direkten Schuss verlangt wird. Der Werfer „schießt“ seine Kugel ca. 20 – 30cm vor die gegnerische Kugel. Die Kugel soll dann, nach dem Aufprall, die gegnerische Kugel treffen. Bei diesem Schuss kann der Spieler seine ganze Konzentration auf die Richtung der geworfenen Kugel richten und die Länge spielt nicht mehr eine ganz so große Rolle. Diese Technik des „Schießens“ eignet sich besonders auf sauberem, sandigem und ebenem Boden.

Der Flachschuss:

Diese Wurfart ist unter Boule-Spielern verpönt, da es hierbei weniger auf das Können ankommt, sondern vielmehr auf das Glück des Werfers. Wenn der Spieler diese Wurftechnik trotzdem anwenden möchte, sollte er seine Boule-Kugel flach und kräftig, ca. 3 bis 4m vor die gegnerische Kugel werfen, sodass sie mit hoher Geschwindigkeit auf diese zurollt und auch trifft. Nachteil dieser Wurftechnik ist, dass der Wurf, unter Umständen, die Anordnung der anderen Kugeln völlig durcheinander bringen kann. Diese Technik des Schießens eignet sich nur auf absolut ebenem Boden.

Den 1. Platz beim Turnier in Weitenung belegte die 1. Mannschaft des Kulturkreises Weitenung e.V., Abteilung Boule, mit seinen Spielern/ -innen Monika Döhrer, Christian Haupert, Martin Rommetsch und Jacques Gatta-Michelet. Platz 2 ging an die 2. Mannschaft desTeam Curatio Boule Sinzheim mit Beate Ziegler, Rudi Weiss und Shipon Mila und den Pokal für den 3. Platz erspielte sich die 1. Mannschaft der Boule-Freunde aus Baden-Baden-Steinbach mit Herrmann Keller, Herbert Velten und Willi Fabry.

Beim gemütlichen Beisammensein mit Flammkuchen, „Bibbeleskäs´, Salatbuffet sowie Kaffee und Kuchen, saß man noch lange gemütlich Zusammen und ließ die Spiele noch einmal Revue passieren, um dann anschließend, am späteren Nachmittag, noch einmal, in privater Runde, die Boule-Kugel zu werfen.

Text und Fotografie: Volker Weßbecher/ FAWpress