• Startseite
  • Lokales
  • Baden Württemberg
  • Heidelberg
  • POL-MA: Heidelberg-Altstadt: Zwei Tatverdächtige wegen des dringenden Verdachts mehrerer Diebstähle und Betrugsdelikte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg in Untersuchungshaft

Bahnhofsvorplatz Süd: Bürger bringen viele Anregungen zu Architektenwettbewerb ein

Heidelberg Logo neuBelebtes Quartier mit Büros, Wohnungen, Geschäften und Gastronomie geplant

Südlich des Hauptbahnhofes zwischen dem Querbahnsteig und dem Czernyring soll in zentraler Lage ein belebtes Quartier mit einem öffentlichen Platz und mehreren Gebäuden entstehen. Die Gustav Zech Stiftung möchte das Areal rund um den künftigen Bahnhofsvorplatz Süd in der Bahnstadt zeitnah entwickeln und in enger Abstimmung mit der Stadt Heidelberg einen Architektenwettbewerb durchführen. In einem ersten Schritt geht es unter Beteiligung der Heidelbergerinnen und Heidelberger um die Ausarbeitung der inhaltlichen Aufgabenstellung für den geplanten Wettbewerb. Rund 50 Bürgerinnen und Bürger haben bei einer öffentlichen Veranstaltung in den Räumen des Deutschen Roten Kreuzes im Langen Anger ihre Anregungen zur Entwicklung des Quartiers mit den Baufeldern B1 und B2 sowie dem dazwischenliegenden Platz eingebracht.

Die Planungen sehen vor, dass sich der Bahnhofsvorplatz Süd auf gleicher Höhe wie der Czernyring und der Querbahnsteig befindet. Dadurch wird eine direkte, barrierefreie Anbindung geschaffen. In den Gebäuden auf den Baufeldern B1 und B2 sind vorwiegend Büros, aber auch Wohnungen sowie im Erdgeschoss kleinteilige Geschäfte, Gastronomie und Dienstleistungen geplant. Ein Hochhaus soll einen markanten Punkt in der Blickachse zwischen SkyLabs und Print Media Academy bilden. Unter dem künftigen Bahnhofsvorplatz ist eine zweistöckige Tiefgarage vorgesehen. Am Max-Planck-Ring, der vom Czernyring aus einmal um das Quartier führen wird, sind im nördlichen Bereich in Gleisnähe die Fernbushaltestelle und Taxistände geplant. Die Herstellung des Max-Planck-Rings und des Bahnhofsvorplatzes Süd, der Aufenthaltsqualität bieten soll, sind Aufgaben der Stadt.

Sichtbeziehung zwischen Querbahnsteig und Konferenzzentrum

An drei Thementischen wurden die Ideen und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger zu den Themen „Vernetzung“, „Platzcharakter/Platzgestaltung“ und „Nutzungen und Erschließung“ gesammelt. Wichtig war vielen Teilnehmern, dass Reisende und andere Besucher Heidelbergs, die am Hauptbahnhof ankommen, vom Querbahnsteig aus über den Bahnhofsvorplatz zum geplanten neuen Konferenzzentrum auf der anderen Seite des Czernyrings blicken können und mit einem attraktiven Stadtbild „empfangen“ werden. Weitere Anregungen waren unter anderem, dass ein attraktiver, lebendiger Platz mit Aufenthaltscharakter, ein direkter Fußweg vom Hauptbahnhof über den Platz zur neuen Haltestelle Hauptbahnhof-Süd sowie bequeme und praktische Fahrradabstellmöglichkeiten mit kurzen Wegen zu den Gleisen geschaffen werden. Auch über die Gestaltung der Gebäude und die Fernbushaltestelle wurde diskutiert. Die Anregungen aus der Bürgerschaft fließen in die Ausarbeitung der Aufgabenstellung für die Architekten mit ein.

Dreistufiger Prozess

Der Prozess zur Entwicklung der Baufelder B1 und B2 südlich des Hauptbahnhofes ist in einem dreistufigen Verfahren vorgesehen: Nach der Erarbeitung der inhaltlichen Aufgabenstellung des Wettbewerbes unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger folgt voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 die Durchführung des Wettbewerbs mit Jurysitzung und öffentlicher Vorstellung der Ergebnisse. Auch in dieser Phase soll die Bürgerschaft eingebunden werden. Der Gemeinderat berät anschließend in einer dritten Phase über die Bestätigung der Wettbewerbsergebnisse. Erst dann fällt die Entscheidung über den Grundstücksverkauf und die Realisierung. Mit dem Bau könnte frühestens 2019 begonnen werden.

Hinweis: Eine Dokumentation zu den Anregungen bei der Bürgerbeteiligungsveranstaltung zu B1 und B2 ist voraussichtlich ab Anfang November im Internet unter www.heidelberg.de sowie www.heidelberg-bahnstadt.de zu finden.