„HaLT“-Projekt: erstmals multikulturelle Teams

Stadt Mannheim
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„Mach Dich nicht zum Affen – Kontrolliere deinen Alkoholkonsum!“ - Dieser Slogan prangte auf den T-Shirts der „HaLT“-Jugendschutzteams zur Alkoholprävention. Unter Federführung des Fachbereichs Gesundheit der Stadt Mannheim und dem AWO Kreisverband Mannheim e.V. waren beim Mannheimer Stadtfest bei den gemeinsamen „HaLT– Hart am Limit“-Jugendschutzaktionen der Stadt und der Kriminalprävention am Freitagabend zwölf und am Samstagabend vierzehn zum Großteil ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterwegs. „Wir freuen uns, dass sich in diesem Jahr einige neue Peers beim Fachbereich Gesundheit gemeldet haben. Insbesondere sind viele Studierende sowie zwei junge syrische Männer mit an Bord, so dass das Team zum ersten Mal multikulturell zusammengesetzt war“, lobt Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb.

Die Peers wurden am Freitag- und Samstagabend jeweils durch zwei Beamte des Referats Prävention des Polizeipräsidiums Mannheim sowie eine Mitarbeiterin der Rhein-Neckar-Verkehrsbetriebe unterstützt. An den beiden Tagen sprachen die Jugendschutz-Teams insgesamt mehr als 400 Personen, davon etwa 250 Jugendliche und junge Erwachsene, an und diskutierten mit ihnen über den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Umgekehrt wurden die Jugendschutz-Teams aber auch von vielen Passanten selbst auf die Aktion hin angesprochen, die diese sehr begrüßten. Mehrere junge Erwachsene interessierten sich dafür, wie sie sich selbst bei diesen Aktionen einbringen können.

„Besonders positiv aufgefallen sind auch mehrere jugendliche Gruppen, die aus Überzeugung keinen Alkohol trinken, da er ihnen gar nicht schmeckt und die somit ihre Freizeit und ihren Alltag automatisch ohne Alkohol gestalten“, berichtet der Beauftragte für Suchtprophylaxe der Stadt, Dr. Timo Kläser von der Aktion.

Einen weiteren Augenmerk legten die Teams auf die Verkaufsstände: Bei allen, die Alkohol ausschenkten, wurde der Aushang der Jugendschutzbestimmungen überprüft – mit positiven Ergebnis. Alle Stände hatten die Jugendschutzplakate gut sichtbar angebracht. „Insgesamt verliefen die Jugendschutzaktionen bei heißen Sommertemperaturen am Freitag und Samstag sehr geregelt ab und waren in diesem Jahr sehr erfolgreich“, lobt Kläser. Nach Meinung einiger Peers sei in diesem Jahr besonders zu beobachten gewesen, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen beim Stadtfest sehr kooperativ waren und sich gerne mit den Teams unterhielten. Die „HaLT-Jugendschutzteams“ waren nunmehr im elften Jahr bei Mannheimer Festveranstaltungen aktiv. Laut Angaben der teilnehmenden Polizisten verliefen die Aktionen an beiden Tagen ohne besondere Vorkommnisse, die allermeisten Jugendlichen hielten sich an die gesetzlichen Altersvorgaben.

„Ein besonderes Dankeschön gebührt den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Peers. Ohne sie und ihre engagierte Unterstützung wäre die Durchführung der Jugendschutzaktionen in der bewährten Form nicht möglich“, betont Gesundheitsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb. „Solche Jugendschutzaktionen und die kommunale Alkoholprävention sind uns in Mannheim sehr wichtig. Daher wird der Fachbereich Gesundheit auch weiterhin mit dem Projekt HaLT und anderen suchtpräventiven Projekten die Suchtprävention gezielt für Jugendliche, aber auch alle anderen Zielgruppen, gemeinsam mit den Partnern des Suchthilfenetzwerks Mannheim vorantreiben“, so die Bürgermeisterin.

 

Lust im HaLT-Projekt mitzuarbeiten?
Für das HalLT-Projekt werden auch weiterhin ehrenamtliche Helfer gesucht. HaLT-Peers sollten leicht mit Menschen in Kontakt treten können und eine gefestigte Einstellung zu gemäßigtem Alkoholkonsum haben. Im Gegenzug wird eine mehrstündige Schulung zur Vorbereitung für die Tätigkeit und neben der Aufwandsentschädigung ein offizielles Zertifikat über die ehrenamtliche Tätigkeit geboten. Wer mindestens 18 Jahre und jünger als 30 Jahre alt ist und Lust hat, bei den HaLT-Jugendschutzaktionen mitzuarbeiten, kann sich per E-Mail unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an das Büro des Suchtpräventionsbeauftragten wenden. Die nächste "HaLT-Jugendschutzaktion" findet am 20. Oktober bei der Feudenheimer Kerwe statt.