Regionalentscheid des Schülerwettbewerbs YES!

ZEW
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Der Regionalentscheid Süd-West des Schülerwettbewerbs YES! – Young Economic Summit, einer der größten Schülerwettbewerbe zu globalen Zukunftsfragen in Deutschland, fand am vergangenen Freitag am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim statt. Dr. Ulrike Freundlieb, Bürgermeisterin für Bildung, Kinder, Jugend und Gesundheit der Stadt Mannheim, zeichnete die drei Finalisten/-innen-Gruppen aus.

Die acht YES!-Teams aus der Region Süd-West, die von ZEW-Wissenschaftlern/-innen betreut wurden, präsentierten ihre Lösungsvorschläge und diskutieren sie mit Experten/-innen. Danach entschieden die Schüler/-innen selbst, welche drei Teams den Südwesten Deutschlands beim bundesweiten Finale im September in Hamburg vertreten werden. Die Finalisten/-innen-Teams stehen damit fest: Sie kommen von der Fritz-Erler-Schule Pforzheim, dem Otto-Schott-Gymnasiums Mainz und dem Saarpfalz-Gymnasiums Homburg und setzten sich im Vorentscheid am ZEW mit ihren Ideen gegen fünf weitere Teams durch.

„Sie alle haben sich mit globalen Zukunftsfragen befasst, Sie haben sich mit Themen beschäftigt, die nicht nur Politiker, sondern auch Unternehmen und Konzerne sowie nicht zuletzt uns alle als Gesellschaft schon heute beschäftigen – und noch sehr lange beschäftigen werden“, hob die Bildungsbürgermeisterin in ihrer Ansprache hervor. „Ihr Blick auf Problemlagen ist ein besonders kostbarer. Denn durch Ihre Brille als junge Menschen nehmen Sie die Welt anders wahr, bewerten unvoreingenommener und damit manchmal vielleicht auch klarer. Ich habe deshalb ein großes Interesse, dass die Jugend die Gesellschaft von Morgen mitgestaltet. YES! ist eine gute Gelegenheit, dass sich die Schülerinnen und Schüler einbringen können und wir als Kommunen die Stimme der Jugendlichen hören“, betonte Freundlieb beim Vorentscheid. Gleichzeitig unterstrich sie, dass eine Mitwirkung an gesellschaftlichen Entwicklungen unmittelbar möglich ist, wenn die Jugend von ihrem Wahlrecht Gebrauch mache, und sie warb damit um die Wahrnehmung des Wahlrechts gerade auch im Hinblick auf die in 2019 anstehenden Kommunalwahlen in Baden-Württemberg.

Mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) habe die Stadt Mannheim eine der führenden europäischen Wirtschaftsforschungsinstitute direkt vor Ort, ergänzte sie. Hier würden etwa Entwicklungen der weltweiten Finanzmärkte beobachtet und interpretiert, es würden Schlüsse gezogen und Empfehlungen erarbeitet, von denen Politik und Wirtschaft in ganz Deutschland und weit darüber hinaus profitieren. „Für die Stadt sei dies von besonderer Bedeutung und ein großes Plus für den Wissenschafts- wie auch den Wirtschaftsstandortstandort-Mannheim. Das ZEW steht für Wissenstransfer und Nachwuchsförderung – und das YES-Regionalfinale sei der beste Beweis hierfür“, hob die Bürgermeisterin hervor.

Rund 100 Schüler/-innen aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland präsentierten am ZEW ihre Lösungsideen für globale ökonomische Fragen und tauschten sich über diese Themen mit Experten/-innen aus. ZEW-Präsident Professor Achim Wambach betonte dabei die Bedeutung von YES!: „Innovative Ideen kommen von innovativen Denkern. Für die Politik von morgen ist es heute wichtig, den Schülerinnen und Schülern zuzuhören und mit ihnen über ihre Ideen und Projekte zu diskutieren.“

Drei Lösungsideen der Schülergruppen ziehen ins Finale
Von insgesamt acht Ideen schafften es drei in der demokratischen Abstimmung der Schülergruppen in die Finalrunde: Das YES!-Finalteam des Otto-Schott Gymnasiums in Mainz überzeugte mit seinem Projekt aus dem Bereich „eGoverning“, der Digitalisierung öffentlicher Dienste. Der Lösungsansatz des Teams sieht einen bürgernahen Verwaltungsassistenten vor, der digitale Verwaltungsleistungen vereinfacht und auf wenige Schritte reduziert.

Wie man Digitalisierung in Unternehmen vorantreiben kann, zeigte das Finalteam des Saarpfalz Gymnasiums aus Homburg. Mit seiner Idee eines digitalen Zertifikats für Schüler/-innen, das die digitalen Fähigkeiten des Einzelnen widerspiegelt, möchte das Team frühzeitig digitale Qualifikationen für den Arbeitsmarkt vermitteln.

Weiterhin überzeugte die Idee der Fritz-Erler-Schule in Pforzheim. Das Team möchte ein unterstützendes Netzwerk von Schülern/-innen für Schüler/-innen gründen, um Kinderarmut effizient zu bekämpfen.