Wohnbebauung auf Spinelli mobilisiert die Käfertaler Bürgerinnen und Bürger

CDU Mannheim
Bürgergespräch 16.07.2018 Nr. 1

Wo sollen die Besucher des Neubaugebietes parken? Was passiert mit der Kanalisation in Käfertal-Süd? Wie soll ein schlüssiges Schulkonzept aussehen? Diese und viele weitere Fragen tauchten in einer außergewöhnlich intensiven Diskussion beim Bürgergespräch der CDU Käfertal zur geplanten Bebauung auf Spinelli auf. Ein deutlicher Beleg dafür, dass man aus der Bürgerschaft heraus berechtigterweise Antworten auf die offenen Fragen von Seiten der Stadt erwartet. Bevor mit Beschlüssen Fakten geschaffen werden.

Stadtrat Konrad Schlichter gab den knapp 70 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern eine kurze Einführung in die Thematik und erläuterte, welchen Zwängen die Stadt beim Kauf der Grundstücke vom Bund unterworfen ist und nannte die Eckdaten zur Entwicklung des Grünzuges, der BUGA und des Wohnungsbaus. Bereits hier gab es die ersten Fragen nach den Parkplätzen der BUGA und der Lenkung der Verkehrsströme.

Auf den wichtigen Aspekt der Klimagutachten ging CDU-Bezirksbeirat Georg Herrmann ein. Er stellte heraus, dass im Klimagutachten 2013 eine Bebauung mit maximal 3-4 Stockwerken empfohlen wird. Dies steht im Gegensatz zu den Planungen der Stadt, was für Unmut bei den derzeitigen Anwohnern führt, die sich durch noch höhere Gebäudeplanungen „zugemauert“ fühlen. Es wurde die grundlegende Frage von mehreren Bürgern in den Raum gestellt, warum man nicht mehr Einfamilienhäuser plane. Eine Forderung, welche auch die CDU erhoben hatte.

Auch die Planung einer Straßenbahnlinie durch den Bäckerweg wurde von vielen ebenso kritisch gesehen, wie ein bisher fehlendes schlüssiges Verkehrskonzept. Hierauf gingen Stadtrat Konrad Schlichter und Bezirksbeirat Michael Mayer insbesondere ein. Für die CDU sei klar, dass man einer Planung nur zustimmen kann, in welcher auch die zukünftig anwachsenden Verkehrsströme schlüssig und klar berücksichtigt werden. Eine Reduzierung des Stellplatzschlüssels wird klar abgelehnt, auch wenn man alternative Verkehrsformen und den ÖPNV gerne fördern und ausbauen will. Aber derzeit gebe es nun einmal noch viele Autos und diesem Umstand muss Rechnung getragen werden.

Chris Rihm erläuterte die Positionierung der CDU zur Schulinfrastruktur und insbesondere die aus CDU-Sicht zwingend notwendige Schaffung einer weiterführenden Schule auf Käfertaler Gemarkung.

Als perspektivisch bald zweitgrößter Mannheime Stadtteil forderte er im Namen der CDU Käfertal die Neuerrichtung eines Schulzentrums oder einer weiterführenden Schule vor Ort. Ggf. müsse man sich auch Gedanken über eine Verlagerung des Geschwister-Scholl-Schulzentrums machen, so Rihm.

In der anschließenden Diskussion hatte der Moderator Chris Rihm alle Hände voll zu tun um die vielen Fragen aufzunehmen, Antworten und Anregungen zu strukturieren.
Aber es war ein guter und intensiver Austausch, von dem die CDU viel mitnimmt und sich in vielen Punkten auch bestätigt sieht.

Zusammenfassen kann man die Bedenken der Bürger so: Es sollen mit den Planungen Fakten geschaffen werden und keiner macht sich Gedanken zu den Auswirkungen. Am Ende gibt es eine Menge ungelöster Probleme im Bereich Verkehr, Kanalisation, Schule, etc. mit denen man dann leben müsse. Man wünsche sich von Seiten der Stadt mehr Informationen, Gehör und eine intensive Begleitung während des Planungsprozesses.