407. Aktuelle Meldung zu Corona 14.04.2021

Stadt Mannheim
corona

1. Aktuelle Fallzahlen
2. Ergebnisse zum Pilotprojekt Tests für Kita-Kinder ausgewertet: Positive Resonanz
3. Impfterminvergabe für über 60-Jährige startet ab Montag, 19. April
4. Zusätzliche Impftermine für Bürger*innen des Jahrgangs 1944
5. Auch in Mannheim: Am 18. April Trauerbeflaggung für die Todesopfer in der Corona-Pandemie

1. Aktuelle Fallzahlen – Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle erhöht sich auf 13.511

Dem Gesundheitsamt wurden bis heute Nachmittag, 14.04.2021, 16 Uhr, 116 weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim erhöht sich auf insgesamt 13.511.

Das Gesundheitsamt nimmt Kontakt zu den positiv mit einem PCR-Test getesteten Fällen auf, nachdem der Laborbefund im Gesundheitsamt vorliegt. Im ersten Schritt ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen der nachgewiesen Infizierten, insbesondere im Bereich der sogenannten vulnerablen Gruppen. Diese werden nach Entscheidung und fachlicher Einschätzung durch das Gesundheitsamt auf das Virus getestet.

Alle beteiligten Ärzte, Gesundheitsbehörden sowie das Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz am Landesgesundheitsamt arbeiten dabei eng zusammen. Die Mehrheit aller in Mannheim bislang nachgewiesenen Infizierten zeigen nur milde Krankheitsanzeichen und können in häuslicher Quarantäne verbleiben. Bislang gelten in Mannheim 11.970 Personen als genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 1.272 akute Infektionsfälle.
Das Gesundheitsamt appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, sich auch bei geringen Krankheitszeichen wie Schnupfen, Husten oder leichtem Fieber sofort testen zu lassen.

Sollte ein Selbsttest durchgeführt worden sein, weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass, bei einem positiven Ergebnis, die dringende Empfehlung besteht, unverzüglich einen PCR-Test zur Bestätigung des Ergebnisses durchführen zu lassen. Ein PCR-Test kann nach vorheriger Rücksprache in einer niedergelassenen Praxis, in einer Schwerpunktpraxis, in der Fieberambulanz oder einem Testzentrum mit PCR-Testangebot erfolgen. Bis zum Erhalt des Ergebnisses besteht entsprechend der Vorgabe des Landes in der Corona Verordnung Absonderung die Vorgabe, sich in häusliche Absonderung zu begeben und Kontakte bestmöglich zu vermeiden. Damit helfen Sie aktiv, eventuelle Infektionsketten mit einer Weiterverbreitung des Virus zu unterbrechen.

Ist der PCR-Test ebenfalls positiv, muss man sich unverzüglich in häusliche Absonderung begeben. In einem solchen Fall greifen die Absonderungspflichten aus der CoronaVO Absonderung.

Informationen dazu unter: undefined

Sobald das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg die Inzidenz für den Stadtkreis Mannheim veröffentlicht, ist sie unter www.mannheim.de/inzidenzzahl einzusehen.

2. Ergebnisse zum Pilotprojekt Tests für Kita-Kinder ausgewertet: Positive Resonanz

In den zwei Wochen vor Ostern (22.03. – 01.04.21) haben zehn städtische Kindertageseinrichtungen an einem Testpilot zum Einsatz von Antigen-Schnelltests für Kinder teilgenommen. Die teilnehmenden Häuser befanden sich in dieser Zeit in der Notbetreuung. Aufgrund der positiven Resonanz sind zwei weitere städtische Kindertageseinrichtungen eine Woche später ebenfalls mit einer zweiwöchigen Testphase eingestiegen. Dort lief der Testzeitraum entsprechend bis zum 9. April.

Verwertbare Ergebnisse hinsichtlich Erkenntnissen und Erfahrungen beruhen auf den Daten der zehn Kinderhäuser mit abgeschlossener Pilotphase zum 01.04.2021, die intern ausgewertet wurden. Die Eltern konnten zwischen Nasal- und Spucktests wählen. Insgesamt waren die Rückmeldungen positiv:

Das Interesse der Eltern an einer Beteiligung an den Antigen-Schnelltests war grundsätzlich sehr groß. Teilweise haben sich alle Eltern der in Notbetreuung befindlichen Kinder an den Testungen beteiligt. Im Durchschnitt haben sich 73 % der anwesenden Kinder (insgesamt 238 Kinder) an den Tests in der Pilotphase beteiligt. Unterschiede in der Beteiligung zwischen Krippen- und Kiga-Kindern waren nicht erkennbar. Die mit 85 % weit überwiegende Mehrzahl der teilnehmenden Eltern befürwortete auch eine dauerhafte Einführung der Selbsttestung von Kindern und würde auch an der Testung teilnehmen.

Eltern von Krippenkindern (0-3 Jahre) bevorzugen tendenziell den Nasaltest, Eltern von Kindergartenkindern (Kiga 3-6 Jahre) tendenziell den Spucktest. Je jünger die Kinder, desto eher wurde der Nasaltest verwendet. 39 % der Krippenkinder haben den Spucktest genutzt; 61% den Nasaltest. 55% der Kiga-Kinder haben den Spucktest genutzt; 45 % den Nasaltest.
Beide Testformen werden bei Kiga-Kindern überwiegend als relativ leicht handhabbar bewertet. Insgesamt wird im Vergleich der Spucktest als leichter in der Handhabung erlebt als der Nasaltest. Tendenz: Je älter die Kinder desto einfacher fällt der Spucktest. Im Kiga-Bereich wird der Nasaltest von 61% als leicht handhabbar empfunden. Der Spucktest wird von 81% der Eltern von Kiga-Kindern als leicht handhabbar erlebt. Im Krippenbereich schätzen 42% der Eltern den Nasaltest, 48 % den Spucktest als leicht ein.

Krippenkinder reagieren überwiegend gelassen/neutral auf den Spucktest; eher ängstlich auf den Nasaltest. Die überwiegende Mehrzahl der Kiga-Kinder reagiert gelassen auf den Spucktest – beim Nasaltest sind die Reaktionen ausgewogen. Insgesamt würde eine leichte Mehrheit der Eltern (57 %) für die dauerhafte Nutzung einen Spucktest vorziehen.
Testabbrüche fanden insgesamt sehr selten statt und wenn, eher bei Krippenkindern als bei Kiga-Kindern.

Bei keinem der am Pilotprojekt teilnehmenden Kinder lag ein dokumentiertes positives Testergebnis nach erfolgtem Schnelltest vor.

Im Rahmen der anschließenden „regulären Testungen“ an Kitas seit der vergangenen Woche, erwies sich ein Spucktest als positiv, der auch durch einen PCR-Test positiv bestätigt wurde. Das Kind war bis zur Testung symptomfrei. „Dies belegt, dass die Testungen funktionieren und sinnvoll sind, um auch asymptomatische Fälle frühzeitig zu erkennen und Infektionsketten schnellstmöglich durchbrechen zu können“, so der Mannheimer Familien- und Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert, der den Beschäftigten und den Eltern in den Einrichtungen für ihr Engagement und die Teilnahme an dem Modellprojekt dankte.

3. Impfterminvergabe für über 60-Jährige startet ab Montag, 19. April

Das Land hat angekündigt, dass sich ab kommenden Montag, 19. April, in Baden-Württemberg alle Menschen über 60 Jahre gegen das Coronavirus impfen lassen können. Da ein großer Andrang zu erwarten ist, sollten über 70-Jährige in dieser Woche noch die Chance nutzen, Termine zu vereinbaren.

Ab Montagvormittag, 19. April 2021, öffnet das Land die Vergabe von Impfterminen für alle Menschen über 60 Jahre. Bislang waren über 60-Jährige nur bei bestimmten Vorerkrankungen oder aufgrund des Berufs impfberechtigt. So kamen vor allem die bereits jetzt Impfberechtigten über 70- und über 80-Jährigen, die ein besonders großes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, schneller an einen Impftermin.



4. Zusätzliche Impftermine für Bürger*innen des Jahrgangs 1944

Die Stadt Mannheim verschickt seit heute nach und nach ein Schreiben an alle Bürger*innen des Geburtsjahrgangs 1944 mit Hauptwohnsitz in Mannheim. Sie werden gebeten, den Briefeingang zu beachten. Die Schreiben erreichen die Bürger*innen sukzessive und sollen denjenigen, die über die Telefonnummer 116117 keinen Termin erhalten haben, die Möglichkeit geben, einen Impftermin zu vereinbaren. Es sind auch kurzfristige Termine verfügbar.

Das Schreiben beinhaltet eine spezielle Telefonnummer und eine individualisierte Zugangsnummer, um Missbrauch zu vermeiden. Über dieses Schreiben wird also – zusätzlich zur Möglichkeit einer Buchung über die 116117 – eine Terminvergabe für diesen berechtigten Personenkreis gesichert.

Weiterhin ist eine schnellere Buchung über die 116117 und www.impfterminservice.de möglich und empfehlenswert.

Zuvor wurden bereits alle Mannheimer*innen in den Jahrgängen 1941/42/43 angeschrieben. Diese werden weiterhin gebeten, zu prüfen, ob der Brief eingegangen ist und die Möglichkeit der gesonderten Buchung rasch zu nutzen, wenn sie über die zentrale Anmeldung noch keinen Impftermin erhalten haben.

Die Stadt prüft, ob die Aktion mit weiteren Jahrgängen fortgesetzt werden kann. Dies hängt von weiteren Entscheidungen des Landes ab.

5. Auch in Mannheim: Am 18. April Trauerbeflaggung für die Todesopfer in der Corona-Pandemie

Am 18. April 2021 findet in Berlin die zentrale Gedenkveranstaltung für die Todesopfer in der Corona-Pandemie statt. Aus diesem Anlass ordnet der Bund für Sonntag, den 18. April 2021 für seine Bereiche eine bundesweite Trauerbeflaggung an. In Mannheim werden deshalb am Rathaus und an allen öffentlichen Dienstgebäuden an diesem Tag die Fahnen auf Halbmast gesetzt, beziehungsweise mit einem Trauerflor versehen.
Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz erklärt dazu: „In Mannheim sind bisher 269 Menschen mit und an Corona gestorben. Hinter dieser Zahl stehen Schicksale von Menschen, dahinter stehen Trauer und Schmerz. Am Sonntag wollen wir deshalb auch zeigen, dass die Menschen mit ihrer Trauer nicht alleine sind. Denn die Corona-Pandemie hat uns sehr deutlich gemacht, wie verletzlich wir sind und dass wir nur gemeinsam diese Krise meistern können.“