408. Aktuelle Meldung zu Corona 15.04.2021

Stadt Mannheim
corona

1. Aktuelle Fallzahlen
2. Weitere Termine im Impfzentrum möglich
3. Allgemeinverfügung zu Testungen von Kita-Kindern und -Beschäftigten
4. Zusätzliche Impftermine für Bürger*innen des Jahrgangs 1944
5. Start der Ausstellung „Eiszeit-Safari“ verzögert sich – digitale Angebote gewähren erste Einblicke

1. Aktuelle Fallzahlen – Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle erhöht sich auf 13.609/Ein weiterer Todesfall

Dem Gesundheitsamt wurden bis heute Nachmittag, 15.04.2021, 16 Uhr 98 weitere Fälle einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion gemeldet. Die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim erhöht sich auf insgesamt 13.609.

Das Gesundheitsamt der Stadt Mannheim bestätigt heute einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Mannheim. Eine über 70 Jahre alte Frau verstarb in einem Krankenhaus außerhalb Mannheims. Insgesamt hat es in Mannheim seit Beginn der Pandemie 270 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben.

Das Gesundheitsamt nimmt Kontakt zu den positiv mit einem PCR-Test getesteten Fällen auf, nachdem der Laborbefund im Gesundheitsamt vorliegt. Im ersten Schritt ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen der nachgewiesen Infizierten, insbesondere im Bereich der sogenannten vulnerablen Gruppen. Diese werden nach Entscheidung und fachlicher Einschätzung durch das Gesundheitsamt auf das Virus getestet.

Alle beteiligten Ärzte, Gesundheitsbehörden sowie das Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz am Landesgesundheitsamt arbeiten dabei eng zusammen. Die Mehrheit aller in Mannheim bislang nachgewiesenen Infizierten zeigen nur milde Krankheitsanzeichen und können in häuslicher Quarantäne verbleiben. Bislang gelten in Mannheim 12.068 Personen als genesen, die häusliche Quarantäne wurde bei ihnen aufgehoben. Damit gibt es in Mannheim 1.271 akute Infektionsfälle.
Das Gesundheitsamt appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, sich auch bei geringen Krankheitszeichen wie Schnupfen, Husten oder leichtem Fieber sofort testen zu lassen.

Sollte ein Selbsttest durchgeführt worden sein, weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass, bei einem positiven Ergebnis, die dringende Empfehlung besteht, unverzüglich einen PCR-Test zur Bestätigung des Ergebnisses durchführen zu lassen. Ein PCR-Test kann nach vorheriger Rücksprache in einer niedergelassenen Praxis, in einer Schwerpunktpraxis, in der Fieberambulanz oder einem Testzentrum mit PCR-Testangebot erfolgen. Bis zum Erhalt des Ergebnisses besteht entsprechend der Vorgabe des Landes in der Corona Verordnung Absonderung die Vorgabe, sich in häusliche Absonderung zu begeben und Kontakte bestmöglich zu vermeiden. Damit helfen Sie aktiv, eventuelle Infektionsketten mit einer Weiterverbreitung des Virus zu unterbrechen.

Ist der PCR-Test ebenfalls positiv, muss man sich unverzüglich in häusliche Absonderung begeben. In einem solchen Fall greifen die Absonderungspflichten aus der CoronaVO Absonderung.

Informationen dazu unter: undefined

Sobald das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg die Inzidenz für den Stadtkreis Mannheim veröffentlicht, ist sie unter www.mannheim.de/inzidenzzahl einzusehen.

2. Weitere Termine im Impfzentrum möglich

Ab Montag, 19. April, wird die zweite Schicht im Impfzentrum auf dem Maimarktgelände ausgeweitet. Dadurch stehen mehr Impftermine zur Verfügung. In der Maimarkthalle sind dann am Tag bis zu 2.000 Impftermine geplant. Seit Montag, 12. April, wurden die Öffnungszeiten des Impfzentrums auf dem Maimarktgelände durch einen Zwei-Schicht-Betrieb erweitert. Geöffnet ist das Impfzentrum von 8 bis 20 Uhr. Möglich ist die Ausweitung der Öffnungszeiten durch Änderungen in der Reservebildung und konstante zuverlässige Lieferungen.

Eine Impfung im Impfzentrum erfolgt nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Die Anmeldung erfolgt zentral über das Land Baden-Württemberg. Es gibt folgende Möglichkeiten, einen Termin zu vereinbaren:

- Auf der Homepage www.impfterminservice.de. Voraussetzung hierfür ist eine eigene E-Mail-Adresse, beziehungsweise die Möglichkeit eine SMS zu empfangen.

- Per Telefon unter 116117

Bitte beachten Sie, dass Impftermine nur nach der vorgegebenen Priorisierung vergeben werden dürfen. Wurde trotz fehlender Berechtigung ein Termin gebucht, wird kein Zugang zum Impfzentrum gewährt. Zu den impfberechtigten Personengruppen sowie den dafür jeweils erforderlichen Nachweisen: undefined

3. Allgemeinverfügung zu Testungen von Kita-Kindern und -Beschäftigten

Die Stadt Mannheim hat heute eine neue Allgemeinverfügung (AV) zu Testungen an Kindertagesstätten (Kitas) erlassen, die hier eingesehen werden kann: undefined
Demnach wird von Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen in öffentlicher und freier Trägerschaft sowie vergleichbaren Einrichtungen sowie Kindern, die in Kindergärten (in der Regel im Alter von drei bis sechs Jahren) oder Betreuungsangeboten für Schulkinder betreut werden, als Voraussetzung für den Zutritt zur Einrichtung sowie die Teilnahme an den Angeboten in der Regel zwei Mal pro Woche der Nachweis eines negativen COVID-19 Tests verlangt.

Eine Ausnahme vom Nachweis der Testungen gilt unter anderem für Kinder, bei denen aus medizinischen Gründen und durch ein Attest belegt, weder ein Nasal- noch ein Spucktests möglich ist, sowie für Schulkinder, die bereits an einer Testung in der Schule teilgenommen haben. Ferner kann von der Pflicht zur Vorlage eines Nachweises ganz oder teilweise abgesehen werden, sofern es sich um ein Kind handelt, das aufgrund einer Empfehlung des Sozialen Dienstes des Jugendamtes in die Einrichtung aufgenommen wurde.

Vom Nachweis eines negativen Tests sind Beschäftigte und Kinder auch dann befreit, wenn es sich bei ihnen um geimpfte oder von einer Corona-Infektion genesene Personen handelt. Als vollständig geimpft gelten Personen, die eine seit mindestens 14 Tagen abgeschlossene Impfung mittels lmpfdokumentation vorweisen können. Als genesen gilt jede Person, die bereits per PCR-Test selbst positiv getestet war, der höchstens 6 Monate zurückliegt.

Die Test-Sets für Kinder können - wie schon bisher praktiziert - auch von den Eltern mit nachhause genommen und die Tests dort vorgenommen werden. Die Erziehungsberechtigten müssen dann eine unterschriebene Erklärung über den Schnelltest als Nachweis vorlegen.

Für Krippenkinder (in der Regel im Alter von null bis drei Jahren) sowie in der Kindertagespflege (KTP) betreute Kinder gelten die Regelungen dieser Allgemeinverfügung nicht, aber auch diesen stehen wie bisher die freiwilligen Testmöglichkeiten über die Kitas zur Verfügung. Die Stadt Mannheim appelliert an die Eltern, die von der Stadt bereitgestellten Möglichkeiten zu nutzen. „Die Testungen an den Kitas sind essentiell, um Infektionen schnell zu erkennen und Infektionsketten frühzeitig zu durchbrechen“, betont Familien- und Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert.

„In den vergangenen Wochen sind im Stadtgebiet Mannheim mehrfach Infektionsereignisse in Kindertagesstätten aufgetreten, bei denen eine beträchtliche Zahl an Personen positiv getestet wurde. Dabei fällt auf, dass Kinder in deutlich stärkerem Umfang betroffen sind und aktiv zur Weitergabe der Infektion beitragen. Die bisherigen epidemiologischen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die ‚britische‘ Mutation B.1.1.7 deutlich infektiöser ist und eine höhere Reproduktionszahl aufweist, sodass ihre Ausbreitung schwerer einzudämmen ist. Nach derzeitigem Kenntnisstand verbreitet sie sich auch stärker unter Kindern und Jugendlichen, als das bei der bisher bekannten Virusvariante der Fall ist“, erläutert der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Peter Schäfer. „Der zusätzliche Einsatz von Antigentests in Kindertageseinrichtungen und weiteren Bildungseinrichtungen, gegebenenfalls ergänzt durch freiwillige Schnell- und Selbsttests, ist geeignet, Infektionsereignisse zu verringern und damit den Lebensbereich Familie und Bildung sicherer zu machen und die Schließung von Kindertageseinrichtungen zu vermeiden.“

Um einen möglichst breiten Schutz zu erreichen, sind die Nachweise eines negativen Tests daher nicht nur von Erzieherinnen und Erziehern, sondern von allen in der jeweiligen Einrichtung Beschäftigten vorzulegen.

Die AV tritt am kommenden Montag, 19. April, in Kraft und ist zunächst bis zum 9. Mai befristet.


4. Zusätzliche Impftermine für Bürger*innen des Jahrgangs 1944

Die Verschickung von Schreiben an alle Bürger*innen des Geburtsjahrgangs 1944 mit Hauptwohnsitz in Mannheim ist abgeschlossen. Sie werden gebeten, den Briefeingang zu beachten. Die Schreiben erreichen die Bürger*innen sukzessive und sollen denjenigen, die über die Telefonnummer 116117 keinen Termin erhalten haben, die Möglichkeit geben, einen Impftermin zu vereinbaren. Es sind auch kurzfristige Termine verfügbar. Der Jahrgang 1945 wird zur Versendung vorbereitet.

Das Schreiben beinhaltet eine spezielle Telefonnummer und eine individualisierte Zugangsnummer, um Missbrauch zu vermeiden. Über dieses Schreiben wird also – zusätzlich zur Möglichkeit einer Buchung über die 116117 – eine Terminvergabe für diesen berechtigten Personenkreis gesichert.

Weiterhin ist eine schnellere Buchung über die 116117 und www.impfterminservice.de möglich und empfehlenswert.

Zuvor wurden bereits alle über 80-jährigen Mannheimer*innen sowie Einwohner*innen der Jahrgänge 41/42/43 angeschrieben. Diese werden weiterhin gebeten, zu prüfen, ob der Brief eingegangen ist und die Möglichkeit der gesonderten Buchung rasch zu nutzen, wenn sie über die zentrale Anmeldung noch keinen Impftermin erhalten haben.

Die Stadt prüft, ob die Aktion in der nächsten Woche mit weiteren Jahrgängen fortgesetzt werden kann. Dies hängt von weiteren Entscheidungen des Landes ab.

5. Start der Ausstellung „Eiszeit-Safari“ verzögert sich – digitale Angebote gewähren erste Einblicke

Die Sonderausstellung „Eiszeit-Safari“ der Reiss-Engelhorn-Museen kann wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen in Mannheim nicht wie geplant am 18. April ihre Tore öffnen. „Wir bedauern die Verzögerung natürlich sehr“, betont Generaldirektor Prof. Dr. Wilfried Rosendahl. „Seit Monaten haben wir auf die Eröffnung hingearbeitet. Sobald es die Inzidenzwerte zulassen, laden wir Kinder und Erwachsene auf eine atemberaubende Zeitreise in die Welt der letzten Eiszeit vor 40.000 bis 15.000 Jahren ein. Mammut, Höhlenlöwe & Co. warten schon ganz ungeduldig. Ich hoffe, dass unsere großen und kleinen tierischen Hauptdarsteller nicht allzu lange einsam bleiben, sondern möglichst bald von den ersten Besucherinnen und Besuchern bestaunt werden können.“

Digitale Angebote

In der Zwischenzeit gewährt Rosendahl in einem Film erste Einblicke in die Ausstellung. Er macht einen kleinen Rundgang und stellt einige Protagonisten wie den imposanten Höhlenlöwen oder die Scouts Urs und Lena vor. Auch weitere digitale Angebote wie ein Audio-Podcast und Online-Ausflugstipps in die Rhein-Neckar-Region steigern die Vorfreude auf die Schau. Sie sind unter www.eiszeitsafari.de abrufbar.

Förderung NEUSTART KULTUR

Dank einer Förderung der Bundesregierung konnte die Ausstellung zusätzlich fit für Corona-Zeiten gemacht werden. Das Programm NEUSTART KULTUR unterstützt das Projekt „Eiszeit-Safari“ mit 45.000 Euro. Dafür wurden moderne Luftreinigungsgeräte und ein stabiles WLAN installiert. „Die Gesundheit unserer Besucherinnen und Besucher liegt uns natürlich besonders am Herzen. Wir tun alles dafür, dass ihr Aufenthalt bei uns auch in Corona-Zeiten so sicher und angenehm wie möglich ist. Hier bietet die Bundesförderung Hilfe in schwierigen Zeiten“, freut sich Rosendahl.
Die Luftreinigungsgeräte filtern Viren sowie Aerosole und minimieren somit das Ansteckungsrisiko. Mit dem kostenlosen WLAN-Zugang können sich die Gäste die App zur Ausstellung mit vielen Multimediainfos sowie eine interaktive Eiszeit-Rallye für Familien ganz einfach und kontaktlos auf ihr Smartphone oder Tablet laden. Die Nutzung und Reinigung von Leihgeräten fällt damit weg.
Das Förderprogramm NEUSTART KULTUR wird durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie den Deutschen Verband für Archäologie vergeben.

Eiszeit-Safari

Die „Eiszeit-Safari“ entführt in die Welt der letzten Eiszeit vor 40.000 bis 15.000 Jahren, als es in Europa nur wenige Tausend Menschen gab und Mammut, Höhlenlöwe, Wollhaarnashorn sowie zahlreiche weitere exotisch anmutende Tiere in Deutschland heimisch waren. Mehr als 100 Exponate – darunter lebensechte Tierrekonstruktionen, Präparate, Skelettmontagen und Originalfunde sowie Mitmach-Stationen – machen die Ausstellung zu einer unvergesslichen Zeitreise für die ganze Familie. Die Schau wird bis 13. Februar 2022 in Mannheim zu sehen sein. Hauptförderer ist die Klaus Tschira Stiftung.
www.eiszeitsafari.de