Mannheim als Kooperative Stadt ausgezeichnet

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
MannheimBund


Als eine von insgesamt dreizehn Städten wurde die Stadt Mannheim beim Bundespreis Kooperative Stadt ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro. Mit dem Preis, der im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, einer Gemeinschafts-initiative von Bund, Ländern und Gemeinden, ausgelobt wurde, werden vorbildliche Beispiele einer Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Prämiert wurden Kommunen, die rechtliche, politische und institutionelle Instrumente etabliert haben, damit Vereine, Nachbarschaftsgruppen und soziokulturelle Akteure besser an Stadtentwicklung mitwirken können. Dr. Oliver Weigel, Referatsleiter für Stadtentwicklung im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, nahm heute (4. Mai 2021) im Rahmen des 14. Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik die Auszeichnung vor.

Die Jury lobt, dass Kooperation in Mannheim Chefsache ist: „Von einer zentralen Steuerungsgruppe bis hin zur Projektebene sind so vielfältige Kooperationen entstanden, die von der Stadt unterstützend begleitet werden. Situativ werden neuartige Organisationen gegründet und neue Wege zwischen Verwaltungshandeln und flexibler „kooperativer Governance“ geschaffen und neue Rollenmuster getestet“, heißt es in der Begründung der Jury für ihre Auswahl.

„Wir freuen uns sehr, dass wir für unseren konsequenten Weg zur Etablierung von Bürgerbeteiligung ausgezeichnet wurden. Wir haben den Anspruch, als Stadtverwaltung zusammen mit der Bürgerschaft Stadt zu gestalten. Dabei haben wir die politischen Prozesse, die Beteiligungs- und Diskussionsprozesse mit den Bürgerinnen und Bürgern und die Umsetzungsprozesse in der Verwaltung neu gestaltet, um mit Hilfe von Bürgerbeteiligung die Qualitätssicherung von Entscheidungen und ihre Aktivierung zu erreichen und engagierte Bürgerinnen und Bürger für die Zukunft zu gewinnen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.

„Schon im Rahmen des Change²-Prozesses haben wir die Notwendigkeit erkannt, zur besseren Etablierung von Bürgerbeteiligung in Mannheim eine fachbereichsübergreifende Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung einzurichten. Sie fungiert als Schnitt- und Koordi-nierungsstelle zwischen Verwaltung und der kommunalen Politik. Hier sind viele weitere Aufgaben und Verantwortlichkeiten gebündelt, wie beispielsweise die gesamtstädtische Steuerung und Strategie, sowie das Quartiermanagement. Es freut uns, dass diese gesamtheitliche Herangehensweise jetzt ausgezeichnet wurde“, so Christian Hübel, Leiter des Fachbereichs Demokratie und Strategie der Stadt Mannheim.

Die Stadt Mannheim erhielt die Auszeichnung für ihre Bürgerbeteiligungsarbeit insgesamt. Besondere Berücksichtigung fand dabei die Entwicklung des Leitbildes Mannheim 2030, das im Rahmen eines breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozesses entwickelt wurde. Als weitere konkrete Bürgerbeteiligungsprojekte hatte die Stadtverwaltung die Lokale Stadterneuerung (LOS) in der Neckarstadt-West, die Multihalle und das aus dem Projekt Bürgerhaushalt entstandene Queere Zentrum Mannheim in die Bewerbung einfließen lassen. Das Preisgeld soll in weitere kooperative Beteiligungsprojekte fließen.

Informationen zum Preis

Für den Bundespreis Kooperative Stadt waren Kommunen ab 10.000 Einwohnern gesucht, die auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Fachbereichen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammenarbeiten. Bewerben konnten sich alle Kommunen mit laufenden sowie bereits umgesetzten Kooperationsprojekten der Stadtentwicklung.

Neben der Auszeichnung mit dem Label selbst und den Geldpreisen entsteht eine Publikation mit einer Übersicht über neue Instrumente der Kooperation. Diese wird Mitte September dieses Jahrs veröffentlicht und kann kostenlos über das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bezogen werden.

 

Weitere Preisträger sind Kiel, Aachen, Halle/Saale, Nürnberg, Berlin (Mitte), Dinslaken, Tübingen, Schwerte, Landau (Pfalz), Dessau-Roßlau, Wittenberge, Eltville am Rhein.