Urkundenübergabe im Bundesbauministerium: Baubeginn Stadtarchiv im Februar

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Urkundenübergabe im Bundesbauministerium: Baubeginn Stadtarchiv im Februar

Bundesbauministerin Barbara Hendricks fördert im laufenden Jahr Städtebauprojekte von nationaler Bedeutung mit rund 50 Millionen Euro. Hendricks und ihr Parlamentarischer Staatssekretär Florian Pronold übergaben heute in Berlin Vertretern von 46 ausgewählten Vorzeigeprojekten die Urkunden für die Förderrunde des zurückliegenden Jahres.
 
Kultur- und Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch reiste gemeinsam mit Dr. Ulrich Nieß, Leiter des Stadtarchivs – Institut für Stadtgeschichte (ISG), nach Berlin, um die Urkunde für die bundesweit höchste Förderzusage über 6,6 Millionen Euro persönlich entgegen zu nehmen: „Die großzügige Förderung aus Berlin ist Beleg und Beweis dafür, dass wir mit unserem Konzept zur Weiterentwicklung des Stadtarchivs den richtigen Weg beschritten haben“, ist Grötsch überzeugt. „Die Weiterentwicklung des Denkmals zu einem vielseitig nutzbaren Ort von kulturhistorischer Bedeutung ist ein klares Bekenntnis zur Neckarstadt-West mit stadtweiter Strahlkraft“, fuhr der zuständige Dezernent fort. „Die herausragende Fördersumme durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung belegt außerdem Rang und Bedeutung der umfassenden Baumaßnahme, die bereits Mitte Februar umgesetzt werden soll.“
 
„Die nationalen Projekte des Städtebaus stehen beispielhaft für die Erfolgsgeschichte der Städtebauförderung. Sie können deutliche Impulse für die Stadtentwicklungspolitik insgesamt auslösen“, erklärte Bundesbauministerin Barbara Hendricks. „Die große Resonanz auf den Projektaufruf 2015 hat erneut gezeigt, dass es in deutschen Städten und Gemeinden ein großes Potenzial an herausragenden Maßnahmen des Städtebaus gibt. Dieses Potenzial wollen wir nutzen und unterstützen.“
 
Aus einer großen Anzahl von Anträgen hatte eine interdisziplinär besetzte Expertenjury unter Vorsitz von Staatssekretär Pronold Mitte 2015 die 46 Förderprojekte ausgewählt. In den Jahren 2015 bis 2019 fließen insgesamt 150 Millionen Euro in die Umsetzung dieser sogenannten „Premium Projekte“. Davon kommen 50 Millionen Euro aus dem Haushalt des BMUB sowie einmalig 100 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung.
 
„Der Umbau des Bunkers bedeutet einen Meilenstein für unsere Arbeit“, freut sich Institutsleiter Dr. Ulrich Nieß über die bevorstehende Realisierung des Projektes. „Einen so geschichtsträchtigen Ort nach den Anforderungen eines modernen Archivs wiederzubeleben und ihn mit gelebter Geschichte unserer Stadt zu erfüllen, eröffnet unserer Arbeit auf vielen Ebenen neue Möglichkeiten“, geht er etwa auf die Lesesäle, die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung oder das NS-Dokumentationszentrum ein. Als weiteres kulturelles Zentrum in der Neckarstadt-West wird das imposante Bauwerk stadtbildprägend ganz Mannheim bereichern.
 
Die GBG wird den Bunker im Auftrag der Stadt für eine Nutzung durch das Stadtarchiv-ISG umbauen, die architektonische Planung übernimmt das Büro Schmucker und Partner. Das Stadtarchiv wird die Räumlichkeiten dann von der GBG anmieten. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf rund 17 Millionen Euro sowie ca. 1,5 Millionen Euro für die Herstellung der Außenanlagen, IT-Verkabelung und Einrichtungskosten.