Es ist ein Geben und Nehmen.


„Endlich geht es mit neuer Kraft weiter!“ Christine Behrens, Leiterin der Internationalen Malschule der AWO im Jungbusch ist positiv gestimmt. Trotz der schweren Corona-Zeit sieht sie Fortschritte bei ihren vielen Schützlingen. Meist arabisch-stämmige Frauen treffen sich regelmäßig in ihrem Deutschkurs unter der Leitung von Christine Behrens. Es ist kein Kurs der üblichen Art. Die Frauen sprechen über über ihre Kinder, über Alltagsprobleme, sie lesen und knüpfen auch wichtige Freundschaften. Ihre erlernten Kenntnisse helfen ihnen im Alltag, bei Behördengängen, beim Einkauf und bei der Integration.
Auch die Jugendlichen brauchen eine Perspektive. So hat Behrens ein Projekt ins Leben gerufen, um diese sowohl für Sicherheitsmaßnahmen zu sensibilisieren als auch Mut zu vermitteln. Jugendliche brauchen Geselligkeit und Freundschaften. Dieses wurde ihnen in der Corona-Zeit verwehrt. Auf selbst kreierten Postkarten konnten sie ihre persönlichen Erfahrungen und Botschaften zum Ausdruck bringen. Das Projekt erhielt viel Anerkennung und wurde zudem von der Stadt gefördert.
Mit Pinsel und Farbe gegen Rassismus
Die Internationale Malschule der AWO besteht nunmehr seit 2003. Die Treffen finden jeden Freitag in den Räumen der AWO im Jungbusch statt. Junge Menschen zwischen 15 und 33 Jahren, aus vielen Nationen, nutzen die Chance zur Vorbereitung für einen erfolgreichen Entwicklungs- und Berufsweg. Die Stadt Mannheim unterstützt dieses integrative Kunstprojekt, das „Selbstverständnis Toleranz“, Freiheit im Denken, Interkulturalität und Respekt voreinander vermittelt. Das sind Werte, die eine offene und moderne Gesellschaft braucht.

L. Binder
Malsc

Foto L.Binder