Freilichtbühne Mannheim trauert um Walter Hasslöcher

FLB
K1024 Schwarzkuenstler

Abschied von einem ihrer Granden
Freilichtbühne Mannheim trauert um Walter Hasslöcher

Walter Hasslöcher, liebevoll „Hasso“ genannt,  ist am 18. September, kurz vor Vollendung seines 81. Lebensjahres verstorben.


Er war ein Recke der ersten Tage der Freilichtbühne. In den Aufzeichnungen des Amateurtheaters taucht sein Name erstmals in einem MM Artikel 1951 auf, im „Mädel vom Rhein“. Danach spielte er in jedem der großen (von Willy Rechner bearbeiteten) Klassiker mit: "Die Nibelungen", "Ben Hur", "Agnes Bernauer", "Götz von Berlichingen", "Die Belagerung von Mannheim", "Maria Stuart", "Die Räuber" ...

Hasslöcher bediente alle Rollenfächer, vom jugendlichen Helden über Liebhaber bis zu Intriganten und Verräter reichte das Repertoire. Und als 1956 neben der Freilichtbühne die „Kleine Bühne“ (das heutige Zimmertheater) eröffnet wurde, war Walter Hasslöcher im "Schwarzkünstler" dabei, gefolgt von Rollen in "Ingeborg", "Zwei Dutzend rote Rosen", "Kabale und Liebe" und vielen anderen. 
Mit zahlreichen anderen Amateurschauspielern des Vereins wirkte Hasslöcher auch beim einzige Mannheimer Tatort „Auf offener Straße“ im Fernsehen mit.

Zusammen mit seiner Frau Helga , mit der er sozusagen spielend auf der FLB zusammen traf, engagierte er sich später wesentlich im Feuerio, blieb aber immer an den Geschicken der Freilichtbühne interessiert und besuchte - wenn es die Gesundheit irgendwie zuließ - jede Inszenierung seines Vereins.

"Hasso" Hasslöcher wird an der Kirchwaldstraße in guter Erinnerung bleiben!

Die Trauerfeier fand am Freitag, 7. Oktober, um 14 Uhr in der Katholischen Kirche in Eltville-Erbach statt.