Radtour im Käfertaler Wald

20.09.2022

Stadt Mannheim
Radtour

Was macht die Stadt Mannheim im Käfertaler Wald? Der Bezirksbeirat Waldhof wollte es genau wissen und regte eine Radtour mit den Förstern an. Daraufhin trafen sich Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell, Norbert Krotz, der Leiter des Forstbetriebs beim Stadtraumservice Mannheim, und Marko Kratz, der Leiter des Forstreviers Käfertaler Wald, gestern am Karlstern mit Mitgliedern des BBR Waldhof und des Gemeinderats. Auch rund 20 interessierte Menschen aus dem Waldhof, aus Käfertal und Umgebung kamen dazu. Mit dem Fahrrad ging es nacheinander zu zwei Flächen, auf denen seit Dezember 2020 aufgeforstet wird. Hier erklärten die Förster, wie sie arbeiten, und beantworteten die Fragen der Teilnehmer.

„Der Wald ist ein wertvolles Allgemeingut“, sagte Bürgemeisterin Pretzell in ihrer Begrüßung. „Wir wollen im Mannheimer Stadtwald einen artenreichen, gesunden, ökologisch wertvollen und klimastabilen Laubmischwald aufbauen. Den Förstern und mir ist es wichtig, dass unsere Arbeiten für die Menschen transparent und nachvollziehbar sind. Deshalb freuen wir uns, dass Sie so zahlreich gekommen sind.“

Die Trockenheit der letzten Jahre, insbesondere 2019, 2020 und 2022, hat dem Walt zugesetzt. Insbesondere die Kiefer als Nadelbaum stirbt, da sie unter einem Pilz leidet, der sich durch die Trockenheit starb ausbreitet.

Die Mannheimer Förster stellen daher ihren Wald mit einheimischen und mediterranen Baumarten stabil auf und setzen stark auf die natürlichen Sämlinge im Wald.

Auf der ersten der beiden Aufforstungsflächen zeigte Revierförster Kratz der Gruppe die Spätblühende Traubenkirsche, ein sogenannter Neophyt, der einheimische Baumarten am Wachstumm hemmt. Sie wird auf den bearbeiteten Flächen zurückgedrängt, um Platz für Baumarten wie die stabilen Eichen zu machen. „Im Forsteinrichtungswerk, das der Gemeinderat 2020 beschlossen hat, ist die Flächengröße festgelegt, auf der wir pro Jahr aufforsten müssen, nämlich sechs Hektar“, erklärte Betriebsleiter Krotz. „Das sind ungefähr acht Fußballfelder. Eine enorme Aufgabe für uns – früher war es etwa ein Fußballfeld pro Jahr. Und trotzdem ist es nicht viel, gemessen an der Gesamtfläche des Stadtwaldes: nur 0,5 Prozent.“ Doch diese Arbeit sei nötig, um neben der natürlichen Verjüngung unseres Waldes Baumarten wie die Eichen anzusiedeln, die – so die Hoffnung – mit den dem veränderten Klima in den nächsten Jahrzehnten gut zurechtkommen.

Wer nicht dabei sein konnte, findet Informationen zur städtischen Forstarbeit auf www.mannheim.de/wald.
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