Projekt im Park-Kindergarten: „Ich kann helfen“

Quelle: Park-Kindergarten Hockenheim: DRK-Mitarbeiterin Oliva Diaz und „Pflasterpaul“ brachten den Kindern Ben, Laura, Lisa, Batuhan (hintere Reihe, v.l.n.r.), Genaba, Christos und Mira (vordere Reihe, v.l.n.r.) Hilfsmaßnahmen bei.
2018 03 09 Kindergaerten Park Kindergarten

Der Park-Kindergarten in Hockenheim hat ein Projekt durchgeführt. Unter dem Motto „Ich kann helfen“ brachten die Erzieherinnen den Kindern in Ko-operation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Mannheim e. V. Hilfsmaßnahmen bei. Die DRKlerinnen Oliva Diaz und Monika Tusch-ner vermittelten mit der Handpuppe „Pflasterpaul“ den Vorschulkindern ihr Wissen. Dabei spielten sie mit ihnen verschiedene Ereignisse im Park-Kindergarten durch.

Bei einem Geschehnis war „Pflasterpaul“ auf dem Spielplatz und hatte sich verletzt. Gemeinsam mit den Kindern wurde überlegt, was passiert ist und nun zu tun sei. Oliva Diaz betonte, das „Trösten“ wichtig ist. Ein Pflaster wird selbstverständlich auch noch gebraucht. Aber auf dem Spielplatz ist mög-licherweise keines vorhanden. In diesem Fall dürfen auch Fremde ange-sprochen und um Hilfe gebeten werden. Wenn Fremde die Kinder aber auf-fordern, mit ihnen zu gehen, müssen Kinder das unbedingt ablehnen, stellte sie klar.

Die Kinder aus dem Park-Kindergarten überlegten, welche Hilfe „Pflaster-paul“ bei einer Schürfwunde oder einem Beinbruch braucht. Die Notruf-nummern kamen ins Spiel, die 110 für die Polizei und die 112, die sich Feu-erwehr und Rettungsdienst teilen. Mit „Patsch-Klatsch“- und Stoppgesten übten sie die beiden Nummern, um sie gut im Gedächtnis zu behalten. Für den Rettungswagen muss die 112 gewählt werden. Anhand aller fünf Finger an der Hand lernten die Kinder die für die Rettungsleitstelle relevanten Fra-gen. Die Leitstelle am Telefon muss unbedingt wissen, wo der Unfall pas-siert ist, was geschehen ist, welche Verletzungen und wie viele Verletzte es gibt. Außerdem ist es wichtig, auf Rückfragen zu warten und nicht etwa vorzeitig aufzulegen.

An dieser Stelle traf Werner Ost, Ehrenamtlicher im DRK-Ortsverein Mann-heim Stadt, mit dem Rettungswagen im Parkgelände ein. Er zeigte den Kin-dern das Sauerstoffgerät, das EKG-Gerät, um die Herzleistung zu überprü-fen. Außerdem den „Mundstaubsauger“ (Absaugpumpe), den alle vom Zahnarzt kennen, die Medikamente, das Stethoskop und einiges mehr. Be-sonders viel Freude hatten die Kinder an der beweglichen Trage, die hoch und runter und sogar schräg gestellt werden konnte. Das für Kinder wich-tigste Utensil war der Tröste-Teddy, den jedes verletzte Kind von den Ret-tungskräften erhält.

Nach dem Ausflug in den Rettungswagen schminkte Oliva Diaz und am nächsten Tag Monika Tuschner für die Kinder verblüffend echt aussehende Schürf-, Riss-, Schnitt- und Brandwunden. Auch lernten die Kinder, Ver-bandpäckchen sowie Fixierbinde und Wundauflage kennen. Sie übten das Öffnen des Päckchens und das Anlegen eines Verbandes an Arm und Bein. Dank der hilfreichen Tipps konnten sie souverän einen Fingerkuppenver-band anlegen.

Die Verbände an Finger, Arm und Bein begleiteten die Kinder in die Grup-pen und nach Hause, wo sich manch weiterführendes Gespräch ergab.
„Ich kann helfen“, mit diesem Statement endete die wertvolle Einführung in die im wahrsten Sinne des Wortes notwendigen Kenntnisse im Umgang mit Notfällen aller Art.

Bild (Quelle: Park-Kindergarten Hockenheim):
DRK-Mitarbeiterin Oliva Diaz und „Pflasterpaul“ brachten den Kindern Ben, Laura, Lisa, Batuhan (hintere Reihe, v.l.n.r.), Genaba, Christos und Mira (vordere Reihe, v.l.n.r.) Hilfsmaßnahmen bei.