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OB Dr. Lohse ehrt Ludwigshafener Persönlichkeiten mit Maximilianstaler und Bürgerschaftsmedaillen

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Ludwigshafen, den 5. Dezember 2017


Bei einem Festakt hat Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse am Dienstag, 5. Dezember 2017, zehn Frauen und Männer, die sich durch ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement um das Ludwigshafener Gemeinwesen verdient machten und noch machen, geehrt. "Die Menschen, die wir heute mit der Bürgerschaftsmedaille und mit dem Maximilianstaler auszeichnen, stehen stellvertretend für die ganze Bandbreite des bürgerschaftlichen Engagements", sagte die Oberbürgermeisterin. Durch diesen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger würden die Stadt und deren Gemeinschaft sehr viel lebendiger, lebenswerter und liebenswerter. Ehrenamtliches Engagement präge die Persönlichkeit und lasse sie wachsen. "Aber vor allem ist dieses Engagement etwas, ohne das unsere Gesellschaft nicht existieren könnte", fügte Dr. Lohse bei der Feierstunde im Stadtratssaal hinzu.
Den Maximilianstaler für seine herausragenden Verdienste erhielt Ewald Paul. Für ihr ehrenamtliches Engagement und ihre Arbeit für das Gemeinwesen wurden Christel Aderhold, Monsignore Luciano Donatelli, Brigitte Eckhardt, Joachim Engelke, Judith Heer, Hans Klanig, Marianne Speck, Prof. Dr. Heinz Trasch und Kurt Wolf mit der Bürgerschaftsmedaille ausgezeichnet.
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Informationen zu den Ausgezeichneten


Ewald Paul
Ewald Paul war 32 Jahre lang Vorsitzender des Ortsvereins Maudach der Arbeiter- Wohlfahrt (AWO) und als solcher für vielfältige AWO-Aktivitäten in dem Stadtteil verantwortlich. Beispielsweise gehörten dazu die Hausaufgabenhilfe im Zuge der offenen Jugendarbeit sowie das Sammeln und Vermitteln von Spenden für Kinder nach dem Reaktor-Unglück in Tschernobyl. Außerdem engagierte sich Paul als ehrenamtlicher Arbeitsrichter, im Bundesvorstand der IKK und in der Vertreterversammlung der LVA Rheinland-Pfalz sowie im Ortsbeirat Maudach, dem er von 1984 bis 2005 angehörte. Als er vor zwei Jahren den AWO-Vorsitz abgab, wurde er einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Paul ist außerdem Träger des Bundesverdienstkreuzes und erhielt bereits 2007 die Bürgerschaftsmedaille.

Christel Aderhold
Schon als Lehrerin an der Kopernikus-Schule engagierte sich Christel Aderhold für die Friesenheimer Bürgerinnen und Bürger. Nach ihrer Pensionierung betreute sie von 2008 bis 2010 ein zehnjähriges Mädchen bei dem Projekt "Big Brothers Big Sisters". Von 2008 bis 2012 unterstütze Aderhold die "Friesenheimer Frauen". Hier wurde Deutschunterricht für türkische Mütter in Kooperation mit der Luitpold-Grundschule organisiert. Zeitgleich arbeitete sie ehrenamtlich im Arbeitskreis zur Unterstützung des "Beirates für Migration und Integration". Von 2009 bis 2012 arbeitete sie ehrenamtlich beim Diakonissenwerk in der Flüchtlingsarbeit. 2011 gründete sie zusammen mit Marianne Speck die Bürgerinitiative "Respekt:
Menschen!", die sich als Sprachrohr der Asylsuchenden in Ludwigshafen versteht. Sie engagiert sich im Café Asyl ab dessen Gründung und leistete zahlreiche Einzelfallarbeit. Ehrenamtlich kooperierte sie mit der Ludwigshafener Polizei zum Thema Deeskalationstraining sowie mit Ver.di. Aderhold war mitinitiativ zur Gründung des Arbeitskreises Flüchtlinge in Oggersheim, gründete das dortige Café Welcome in Kooperation mit der protestantischen Pfarrerin Reinhild Burgdörfer und Horst Stauder vom Kolpinghaus. Im Dezember 2015 war sie Mitgründerin der Initiative zur Betreuung der Asylunterkunft "Alter Bahnhof" in Oggersheim. Anfang 2015 konstituierte sich die Initiative "Respekt: Menschen!" als Verein, dessen Vorsitz sie bis Ende 2015 innehatte. Ferner gründete Aderhold das Projekt "Ein Teller mehr" in Zusammenarbeit mit Sabine Pfirrmann und unter der Schirmherrschaft des Ludwigshafener Sozialdezernenten und Bürgermeisters Wolfgang van Vliet. Derzeit gründet sie ein Projekt, bei dem Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge mit Kenntnissen im Textilbereich geschaffen werden.

Monsignore Luciano Donatelli
Luciano Donatelli war 43 Jahre lang Seelsorger der italienischen Gemeinde in Ludwigshafen und Frankenthal. Er kümmerte sich um die Sorgen und Nöte der Menschen, die vor vier Jahrzehnten als "Gastarbeiter" ins Land kamen und half ihnen, in Ludwigshafen heimisch zu werden. Donatelli verstand seinen Auftrag darin, nicht "nur" für die Seele da zu sein, sondern für den ganzen Menschen. Er sorgte dafür, dass sich die italienische Gemeinde nicht von der deutschen Gesellschaft abschottete und ebnete den Neunankömmlingen den Weg zur Integration. Der Papst würdigte Donatellis Engagements mit der Verleihung des Ehrentitels "Monsignore", der deutsche Staat zeichnet ihn mit dem Bundesverdienstkreuz aus.

Brigitte Eckhardt
Brigitte Eckhardt ist im Verein "Respekt Menschen" engagiert und seit 2015 dessen zweite Vorsitzende. Ihr Engagement in der Flüchtlingsarbeit begann 2010 in einer Asylunterkunft in Oppau. Dazu kamen die Betreuung von Flüchtlingsfamilien im Dammstückerweg sowie die Betreuung von dezentral untergebrachten Flüchtlingsfamilien in Oppau, Edigheim und der Pfingstweide. Außerdem begleitet Eckhardt Flüchtlinge bei Arztbesuchen, unterstützt sie bei der Wohnungssuche und bei der Suche nach einem Kita-Platz. Sie ist Mitglied bei verschiedenen "Runden Tischen", hilft bei der Suppenküche und beim Seniorenmittagstisch in der Pfingstweide und natürlich auch im "Café Badgass". Beruflich war Eckhardt lange Jahre in der Leitung des protestantischen Louise-Scheppler-Kindergartens tätig, ehrenamtlich war sie mehr als 20 Jahre lang Mitglied des Presbyteriums der protestantischen Kirchengemeinde Edigheim.

Joachim Engelke
Joachim Engelke ist seit 1987 der Vorsitzende des Freundeskreises der Korvette "Ludwigshafen am Rhein" beziehungsweise des Vorgängerschiffes "S 50 Panther". In dieser Funktion lädt er in etwa vierteljährlichem Rhythmus die Mitglieder, aber auch sonst an den Aktivitäten interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger, zu Treffen ein, macht Ausflugsfahrten mit seinem Team, organisiert die Fahrten an die Küste und die Besuche der Abordnungen in Ludwigshafen. Engelke engagiert sich unter anderem für und mit Behinderten der Interessengemeinschaft Behinderter und Ihrer Freunde e.V. (IBF) beispielsweise beim Schlachtfest und beim vorweihnachtlichen Waffelbacken mit Marineangehörigen im Rathaus-Center. Für sein Engagement erhielt er 2001 die Partnerschaftsmedaille.

Judith Heer
Judith Heer engagiert sich in der Lebenshilfe Ludwigshafen, in der sie seit 2005 Vorstandsmitglied und seit 2009 verantwortlich für die Kassenverwaltung ist. Sie kümmert sich außerdem um die sogenannten Offenen Hilfen der Lebenshilfe, also um die Freizeitangebote für behinderte Menschen, die nicht in einer Einrichtung leben, und um den Kontakt zu den Schulen. Heer war lange Jahre im Schulelternbeirat der Georgens-Schule und ist dort immer noch im Vorstand des Fördervereins aktiv. Sie ist seit 2008 Vorstandsmitglied sowie seit 2013 Vorsitzende der "Stiftung Lebenshilfe Ludwigshafen" und setzt sich dafür ein, dass es in Ludwigshafen und Umgebung eine funktionierende Infrastruktur für Menschen mit Behinderungen gibt. Seit 2014 vertritt Heer außerdem die Interessen von Menschen mit Behinderung im dafür eingerichteten Beirat der Stadt Ludwigshafen am Rhein. Auch in anderen Bereichen engagiert sie sich ehrenamtlich, zum Beispiel als Helferin in der Stadtbibliothek Rheingönheim und im Vorstand des Eltern-Vereins "Igelkinder e.V." Ihr erstes Engagement war allerdings in der katholischen Gemeinde St. Josef in Friesenheim. Dort war sie schon im Alter von zwölf Jahren an der Gründung der ersten Pfadfinder-Mädchengruppe beteiligt.


Hans Klanig
Hans Klanig war 25 Jahre lang im Laienspielkreis "Albertino" aktiv. Dieser Kreis übt alljährlich ein Theaterstück ein, das in fünf Aufführungen im Frühjahr dargeboten wird. Der Reinerlös geht für einen guten Zweck stets zu gleichen Teilen an die beiden Kirchengemeinden. Seit vielen Jahren ist er beim Kleingartenbauverein Oppau-Edigheim 1932 e. V. aktiv, seit 2007 hat er das Amt des Obmanns inne und seit vier Jahren ist er Zweiter Vorsitzender des Vereins. Als gelernter Spengler und Heizungsbauer kümmert er sich um die vereinseigenen Anlagen und die Vereinsgaststätte. Seit einigen Jahren gehört Klanig als Beisitzer dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Oppauer Vereine an. Seit 2014 ist er offiziell der Verwalter und Manager des Bürgerhauses Oppau. Um seiner Aufgabe gerecht werden zu können, bildete der pensionierte Industriemeister Chemie sich zu zertifizierten Veranstaltungsmanager fort. Für den Betrieb des Bürgerhauses – dem Vorstand des Trägervereins gehört er als Beisitzer an – ist er die zentrale Ansprechperson. Bis zu 50 Großveranstaltungen pro Jahr werden von ihm betreut.

Marianne Speck
Marianne Speck gehört zu den Menschen, die sich schon lange für Flüchtlinge in Ludwigshafen einsetzen. Seit 2009 ist sie ehrenamtliche Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes Ludwigshafen in der Flüchtlingshilfe. Im November 2011 gründete sie zusammen mit Christel Aderhold die Bürgerinitiative "Respekt : Menschen!”, die seit 2015 ein eingetragener Verein ist. Speck ging es darum, zusätzlich zur Arbeit der großen Hilfsorganisationen bei der Stadt konstruktiv auf Probleme im Bereich der Flüchtlingsversorgung hinzuweisen. In diesem Zusammenhang unterhielt sie eine rege Korrespondenz und zahlreiche Gespräche mit der Stadtverwaltung zu verschiedenen Themen. Im Dezember 2013 gehörte sie zu den Mitbegründern des ersten Café Asyl in Mundenheim, wo sie bis heute ehrenamtlich arbeitet.

Prof. Dr. Heinz Trasch
Professor Dr. Heinz Trasch war 2012 Gründungsmitglied des "Fördervereins 100 Jahre Ludwigshafen Gartenstadt" und dort seither Vorstandsmitglied und Kassierer. Als Autor des "Ludwigshafener Gartenstadtbuches" hat er schon Jahre vorher recherchiert und unzählige Fakten und Details zusammengetragen. Er war maßgeblich an der Gestaltung der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Gartenstadt beteiligt. Dazu gehörte neben der Festschrift die Gestaltung der Jubiläums-Aufkleber, die Mitgestaltung des Festabends, die Organisation einer Fotoausstellung und vieles andere mehr. Prof. Dr. Trasch ist unter anderem auch Mitglied beim VSK Germania Niederfeld und war dort acht Jahre lang stellvertretender Abteilungsleiter Handball und zwölf Jahre lang Prüfer für das Deutsche Sportabzeichen. Daneben ist er leidenschaftlicher Briefmarkensammler und in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften des Bundes deutscher Philatelisten aktiv.

Kurt Wolf
Kurt Wolf ist Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Maudacher Vereine und langjähriger Mitorganisator
beim Kerweumzug. Am Wiederaufbau der Bruchfesthallewar Wolf maßgeblich beteiligt. Als Bindeglied zwischen Arbeitsgemeinschaft und Verwaltung war er über die gesamte Bauzeit oft mehrmals täglich auf der Baustelle. Er leistet seit vielen Jahren Wochenenddienste und ist während der Bruchfestsaison von Anfang Mai bis Mitte September samstags und sonntags als "Rufbereitschaft" bei technischen sowie allen anderen Problemen in der Bruchfesthalle regelmäßig vor Ort. Wolf hilft seit mehr als 25 Jahren ehrenamtlich im Katholischen Pfarrzentrum, wo er für Reparaturen aller Art zuständig ist, außerdem hilft er bei kirchlichen Feiertagen und Festen. Er war im Pfarrgemeinderat tätig und ist jetzt im Gemeindeausschuss für die Veranstaltungen in der Gemeinde zuständig. Beim großen jährlichen Dampfnudelbacken der Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) baut er seit vielen Jahren die Technik auf und betreut sie über die beiden Tage. Er hilft regelmäßig bei der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Diözesanverband Speyer (KAB) und bei der kirchlichen Seniorenarbeit. Im katholischen Kindergarten ist er Sicherheitsbeauftragter.