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Strasbourg-Hoerdt – Ein El Dorado für deutsche Galopper!

20170312I8522A1QR2PGrenznah und mit hohen Preisgeldern, so präsentieren sich die Galopprennen auf dem Hippodrome im benachbarten Hoerdt, einem kleinen Stadtteil nördlich von Strasbourg.

Durch die Konstellation, dass die französischen Rennen, anders als die deutschen Pferderennen, durch die staatliche PMU (Officiel Leader du Pari – Pari Hippique, Sportif & Poker – pmu.fr) durch die Wetteinnahmen aller Pferderennen in Frankreich und im Ausland, für die französischen Rennvereine frei finanziert werden, können die Rennvereine viel höhere Preisgelder ausloben, als ihre deutschen Konkurrenten.

Dadurch ergibt sich natürlich, dass viele deutsche Besitzer und Trainer ihre Galopper, besonders die Trainingsquartiere, die grenznah zu Frankreich liegen, ihre Rennpferde in Frankreich, speziell am gestrigen Freitag wieder auf dem Hippodrome in Strasbourg-Hoerdt, galoppieren lassen. Und das mit gutem Erfolg!

Drei Mal siegten Pferde aus deutschen Ställen in den acht Rennen, die gestern auf der Tageskarte standen. Und natürlich auch wieder jede Menge Platzgelder, die zum Teil höher sind, als wenn ein Galopprennpferd in Deutschland ein Rennen gewinnen würde. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Sieger und Platzierten in Frankreich nicht so hohe Aufgewichte für die kommenden Rennen bekommen und somit weitere Chancen haben, Gelder für ihre Trainingsquartiere bzw. Besitzer und Jockeys einzugaloppieren.

Mit „Wizard Wolf“ ( Siegquote 115 Euro für 10 Euro Einsatz) siegte im „Prix du Haut Rhin“, Handicap (Course G) für 4-jährige und ältere Pferde, Distanz 2.350 Meter, Dotierung Euro 14.000, 15 Starter, unter Jockey Tony Piccone, ein 5-jähriger brauner Hengst von Lord of England aus der Wadayama, aus dem Iffezheimer Trainingsquartier von Carmen und Georg Bocskai, für den international arbeitenden Maler und Künstler, Ingo Koblischek (83), aus Friedrichshafen am Bodensee, der sich mit dem Kauf von „Wizard Wolf“, zu seinem 80. Geburtstag, selbst einen Lebenstraum erfüllt hatte. Lief es in den vergangenen Jahren, bei verschiedenen Trainern, nicht so besonders mit dem Hengst, so scheint er sich in der Iffezheimer Trainingszentrale, bei Carmen und Georg Bocskai, sehr wohl zu fühlen und dankt es mit entsprechenden Erfolgen. Den 2. Platz in diesem Rennen belegte mit der Favoritin „Flora“, einer 6-jährigen Fuchsstute aus dem Trainingsquartier von Manfred Weber (B H.Lamm, J Clement Lecoeuvre), ebenfalls ein in Iffezheim trainiertes Pferd.

Einen guten 2. Platz errang im „Prix de Hoerdt“, Handicap (Course G), für 4-jährige Pferde, Distanz 2000 Meter, 16.000 Euro Gesamtdotierung, die von Miroslav Rulec in Iffezheim trainierte 4-jährige Stute „No Taboo“, geritten von Tony Piccone, für Besitzer Thomas Schäffer.

Und auch die Iffezheimer Trainerin Marion Rotering punktete in Hoerdt mit der 7-jährigen braunen Stute „Battante“ unter Jockey Maxim Pecheur, im „Prix de la Souffel“ – Handicap (Course G), für 4-jährige und ältere Pferde, Distanz 1400 Meter, 15.000 Euro Gesamtdotierung, für den Stall Auteuil. 62 Euro gab es für diesen 2. Platz als Platzquote am Toto! Den 3. Platz in diesem Rennen sicherte sich die 5-jährige Fuchsstute „Tauranga“, mit Jockey Antoine Hamelin im Sattel (Besitzer P. Bürfent), für das Quartier von Trainer Manfred Weber in Iffezheim.

Und auch 2 Quartiere aus der Mitte der Republik nahmen Sieggelder mit nach Hause.

Im „Prix de Hoerdt“, Handicap (Course G), für 4-jährige Pferde, Distanz 2000 Meter, 16.000 Euro Gesamtdotierung, siegte der 4-jährige Wallach „Hout Bay“ mit Stefanie Hofer im Rennsattel (Trainer Vater Mario Hofer, Krefeld) für den Düsseldorfer Besitzer Guido Schmitt, zu einer Siegquote von 113 für 10 Euro Einsatz. Ein leichter Sieg und nach dem Rennen durfte sich die junge Amazone über eine Luxushandtasche, gestiftet als Ehrenpreis für den Sieger, erfreuen.

Auch eines der Hürdenrennen des Tages ging nach Deutschland, obwohl gerade die Hindernisrennen in Frankreich immer eine starke Besetzung, mit hervorragenden französischen Steeplern, erfahren.
Der Sieg im „Prix Orangerie“, Hürdenrennen über 3500 Meter, 21.000 Euro Gesamtdotierung, ging mit „Novalis“ (Soldier Hollow-Naomia), einem 5-jährigen braunen Hengst, unter dem erfahrenen Jockey Paul Andrew Johnson, für den Präsidenten des Kölner-Rennverein 1897 e.V., Eckhard Sauren, in das Quartier von Trainer Christian Freiherr von der Recke nach Weilerswist. Es war der 4. Sieg in Folge für den Soldier Hollow-Sohn über Flachbahnen und Hindernisparcoure.

Die nächsten Renntage auf dem Hippodrome in Strasboug-Hoerdt sind der 16. und der 23. April 2017.

Text und Fotografie: Volker Weßbecher/ FAWpress
Fotograf, Bildjournalist, Journalist und Buchautor
www.foto-wessbecher.de 

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