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TV Käfertal ist deutscher Vizemeister im Hallenfaustball

(Foto: W. Neuberth) Die 3 Siegerteams der Deutschen Hallenmeisterschaften
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(GM) Die 50. Deutsche Meisterschaften im Hallenfaustball der Männer gingen gestern mit einem würdigen und spannenden Finale, zwischen dem Topfavoriten TSV Pfungstadt und dem Team des Ausrichters, TV Käfertal, zu Ende. Zwar setzte sich Pfungstadt, mit einem überragenden Angreifer, Patrick Thomas am Ende durch, doch der TV Käfertal lieferte dem Meister einen harten Kampf und fügte Pfungstadt den einzigen Satzverlust der beiden Finaltag zu.
Im Halbfinale hatte sich Pfungstadt erwartungsgemäß mit 3:0 (11:6, 11:6, 11:7) durchgesetzt und war damit ohne Satzverlust ins Finale eingezogen. Der TV Käfertal zog nach und besiegte den TV Schweinfurth-Oberndorf ebenso deutlich mit 3:0 (11:9, 11:7, 11:6). Der erste Satz war noch hart umkämpft, aber mit zunehmender Spieldauer ließ der TV Käfertal mit seinen beiden sich ständig steigernden Angreifern, Marcel Stoklasa und Nick Trinemeier dem Gegner keine Chance mehr. Beinahe entnervte Schweinfurter kamen kaum mehr ins Spiel und Nationalspieler Fabian Sagstetter unterliefen gleich mehrere „Übertritte“ – ebenfalls sinnbildlich für die Käfertaler Dominanz.

(Foto: W. Neuberth) Marcel Stoklasa, der nach langer Verletzungspause eine großartige DM spielte
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Im „kleinen“ Finale schlug der TV Brettorf den TV Schweinfurth-Oberndorf mit 3:1 (11:8, 12:14, 11:9, 11:8). Das „Faustballdorf“ aus Niedersachsen belohnte sich mit diesem couragierten Auftritt mit der Bronzemedaille und sorgte damit für eine Überraschung.

(Foto: W. Neuberth) Nick Trinemeier, beim Netzangriff und am Aufschlag sicher und zuverlässig wie immer.
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Als im Finale der TV Käfertal den ersten Satz gegen den TSV Pfungstadt mit 11:8 für sich entscheiden konnte, witterten die Zuschauer, in der erneut proppenvollen CBG-Halle bereits eine kleine Sensation. Marcel Stoklasa, der im vergangenen Jahr wegen einer langwierigen Verletzung gefehlt hatte, lief zu großer Forma auf und Nick Trinemeier servierte mehrere unerreichbare Aufschläge. In der Defensive agierten Felix Klassen und Co gewohnt zuverlässig und verlangten den Hessen alles ab. Leider wurden auf Käfertaler Seite mehrmals auch Punkte leichtfertig vergeben; gut angesetzte Schmetterbälle oder Aufschläge landeten in entscheidenden Phasen im Aus. Allerdings ist es auch nötig, gegen Pfungstadt ein gewisses Risiko einzugehen, zu stark ist dieses Team durchgehend besetzt.

(Foto: W. Neuberth) Felix Klassen, Mitte, in der Defensive eine "Klasse" für sich.
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Käfertals Trainer, Leo Goth, hatte sein Team jedenfalls bestens eingestellt und es nötigte Pfungstadt schon eine starke Leistung ab, damit das Team um Patrick Thomas zuletzt doch noch triumphieren konnte. Leo Goth hatte schon vor der Endrunde der Deutschen Meisterschaften das Erreichen des Halbfinales „und noch etwas mehr“ zugetraut – er hatte Recht behalten. Dass sich die Gruppe A tatsächlich als „Hammergruppe“, wie bereits zuvor prophezeit, sollte sich bestätigen – bestritten doch mit Käfertal und Pfungstadt zwei Teams aus dieser Gruppe das Finale. Der 3. Platz für Brettorf verhinderte das deutliche Süd-Nord-Gefälle im deutschen Faustball.
Wie deutlich sich der Faustballsport in Mannheim etabliert hat, konnte man an den vollgefüllten Zuschauerrängen in der CBG-Halle – an beiden Tagen – gut erkennen. Viele Zuschauer, auch aus dem Fußball und anderen Mannheimer Sportarten, waren erschienen. Diese Kulisse war auch ein würdiger Rahmen für Dominik Mondl - der langjährige Kapitän des TV Käfertal, inzwischen 37 Jahre alt, verabschiedete sich mit diesen Deutschen Meisterschaften vom "großen" Faustball. Er wird dem TV Käfertal aber auch jeden Fall erhalten bleiben.

(Foto: W. Neubert) Dank an den Sponsor - Stefan Dedek von der DEMA GmbH, dem Hauptsponsor der DM
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Wenn in drei Jahren in Mannheim die Faustball-Weltmeisterschaft ausgetragen wird, könnte sich das Zuschauerinteresse noch deutlich steigern. Ulrich Meiners, Präsident der Deutschen Faustball-Liga, hatte daher allen Grund dem TV Käfertal für die erneut hervorragende Organisation und den reibungslosen Ablauf zu danken. Das Team um Jörg Trinemeier, Vorstand des TV Käfertal, und Petra Scharfenberger, der Abteilungsleiterin Faustball beim TVK, hatte, wie bereits in den beiden Vorjahren ganze Arbeit geleistet. Auch im größten Andrang an den Theken für Speisen und Getränke sowie an dem überaus reichhaltigen Kuchenbüffet, behielten die Helferinnen und Helfer einen klaren Kopf und verrichteten „ihren Dienst“ jederzeit freundlich und fast immer mit einer witzigen Anmerkung auf den Lippen, obwohl sie mit einem Auge noch versuchten, das Spielgeschehen zu verfolgen, gerade dann, wenn die Käfertaler Jungs auf der Platte standen.

Dank des TV Käfertal hat sich der Faustball-Sport in Mannheim zu einer festen Größe entwickelt. Längst ist diese rasante und action-reiche Sportart aus dem Schatten der Randsportarten herausgetreten, zumal die Großfamilie der Faustballer jederzeit demonstriert, was Fairplay ist. Viele Teams sind untereinander befreundet, Erfolge anderer Mannschaften werden neidlos anerkannt und vor jedem der Spiele sieht man Spieler und Gegenspieler im zwanglosen Gespräch miteinander plaudern. Diese Atmosphäre steckt an – auch die Zuschauer. Die beiden Tage der 50. Deutschen Meisterschaften im Hallenfaustball, waren zwei Tage in toller – ja fast – (Party-) Stimmung. Die meisten der Zuschauer waren an beiden Tagen in der CBG-Halle und Ulrich Meiners sagte es schon richtig, als er sein Bedauern darüber zum Ausdruck brachte, dass die Deutschen Meisterschaften im Hallenfaustball – nach drei Jahren in Mannheim – im kommenden Jahr an einem anderen Ort stattfinden werden.

Aber in drei Jahren wird die WM in Mannheim steigen – die Vorfreude darauf, darf jetzt schon beginnen.

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