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Logovorstellung für die Faustball-WM 2023

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(Foto: W.Neuberth) BM Ralf Eisenhauer, (Mitte), Jörg Trinemeier, (rechts), und die Nationalspieler Patrick Thomas, Felix Klassen und Marcel Stoklasa (v.l.n.r.) präsentieren das Logo der WM 2023

(GM) Mit der Präsentation des Logos hat der Countdown begonnen - Mannheim macht sich bereit für die Faustball WM vom 23. – 29. Juli 2023,
„Üblicherweise haben wir im Jahr zwischen 130 und 140 Vorstellungen,“, erklärt Jens Reithmann, Geschäftsführer des operativen Geschäfts der SAP Arena, zu Beginn der Pressekonferenz, bei der das offizielle Logo für die Faustball-WM 2023 vorgestellt wurde, „aber so etwas hatten wir in der SAP Arena bisher noch nicht. Eine Faustball-WM – und das auf Naturrasen.“

Mannheims neuer Sport-Bürgermeister, Ralf Eisenhauer, der ebenso anwesend war, wie sein Amtsvorgänger, Lothar Quast, sowie die Vorsitzende des Sportkreises Mannheim, Dr. Sabine Hamann, spricht daher zu Recht von einer „Bereicherung für die Stadt Mannheim. Ralf Eisenhauer, der, ganz Vertreter seines Amtes, per Fahrrad von Käfertal zur SAP Arena gekommen war, macht aus seiner Vorfreude keinen Hehl: „Mannheim ist eine Sportstadt und ganz besonders stolz auf seine Ballsportarten, daher freut es mich besonders, dass die vierte Faustball-Weltmeisterschaft, die in Deutschland ausgetragen wird, hier bei uns in Mannheim stattfindet. 16 Nationen aus verschiedenen Kontinenten werden im Jahr 2023 hier zu Gast sein, in dem Jahr, in dem auch die Bundesgartenschau in Mannheim stattfinden wird. Durch diese beiden Großereignisse haben wir die Chance, Mannheim als weltoffene, lebenswerte und nachhaltige Stadt präsentieren zu können.“

„Diese Faustball WM wird anders als wir das bisher gewohnt waren“, verspricht daher auch Jörn Verleger, der Präsident der International Fistball Association (IFA). „Das fängt bereits beim Logo an, das wir heute präsentieren dürfen. Ganz bewusst wurden dafür die Farben Blau und Rot gewählt; Rot für die Deutsche Faustball-Liga (DFBL) und Blau für die IFA, beide Farben sind ja auch in den Stadtfarben Mannheims vertreten und sind gleichzeitig auch die Farben des TV Käfertal, dessen Vorsitzender, Jörg Trinemeier, Präsident des Organisations-Komitees für die WM ist. Für das Logo wurde sogar eine eigene Schriftart kreiert ´IFA Rough`, deren teilweise langgezogene Buchstaben die Länge des Faustball-Spielfeldes repräsentieren sollen.“

(Foto: W.Neuberth) Jörn Verleger, Präsident des internationalen Faustbal-Verbandes
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Faustball-Bundesligist, und deutscher Vizemeister im Hallenfaustball, TV Käfertal, der bereits mehrfach Deutsche Faustball-Meisterschaften ausrichtete, wird mit einem Heer an ehrenamtlichen Mitarbeitern nun erstmals eine Weltmeisterschaft organisieren. Jörg Trinemeier ist natürlich besonders stolz darauf, dass mit Marcel Stoklasa, Felix Klassen und Nick Trinemeier auch drei Spieler des TV Käfertal zu den Spielern gehören, die sich für die Nationalmannschaft – und somit an der Teilnahme der bevorstehenden WM – qualifizieren können. „Die Veranstaltung wird zu 100% ehrenamtlich bestritten. Auch die Nationalspieler müssen da mit anpacken. Aber das ist im Faustball-Sport normal. Diese WM ist ein breit angelegtes Ereignis, das nach innen und außen ausstrahlen soll.“

Auch wenn Faustball immer noch oft als Randsportart bezeichnet wird, gewann dieser rasante Ballsport in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung und hat mit dem ehemaligen Sportbürgermeister, Lothar Quast, der bekennender Faustball-Fan ist, einen seiner prominentesten Befürworter. „Früher gab es in der Region zehn, zwölf Faustballvereine“, berichtet Jörg Trinemeier von einstmals Hochzeiten seines Sports. „Heute ist da nur noch der TV Käfertal, aber vielleicht verhilft ja die WM 2023 zu einem neuen Aufschwung.“

„Die Vorfreude auf die WM ist riesengroß“, gibt Chris Löwe, Co-Trainer der deutschen Faustball-Nationalmannschaft freimütig zu. „Aber natürlich auch die Erwartungshaltung. Deutschland ist amtierender Weltmeister und wir sind der größte Faustball-Verband der Welt. Wir wissen, was unsere Fans von uns erwarten.“

Ziel kann natürlich nur die erfolgreiche Titelverteidigung sein. „Wir sind Weltmeister, da würde uns niemand abkaufen, wenn wir etwas anderes als den Titel als Ziel ausgeben würden“, macht auch Patrick Thomas klar, derzeit der wohl unbestritten beste Faustballspieler der Welt.

Der 195 cm große Spieler des TSV Pfungstadt hat alles gewonnen, was es auf nationaler und internationaler Ebene zu gewinnen gibt. Was kann da überhaupt noch kommen? „Der Gewinn einer Heim-WM“, antwortet er spontan auf diese Frage. „Eine Heim-WM ist etwas ganz Besonderes und die zu gewinnen, ist noch ein großes Ziel von mir. Vor eigenem Publikum und nur ein paar Kilometer von meiner Heimatstadt, Seeheim-Jugenheim, entfernt, da werden auch meine Familie und viele Freunde da sein …“

Dass dies auch einen besonderen Druck entstehen lässt, ist dem überaus sympathischen, 28-Jährigen bewusst. Aber er kann damit umgehen. „Druck ist immer da, wenn es um eine WM geht, aber daran sind wir gewöhnt. Aber wenn ich mir vorstelle, dass wir hier vielleicht vor 10.000 Zuschauern spielen, dann pusht das ja auch gewaltig.“

Marcel Stoklasa, der nach langer Verletzungspause im letzten Jahr, bei den Deutschen Meisterschaften ein glänzendes Comeback gegeben hat, gibt zu, dass er bereits ein deutliches Kribbeln verspürt. „Wenn ich mir vorstelle, hier, in einer vollen Halle zu spielen, kommt bereits jetzt Vorfreude auf. Ich glaube auch nicht, dass es mehr Druck gibt, als sonst, bei wichtigen Spielen. Wenn wir sonst zuhause spielen und es sind 200 Zuschauer da, wissen wir, dass mehr als 100 wegen uns da sind. Das hat uns immer etwas gebracht. In zwei Jahren wird sicher auch die Mehrheit der Zuschauer hinter uns stehen. Das spornt uns an und pusht uns, davon bin ich überzeugt.“
Sein altes Leistungsvermögen, nach seiner Verletzung, (Knorpelschaden im Knie) hat er längst wiedererlangt. Zurzeit trainiert er individuell im Olympiastützpunkt in Heidelberg.
In der Bundesliga steht Patrick Thomas immer auf der anderen Seite des Spielfeldes. Wie ist es, diesen Ausnahmespieler im Nationalteam neben sich zu wissen? Marcel Stoklasa lacht. „Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl, ihn nicht als Gegner zu haben. Er kann seine Mitspieler mitreißen und eine Mannschaft tatsächlich auf ein anderes Level heben. Und auch menschlich ist er ein Riesentyp.“

Das sieht auch Felix Klassen so, der erst seit etwa zwei Jahren zum Nationalteam gehört. „Patrick ist echt eine coole Socke. Jeder Spieler der Welt würde sich freuen, mit ihm zusammenspielen zu können.“
Auch bei Felix Klassen überwiegt die Vorfreude auf die WM. „Ich spüre da überhaupt keinen Druck. Die WM gibt mir die Chance, mich für ein großes Turnier zu qualifizieren. Und wenn das gelingt, habe ich die Möglichkeit, etwas zu zeigen und mich weiter zu entwickeln. Das war auch bei meinem ersten Länderspiel so. Da bin ich in den Kader nachgerückt; dieses Spiel haben wir auch gewonnen und ich konnte bestätigen, was ich kann.“

(Foto: W.Neuberth) Jörg Trinmeier, TV Käfertal, fungiert als OK-Präsident
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Der Countdown für die Faustball-WM 2023 ist also angelaufen. Der Fahrplan sieht als nächstes die Aufbereitung der Spiel- und Trainingsstätten vor. Die Vorrunde wird im Rhein-Neckar-Stadion über die Bühne gehen, ehe es dann zur Endrunde in die SAP Arena geht.

Beim TV Käfertal wird es in den nächsten beiden Jahren alles andere als beschaulich zugehen. Aber Jörg Trinemeier versichert noch einmal. „Dies wird eine ganz besondere WM.“

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