Deutsche Faustball-Hallenmeisterschaft der Männer

(Foto: W.Neuberth) Nick Trinemeier beim Schmetterball
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Der TV 1880 Käfertal scheitert bereits in der Vorrunde
(WN) Die Hallen-DM der Männer in Hagen endet, wie von vielen Faustballkennern erwartet: Nach 39, am Wochenende insgesamt, gespielten Sätzen und 752 erzielten Punkten, ist der alte Meister auch wieder der neue. Im Finale besiegt der TSV Pfungstadt den DM-Gastgeber, TSV Hagen, klar mit 3:0 Sätzen.

Man wusste in Käfertal, dass es sehr schwer werden würde; im ersten Spiel traf man auf den Top-Favoriten, TSV Pfungstadt, und im entscheidenden Spiel, auf den Gastgeber, TSV Hagen. Mit der Begegnung Pfungstadt gegen Käfertal beginnt die DM von Hagen, wie die letzte DM vor zwei Jahren in Mannheim endete. Damals gewannen die Hessen das Finale mit 3:1. Die Pfungstädter zeigten von Anfang an, dass sie keine Geschenke vergeben würden. Mit einer starken Abwehr und einem überragenden Angreifer, Patrik Thomas, gaben sie der Mannschaft von Leo Goth keine Chance. Mit 3:0 (11:6, 11:7, 11:3) gewann Pfungstadt souverän.

(Foto: W.Neuberth) Felix Klassen beim Abwehrversuch
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Im zweiten Spiel ging es nun darum, weiterzukommen oder auszuscheiden. Die „Buwe“ aus Käfertal haben einen guten Start und gehen mit 3:1 in Führung. Dann kommt bei Hagen Nationalspieler Philip Müller immer besser ins Spiel – trickreich und mit Übersicht kann er den Spielstand zum 8:5 für den TSV drehen. Mit 11:6 geht der erste Satz an die Westfalen. Im zweiten Satz kommen die Käfertaler besser ins Spiel. Drehen einen 1:3-Rückstand zur 6:5-Führung und gewinnen den Satz mit 11:6. Der dritte Satz geht mit 11:6 an den Gastgeber. Auch der vierte Satz beginnt mit 2-Punkte-Führungen der Blau-weißen aus Käfertal. Doch hartnäckige Hagener kommen langsam wieder heran, gleichen zum 5:5 aus. Käfertal erhöht auf 8:6. Kurz darauf erster Matchball für das Heimteam doch Nick Trinemeier wehrt per Ass ab, und kann ausgleichen. Es folgt der längste Ballwechsel der Partie – und das bessere Ende für Hagen. Philip Hofmann verwandelt im x-ten Anlauf zum 12:10 und 3:1-Erfolg für Hagen. Damit ist der Einzug ins Heim-Halbfinale geglückt. Käfertal, im Vorjahr noch im Endspiel, muss diesmal schon am ersten Tag die Segel streichen.

Für Käfertal spielten: Nick Trinemeier, Moritz Kiefer, Nico Müller, Marcel Moritz, Felix Klassen.

Mit dem Duell des Serienmeisters der letzten Jahre und des furios aufspielenden Gastgebers hat die perfekt organisierte DM-Endrunde von Hagen ein würdiges Finale bekommen. Pfungstadt und Hagen trafen schon am Vortag in der Vorrunde aufeinander – dort konnten die Westfalen den Hessen den einzigen Satz des Turniers abnehmen. Das Finale geht klar an den Topfavoriten: 5:0 steht es schon nach wenigen Ballwechseln. Bei 9:0 holt der TSV 1860 den ersten Punkt durch ein Ass von Philip Hofmann. Patrick Thomas beendet den Satz wenig später mit dem 11:4. Durchgang zwei startet ebenfalls mit Vorteilen für Pfungstadt. 4:1 führt der TSV, insgesamt bleibt es aber spannender: Florian Kutscher und Philip Hofmann verkürzen auf 5:6 aber mit 11:8 geht der Satz an den Titelverteidiger aus Hessen. Hagen kann zwar zum 4:4 ausgleichen, spielt aber deutlich am oberen Limit und damit auch sehr riskant.

Am Ergebnis ändert das nichts mehr: Patrick Thomas prellt zum 10:4 und zu sechs Matchbällen, den zweiten nutzen die Südhessen. Mit 3:0 (11:4, 11:8, 11:5) verteidigen Sie den Titel. Die Bronzemedaille ging an den Altmeister VfK Berlin. Während der VfK Berlin nach einem 5-Satz-Thriller gegen Hagen nur eine kurze Regenerationspause hatte, durfte der zweite Teilnehmer aus dem Süden, der TV Vaihingen/Enz, nach ihrem schnellen 0:3-Aus gegen Pfungstadt sich deutlich länger erholen. In seinem vierten DM-Spiel geht der VfK Berlin zum dritten Mal über die volle Distanz: Durch ein 3:2 gegen den TV Vaihingen/Enz sichert sich der Spitzenreiter der Nord-Bundesliga die Bronzemedaille.

Die Deutschen Meisterschaften waren mit Sicherheit eine Werbung für die Sportart, vier Spiele gingen über fünf Sätze und zeigten wie gleich die Mannschaften waren. Alle Mannschaften zeigten Faustball vom Feinsten, begeisterten Zuschauer und wurden dafür mit viel Beifall „belohnt“.

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