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SV Waldhof Mannheim – MSV Duisburg 4:3

(Foto: PIX/M.Ruffler) Umringt von Duisburger Abwehrspieler köpft Marcel Seegert, Mitte, das 4:3.
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(GM) Nach dem torreichen Sieg gegen 1860 München und dem irren 3:5 gegen Eintracht Frankfurt, im Pokal, bot der SV Waldhof seinen Zuschauern ein weiteres Spektakel. Mit 4:3 gewann das Team von Bernhard Trares gegen den Aufstiegsaspiranten – führte dabei bereits 2:0, ehe Duisburg glücklich zum Anschluss und noch vor der Pause zum Ausgleich kam. Dann drehten die Meidericher mit dem 2:3 vollends die Partie, doch bei hochsommerlicher Hitze kam der Aufsteiger noch einmal zurück und gewann die Partie vor 12.169 am Ende mit 4:3.

Überraschung vor dem Anpfiff: Gianluca Korte, der erst am Freitag wieder trainieren konnte, steht in der Startelf.
Duisburg bemüht sich vom Anpfiff weg um Spielkontrolle, doch der Waldhof hält dagegen, tut sich aber zunächst schwer vor das Tor der Gäste zu kommen. In der 5. Minute kommt der durch Daschner zum ersten Abschluss, aber Scholz hält und im Gegenzug holt sich der Waldhof seinen ersten Eckball. Diring spielt kurz auf Sulejmani, der wieder zurück auf Diring, doch dessen Flanke kommt zu dicht vor das Tor, MSV-Keeper Weinkauf pflückt den Ball herunter. Kurz darauf flankt Vermeji auf den langen Pfosten, auf Stoppelkamp, doch der trifft den Ball nicht richtig, Scholz steht in der kurzen Ecke und schnappt sich das Leder (8.).

In der 10. Minute leistet sich Christiansen einen schlimmen Fehlpass, Vermeji steht allein vor dem Waldhöfer Tor, schießt aber drüber. Wenige Minuten später hat der SV Waldhof seine erste gute Chance; Nach einem Freistoß von Diring, hat Seegert viel Platz, aber Duisburgs Torhüter reißt die Fäuste hoch und entschärft den Kopfball des Waldhöfers (14.). Aber die nächste Möglichkeit der Blau-Schwarzen sitzt. Christiansen zieht von halbrechts ab, Weinkauf kann nur zu Seite abklatschen, Diring steht genau richtig und erzielt das 1:0, in der 17. Minute. Riesenjubel im Carl-Benz-Stadion.

Kurz zuvor hatte sich Krempicki verletzt, für ihn kam in der 18. Minute Mickels. Waldhof war jetzt deutlich besser im Spiel und in der 26. Minute kommt Sulejmani in zentraler Position an den Ball, zieht aus rund 20 Metern ab und trifft genau ins Eck, zum 2:0. Diesmal hat Weinkauf keine Abwehrchance. Duisburg wirkt geschockt, kommt aber nur drei Minuten später glücklich zum Anschlusstreffer. Nach einem Steilpass auf Stoppelkamp eilt Scholz aus seinem Kasten und aus dem Strafraum, verdreht sich dabei aber das Knie, geht zu Boden und Stoppelkamp kann den Ball zum 2:1 ins verwaiste SVW-Tor schieben (29.). Der Waldhöfer Torhüter kann nicht mehr weiterspielen und wird vom Platz geführt.

Timo Königsmann eilt zwischen die Pfosten, wird aber buchstäblich kalt erwischt. Nach einer Flanke von Sicker, von der linken Seite, nickt Vermeji in der 34. Minute zum 2:2 ein – eine kalte Dusche für den SV Waldhof. Es dauert eine Weile, bis sich die Mannschaft von Bernhard Trares wieder fangen kann und Duisburg versucht die Gunst der Stunde zu nutzen. In der 38. Minute verschätzt sich Schultz bei einem weiten Ball, Daschner steht allein vor Königsmann, doch der Mannheimer Torhüter ist blitzschnell unten und verhindert den möglichen Rückstand. Genau wie sechs Minuten später, als er erneut gegen Daschner Sieger blieb. Dazwischen hatte Sulejmani eine Möglichkeit für den Waldhof, zieht aber den Ball knapp am langen Pfosten vorbei. Nach vier Minuten Nachspielzeit geht es mit diesem 2:2 in die Kabinen.

Wie Bernhardt Trares nach der Begegnung erklärte, waren in der Pause ein paar aufmunternde Worte notwendig, um sein Team nach dem Ausgleich wieder aufzurichten. „Nach dem unglücklichen 2:1 und der Verletzung von Markus Scholz mussten wir uns erst einmal kräftig durchschütteln. Und nach dem Rückstand haben wir das ganze Holz verfeuert, das wir noch zur Verfügung hatten.“
Zwar gehörte mit einem Eckball in der 49. Minute, die erste Szene im zweiten Spielabschnitt dem SV Waldhof, aber Duisburg blieb druckvoll und arbeitete auf die Führung hin. In der 53. Minute gelang dem Waldhof ein schneller Gegenstoß, aber bevor es gefährlich werden konnte, verpuffte der Angriff, weil Diring zu lange zögerte. Zwei Minuten später legte Deville für Marx auf, aber dessen Schuss geht knapp vorbei. Dann kam in der 57. Minute Celik für Conrad und nur weitere zwei Minuten später ging Duisburg in Führung. Nach einem Freistoß von Stoppelkamp trifft Ben Balla zum 2:3, in der 59. Spielminute.

Wer geglaubt hatte, dass Waldhof durch den Rückstand geschockt war, sah sich getäuscht. Plötzlich zeigt das Team von Bernhard Trares wieder Präsenz. Nur eine Minute später traf Sulejmani das rechte Außennetz; in der 63. Minute verstolpert Deville nach einem Tempogegenstoß den Ball, aber der Waldhof marschiert weiter. In der 70. Minute schlägt Marx von der rechten Seite eine Flanke vor das Duisburger Tor, Sulejmani ist per Kopf da und markiert das 3:3. Der Treffer zeigte bei den Gästen Wirkung und der Waldhof drängt weiter. Kurz darauf bekommt Sulejmani den Ball durchgesteckt, aber Weinkauf ist einen Tick schneller. Dann die 75. Spielminute: Diring bringt einen Eckball herein, Deville, am langen Pfosten, köpft den Ball vors Tor, in der Mitte steigt Seegert hoch und nickt zum 4:3 ein – jetzt ist im Carl-Benz-Stadion endgültig die Hölle los. Dass er für Trikotausziehen die Gelbe Karte bekommt, nimmt Marcel Seegert in Kauf.

In der 82. Minute darf der zweifache Torschütze Valmir Sulejmani – der wieder einmal enorm viel gelaufen war – vom Platz; für ihn kam Koffi, der kurz vor dem Abpfiff sogar noch das 5:3 auf dem Fuß hatte, aber mit seinem Heber Weinkauf nicht überwinden konnte. Nach drei Minuten Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Harm Osmers eine denkwürdige Partie ab. Der SV Waldhof bleibt in der 3. Liga weiter ungeschlagen und kletterte auf Platz 4.

SV Waldhof Mannheim – MSV Duisburg 4:3 (2:2)
Waldhof: Scholz (31. Königsmann) - Marx, Schultz, Seegert, Conrad (57. Celik), Schuster, Christiansen, Deville, G. Korte, Diring, Sulejmani
Duisburg: Weinkauf - Bitter, Boeder, Compper, Sicker, Albutat, Ben Balla, Stoppelkamp, Daschner (79. Budimbu), Krempicki (18. Mickels), Vermeij
Tore: 1:0 Diring (18.), 2:0 Sulejmani (26.), 2:1 Stoppelkamp (29.), 2:2 Vermeij (34.), 2:3 Ben Balla (59.), 3:3 Sulejmani (70.), 4:3 Seegert (74.); Schiedsrichter: Harm Osmers, Hannover; Zuschauer: 12.169

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