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SC Preußen Münster – SV Waldhof Mannheim 1:3

(Foto: PIX/Ruffler) Dorian Diring, 2. v.l., bejubelt sein Tor zum 1:2, rechts Bouziane der das 1:1 schoss
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Lange sah es nach der ersten Auswärtsniederlage, seit Mai 2018 aus. Der SC Preußen Münster führte ab der 7. Minute und sah bis weit in die zweite Halbzeit wie der Sieger dieser Partie aus, zumal die Gastgeben einem zweiten Treffer vier Minuten drehte der SV Waldhof das Ergebnis und landete einen vom Anhang begeistert gefeierten 3:1-Sieg.

Münster begann so, wie Waldhof-Bernhard Trares es erwartet hatte, zweikampfstark und aggressiv und sich mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg stemmend. Dazu kam das tiefe Geläuf im Preußen-Stadion, auch darauf hatte der Coach hingewiesen. Koffi stand trotz anhaltender Ladehemmung in der Startformation, ebenso wie Dorian Diring, der zuletzt gelb-gesperrt war. Waldhof ergriff sofort die Initiative und kam in der 3. Minute zum ersten Mal gefährlich vor das Tor der Münsteraner, aber die Flanke von Deville war zu ungenau, um einen Abnehmer zu finden. Die Gastgeber hielten aber entschlossen dagegen, im Wissen, dass im Abstiegskampf nur Siege zählen.

In der 7. Minute kommt Schauerte über die linke Seite, seine Flanke irrt durch den Waldhöfer Strafraum, die blau-schwarze Abwehr kann nicht klären und Hoffmann schaltet am schnellsten und schießt flach – und unhaltbar für SVW-Torhüter Königsmann – zum 1:0 ein. In der Folge tut sich der Waldhof schwer, gefährlich vor das Tor der Gastgeber zu kommen. Die Angriffe werden nicht gut zu Ende gespielt, Möglichkeiten verpufften, bevor es gefährlich werden kann. Ganz anders die Preußen, denen klar die Anfangsviertelstunde gehört.

In der 17. Minute eröffnet sich aber urplötzlich die Chance zum Ausgleich. Koffi hat im Mittelfeld Scherder den Ball abgeluchst, marschiert allein auf das Tor zu, könnte – oder müsste – auf den völlig freistehenden Korte spielen, versucht es aber allein und wird von Wagner im letzten Augenblick noch entscheidend gestört. Es war wohl die richtige Entscheidung von Schiedsrichter Mitja Stegemann, in dieser Situation nicht auf Foul zu entscheiden, obwohl Koffi zu Fall gekommen war.

Das Spiel des SV Waldhof kommt nicht recht in Fluss. Die etwas über 6.000 Zuschauer, darunter rund 700 Waldhof-Anhänger, sehen eine von vielen Zweikämpfen geprägte Partie, allerdings mit wenigen aufregenden Torraum-Szenen. Der Waldhof bemüht sich um den Ausgleich, ist aber vor dem Tor kaum durchschlagskräftig. In der 21. Minute versucht es Deville allein, bleibt aber beim Dribbling hängen, drei Minuten später spitzelt Wagner im letzten Augenblick Korte den Ball vom Fuß, in der 30. Minute lässt Koffi in der Mitte eine flache Hereingabe von der rechten Seite durch, aber niemand war mitgelaufen, der Ball geht ins Leere.

Nach einem Foul an Diring tritt der Mittelfeldspieler selbst zum Freistoß an, versucht es direkt, setzt den Ball aber über das Tor. Endlich, in der 42. Minute, erreicht eine Flanke von Diring den in Position gelaufenen Koffi, doch dessen Kopfball geht ganz knapp neben dem Pfosten ins Aus. Koffi bleibt das Abschlusspech treu. In der 45. Minute versucht es Christiansen einmal aus der Distanz, aber auch dieser Schuss geht vorbei. Münster nimmt die knappe Führung nicht unverdient mit in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sind die Preußen zunächst weiter das agilere Team. Hoffmann kommt über links, aber Schultz kann zur Ecke klären. Der Waldhof ist weiter um Linie bemüht, die Gangart der Platzherren wird allerdings härter – innerhalb von 10 Minuten zückt der Unparteiische zweimal Gelb gegen Preußen-Akteure. In der 55. Minute geht Deville vom Platz, Ferati kommt neu ins Spiel. Kurz darauf holt sich auch Schuster die Gelbe Karte ab, er ist gegen Braunschweig gesperrt. In der 60. Minute lag die Vorentscheidung für Münster in der Luft. Nach einem Eckball steht Schnellbacher sträflich frei, kommt aus kurzer Distanz zum Kopfball, aber Königsmann ist blitzschnell unten und wehrt sensationell ab. Der SV Waldhof bleibt im Spiel und hat durch Koffi in der 62. Minute eine weitere Kopfballchance, die aber wieder nichts einbringt. Kurz darauf geht Koffi runter, Bouziane kommt ins Spiel. Münster drängt in dieser Phase auf die Entscheidung und der Waldhof hat in der Abwehr eine Menge Arbeit. Die erste Auswärtsniederlage, nach 25 ungeschlagenen Spielen in der Fremde droht.

Die 72. Minute läutet die Entscheidung in diesem Spiel ein – zugunsten des SV Waldhof Auf der linken Seite kombinieren sich Conrad, Christiansen und Ferati durch, der Ball kommt erneut zu Christiansen, der von der Torauslinie in die Mitte gibt, wo der mitgelaufene Bouziane unbehelligt und ohne große Mühe zum 1:1 einschiebt. Der Treffer zeigt Wirkung bei den Münsteranern, die nur eine Minute später das 1:2 kassieren. Diring zieht von der Strafraumgrenze ab, Bouziane geht aus leicht abseitsverdächtiger Position zwar noch zum Ball, berührt ihn aber wahrscheinlich nicht mehr und Schulze-Niehues, im Tor der Preußen, muss das Leder passieren lassen.

Weitere drei Minuten später bringt Diring einen Eckball herein, Schultz nimmt den Ball direkt und markiert das 1:3 – unglaublich; von der drohenden Niederlage zur 2-Tore-Führung in 240 Sekunden. Dann kommt Celik für Conrad (80.) und der SV Waldhof kontrolliert jetzt die Begegnung. Es spricht allerdings für die Moral der Preußen, dass sie bis zum Schlusspfiff nicht aufgeben und alles versuchen. Der Aufsteiger hat durch Konter noch zweimal die Chance auf das 1:4, aber es fällt kein weiterer Treffer. Es bleibt beim 1:3, das von den mitgereisten Fans lautstark gefeiert wird. Sogar Bernhard Trares wird in die Kurve gerufen – die Auswärtsserie des SV Waldhof geht weiter.

SC Preußen Münster – SV Waldhof Mannheim 1:3 (1:0)
Münster: Schulze-Niehues - Schauerte, Kittner, Scherder, Heidemann, Rodrigues Pires, Wagner, Özcan (83. Cueto), Mörschel, Hoffmann (73. Dadashov), Schnellbacher
Waldhof: Königsmann - Marx, Seegert, Schultz, Conrad (80. Celik), Schuster, Christiansen, Deville (57. Ferati), G. Korte, Diring, Koffi (64. Bouziane)
Tore: 1:0 Hoffmann (7.), 1:1 Bouziane (72.), 1:2 Diring (73.), 1:3 Schultz (76.); Schiedsrichter: Mitja Stegemann, Bonn; Zuschauer: 6.053

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