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SVS erwartet den KSC zum Derby

(Foto: Spowo) Ernste Gesichter beim SVS - nach drei Niederlagen soll gegen den KSC wieder ein Sieg her.
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(GM) Am kommenden Sonntag empfängt der SV Sandhausen zum badischen Derby den Karlsruher SC im BWT-Stadion am Hartwald. Angepfiffen wird die Partie um 13:30 Uhr, von Schiedsrichter Martin Petersen.

Drei Niederlagen am Stück – dieses Szenario wollte Sandhausens Trainer, Uwe Koschinat, vor dem Spiel bei Darmstadt 98 unbedingt vermeiden. Leider kam es dann doch so. Was dem Coach bitter aufgestoßen ist, ist die Tatsache, dass bei seiner Mannschaft der Glaube an die eigenen Stärken seit dem Spiel gegen den 1.FC Nürnberg immer weniger zu spüren gewesen sei. „Ich habe leider eine leichte Rückwärtsentwicklung feststellen müssen“, so der Coach. „Gegen Nürnberg war noch eine gewisse Grundordnung zu sehen, gegen Heidenheim fehlte mir das Selbstverständnis bei unseren Ballpassagen und gegen Darmstadt haben wir uns fast nur auf die Verteidigung des eigenen Tores konzentriert. Daher müssen wir uns jetzt in allen Mannschaftsteilen straffen, es muss jetzt in der Mannschaft ein Selbstreinigungsprozess einsetzen. Jeder Einzelne muss sich fragen, woran diese Entwicklung liegen kann – ob an der mangelnden Konzentration oder ob da einige Körner an der Kondition gefehlt haben.“

Insgesamt wünscht sich Uwe Koschinat mehr Dominanz im Spiel seiner Mannschaft. „Wir brauchen eine dominante und klare Spielweise und müssen eine höhere Anzahl torgefährlicher Spieler in den gegnerischen Strafraum bekommen. Damit meine ich nicht nur unsere Stürmer, sondern auch von den hinteren Reihen, wo wir auch Spieler haben, die Tore erzielen können.“

Trotz der drei Niederlagen in Serie blickt Uwe Koschinat dem Spiel gegen den KSC zuversichtlich entgegen. „Die Gründe dafür liegen in dem, was ich in den letzten Tagen im Training gesehen habe, die Mannschaft wird eine Reaktion zeigen. Zudem ist unser Stadion, zusammen mit unseren Fans, ein Faktor. In dieser Atmosphäre haben wir immer unsere besten Spiel gemacht.“

Den Fehler, den KSC durch den aktuellen Tabellenstadt und den Trainerwechsel – Christian Eicher löste Alois Schwartz ab - als angeschlagenes Team zu sehen, wird man beim SV Sandhausen sicher nicht machen. Auch wenn es gegen den HSV eine 0:2-Niederlage gab und der KSC gegen Osnabrück noch in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen musste, war man eine gute Ordnung im Spiel sehen.

Personell hat der SVS-Coach keine Probleme. Leart Paqarada ist inzwischen Vater geworden, steht zur Verfügung und hat in der laufenden Woche, so der Coach, „seinen Fokus vollkommen auf das Spiel gegen Karlsruhe gerichtet“. Auch Julius Biada konnte nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Osnabrück wieder alle Trainingseinheiten mitmachen. „Das Spiel gegen den KSC wird ein rassiges Duell werden“, ist Uwe Koschinat überzeugt. „Wer da das Spielfeld betritt, wird maximal motiviert sein.“

Zum badischen Derby erwartet der SV Sandhausen ca. 8.000 Zuschauer, etwa 2.100 Fans aus Karlsruhe werden ihr Team an den Hardtwald begleiten.

Trauer um die Opfer von Hanau
Der SVS wie auch der deutsche Profifußball generell setzen am Wochenende zudem geschlossen ein Zeichen der Anteilnahme für die Opfer und Angehörigen der entsetzlichen Verbrechen in der Nacht zum Donnerstag, den 20.02., in der hessischen Stadt Hanau mit insgesamt elf Toten, einschließlich des mutmaßlichen Täters. In den Stadien in der Bundesliga und 2. Liga wird mit einer Schweigeminute der Opfer von Hanau gedacht. Die Mannschaften werden zudem mit Trauerflor auflaufen.

SV Sandhausen – Karlsruher SC
Sonntag, 23. Februar, 13:30 Uhr
BWT-Stadion am Hardtwald, Sandhausen

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