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SV Sandhausen will beim HSV bestehen

(Foto: Spowo) Virtuelle Pressekonferenz beim SVS, rechts Trainer Uwe Koschinat
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(GM/MB) Zum letzten Spiel der Saison 2019/20 muss der SV Sandhausen am Sonntag, 28. Juni, beim Hamburger SV antreten. Die Begegnung im Volksparkstadion wird um 15:30 Uhr angepfiffen.

Sandhausens Trainer Uwe Koschinat machte aus seinem Ärger über die Heimniederlage gegen Dynamo Dresden kein Geheimnis. „Ich habe einen hohen Anspruch an mich selbst und auch eine klare Zielsetzung“, erklärte der Coach in der letzten virtuellen Pressekonferenz der Saison. „Im letzten Jahr bin ich nach 9 Spieltagen gekommen und das Ziel war der Klassenerhalt, das harmoniert damals mit meinen Erwartungen. Daher habe ich mich massiv geärgert; die Tür stand weit auf für eine bemerkenswerte Saison. Wir hätten mit 44 Punkten einen neuen Rekord für den SVS in der 2. Liga einstellen können. Das ist jetzt leider nicht mehr möglich. Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich, allerdings auch etwas unter dem Eindruck der Niederlage gegen Dresden momentan etwa bei 5 einordnen.“

Gerade die letzten beiden Niederlagen, gegen Stuttgart und Dresden, kamen nach einer sehr guten Phase des SV Sandhausen zustande, mit 5 Spielen ohne Niederlagen in Folge, in der auch letztendlich auch der Grundstein für den vorzeitigen Klassenerhalt gelegt wurde. Die Hardtwälder stehen derzeit mit 40 Punkten auf Platz 12 und könnten bei einem Sieg im Volksparkstadion noch ein, zwei Plätze gutmachen, aber ein einstelliger Tabellenplatz – wie von Uwe Koschinat gewünscht – kann es nicht mehr werden. Die Saison Revue passieren lassen, wird der Trainer allerdings erst nach dem Spiel in Hamburg, dem jetzt die ganze Konzentration gilt. Für die Hamburger geht es um alles, sie müssen gewinnen, wenn sie sich noch die Minimalchance auf den Aufstieg erhalten wollen.

Dass der Ex-Bundesligist von Beginn an einen Sturmlauf starten wird, glaubt Koschinat nicht, wäre aber auch darauf gefasst. Wenn wir lange ein Unentschieden halten, werden wir vielleicht gegen Ende mehr Räume bekommen, die wir dann nutzen müssen. Bei einer Punkteteilung würden die Hamburger nur dann den 3. Platz erreichen, wenn der FC Heidenheim in Bielefeld verlieren sollte. Sollte der Mannschaft von Uwe Koschinat ein Sieg gelingen, bliebe der HSV weiterhin in der 2. Bundesliga.

„In jedem Fall wird uns in Hamburg eine zu allem entschlossene Mannschaft erwarten, die sehr viel individuelle Qualität hat“, warnt Koschinat. „Dem müssen wir uns entgegenstellen. Wir haben jetzt noch einmal die Chance gegen ein Topteam zu spielen und wir wollen es besser machen, als gegen Stuttgart. Wir wollen beim HSV bestehen.“

Ein besonderes Spiel steht für Dennis Diekmeier an, der acht Jahre für den Hamburger SV gespielt hat. Sorgen, dass der SVS-Kapitän übermotiviert in die Partie gehen könnte, macht sich Koschinat allerdings nicht: „Dennis hat wahnsinnig viel Erfahrung und seine Emotionen komplett im Griff. Er hat sich komplett dem SV Sandhausen verschrieben.“

Auch wenn die Saison – vor allem bedingt durch die Corona-Krise – sehr lang und auch anstrengend war, fühlt sich Uwe Koschinat nicht ausgebrannt, „Wahrscheinlich ebenfalls durch die Corona-Pause. Wir hatten nach der Pause eine kurze Phase, die nicht so gut war, aber danach gleich wieder einen guten Lauf. Das motiviert dann schon. Ich sehne das Ende der Saison nicht herbei, von mir aus könnte es noch weitergehen. Aber ich beschwere mich auch nicht darüber, dass die Saison jetzt vorbei ist.“

Nauber und Zenga fehlen, Taffertshofer und Zhirov sind zurück
Zum Personal: Der SVS muss in Hamburg auf Gerrit Nauber verzichten, der sich im Spiel gegen Dynamo Dresden eine Schultereckgelenk-Verletzung zugezogen hatte, sowie auf den gelb-rot gesperrten Erik Zenga. Ansonsten sind – bis auf den langzeitverletzten Markus Karl (Kreuzbandriss) – alle Spieler einsatzfähig. In den Kader zurückkehren im Vergleich zu Partie gegen Dynamo Dresden werden Emanuel Taffertshofer und Aleksandr Zhirov, die zuletzt angeschlagen gefehlt hatten.

Hamburger gegen SV Sandhausen – live im Hardtwald Hörfunk
Die Partie des SVS beim Hamburger SV wird im Fanradio des SVS, dem Hardtwald Hörfunk, übertragen. Die Reportage beginnt am Sonntag etwa zehn Minuten vor dem Anpfiff, also gegen 15:20 Uhr. Alle Informationen und den Livestream finden Sie auf unserer offiziellen Webseite unter https://www.svs1916.de/fans/hardtwald-hoerfunk.html

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