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SV Waldhof – SC Preußen Münster 0:0

(Foto: PIX/M.Ruffler) Ferati, links, im Duell mit Münsters Rossipal
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Wenig ansehnliche Nullnummer gegen den Abstiegskandidaten.
Mit einem torlosen Unentschieden endete das vorletzte Heimspiel der Saison 2019/2020, für den SV Waldhof Mannheim, gegen den SC Preußen Münster. Obwohl fast über die gesamte Spielzeit tonangebend, schafften es die Waldhöfer nicht, sich zwingenden Torchancen zu erspielen. Vieles im Spielaufbau blieb Stückwerk, eine Vielzahl von fehlerhaften Abspielen verhinderte einen zügigen Spielfluss. Der Zug zur 2. Bundesliga ist damit für die Blau-Schwarzen abgefahren.

Waldhof wird von Co-Trainer Benjamin Sachs betreut, da sich Bernhard Trares wegen seiner Rotsperre während des Spiels nicht im Innenraum aufhalten darf. Obwohl auch Preußen Münster die Punkte dringend gegen den Abstieg braucht, agieren die Gäste zunächst betont defensiv. Hinter den beiden hängenden Spitzen postieren sich zwei Vierer-Reihen und bieten dem Waldhof wenig Platz. In der 3. Minute lässt sich Marx allerdings den Ball abluchsen, die anschließende Flanke landet aber bei Hofrath. Ansonsten bewegt sich bis auf wenige Ausnahmen der SV Waldhof im Vorwärtsgang. In der 8. Minute wird es erstmals gefährlich vor dem Tor der Münsteraner, als Ferati hart nach innen flankt und Gouaida nur noch den Fuß hinhalten aber den Ball nicht kontrolliert aufs Tor bringen kann.

Nur eine Minute später hat Gouaida das 1:0 erneut auf dem Fuß. Christiansen spielt den Angreifer auf halbrechts frei, Gouaida hält drauf, aber Münsters Torhüter Schulze Niehues reißt reflexartig den linken Arm hoch und lenkt dann Ball noch über die Latte. Dann startet Korte ein Solo, steckt auf Koffi durch, aber etwas zu weit, Schulze Niehues kann klären. In schöner Regelmäßigkeit ergeben sich für den SV weitere Möglichkeiten, aber so richtig zwingend wird es nicht, weil das letzte Zuspiel nicht ankommt oder die Kombination bereits im Mittelfeld durch einen Fehlpass unterbrochen wird. In der 29. Minute tauchen auch einmal die Preußen im Waldhöfer Strafraum auf und holen prompt ihren ersten Eckball heraus, der sofort für Gefahr sorgt, aber Timo Königsmann reagiert gut und kann abwehren.

Außer einem Schuss von Litka kommt von den Gästen bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit kaum noch etwas. Waldhof rennt an, erspielt sich Halbchancen, bringt Schulze Niehues aber kaum einmal in Verlegenheit. In den letzten Minuten des ersten Spielabschnitts spielt sich Münster ganz kurz vor dem Waldhöfer Strafraum fest, hat aber den gefährlichen Abschluss aber auch nicht erfunden. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff muss Hofrath verletzt raus, Mete Celik kommt aufs Spielfeld. Nach Punkten geht der SV Waldhof als Sieger in die Pause, aber Zählbares kam bisher nicht heraus. Das Aufbauspiel der Blau-Schwarzen krankte an zu vielen Fehlabspielen. Offensichtlich macht sich der Kräfteverschleiß der letzten Wochen bemerkbar. Beispielhaft der ansonsten so zuverlässige Jan-Hendrk Marx, dem gegen die Preußen kaum etwas gelang.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigte sich, dass Münster etwas mutiger nach vorne spielen wollte. Scherders Zuspiel, nach klasse Solo über das halbe Feld, landete zwar im Abseits, aber Münster wird offensiver. In der 48. Minute setzt sich Gouaida auf der linken Seite resolut durch, aber seine Flanke wird abgeblockt. Wenig später zieht auf der anderen Seite Cueto ab, aber Conrad ist da und blockt ebenfalls ab. Der Waldhof hält aber dagegen und hat weitere Chancen; eine flache Hereingabe von Celik geht im Strafraum an Freund und Feind vorbei und landet im Toraus (52). Direkt danach hat der Waldhof Pech, als der Schuss von Schuster – aus gut 20 Metern – nur die Querlatte streift, Schulze Niehues wäre chancenlos gewesen. Doch einige Minuten später hat der Waldhof Glück, als der Schuss von Mörschel an den Innenpfosten kracht und ins Feld zurückspringt.

In der 65. Minute wechselt Benjamin Sachs aus, für Koffi und Ferati kommen Florian Flick und – nach langer Verletzungspause – Valmir Sulejmani. Am Spielverlauf ändert sich jedoch nichts – Waldhof marschiert weiter, findet aber die Lücke nicht, Münster kommt zwar öfter vor das Waldhöfer Tor, ist aber zu halbherzig im Abschluss. Obwohl beiden Teams ein Unentschieden kaum etwas nützt, ist die Begegnung, die von Schiedsrichter Thorben Siewer unauffällig geleitet wird, ausgesprochen fair. Erst in der 75. Minute gibt es die erste und einzige Gelbe Karte der Partie, für Löhmannsröben, der rüde gegen Christiansen einsteigt. Gegen Ende der Partie war er vielleicht das eine oder andere Mal etwas zu großzügig, hatte das Spiel aber immer im Griff.

Was sich bereits in der ersten Halbzeit abgezeichnet hatte, blieb auch so, bis zum Abpfiff – es war ein sogenanntes typisches 0:0-Spiel. Auch ein weiterer Doppelwechsel – Bouziane und Just kamen für Gouaida und Marx (85.) – brachten nichts mehr. Beide Torhüter wurden noch je einmal geprüft, aber dann war Schluss. Es gab keinen Sieger, eher Verlierer, denn beide Mannschaften rutschten in der Tabelle um einen Platz runter.

SV Waldhof Mannheim – SC Preußen Münster 0:0
Waldhof: Königsmann - Marx (85. Just), Schultz, Conrad, Hofrath (45. Celik), Schuster, Christiansen, Ferati (65. Flick), Gouaida (85. Bouziane), Korte, Koffi (65. Sulejmani)
Münster: Schulze Niehues - Scherder, Löhmannsröben, Steurer, Rossipal, Erdogan, Litka (74. Wagner), Königs (58. Grodowski), Mörschel, Cueto (90. Heidenmann), Schnellbacher
Tore: keine; Schiedsrichter: Thorben Siewer, Olpe

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