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Eintracht Braunschweig - SV Waldhof 3:2

(Foto: PIX/M.Ruffler) Gerrit Gohlke köpft zum zwischenzeitlichen 1:1 ein.
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Am Nachmittag Bernhard Trares als Trainer, abends das Spiel bei Eintracht Braunschweig verloren, womit der SV Waldhof das Thema Aufstieg endgültig ad acta legen kann.
(GM) Mit 2:3 unterlag der SV Waldhof am Mittwochabend Eintracht Braunschweig, die damit vorzeitig den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hat. Die Mannschaft des scheidenden Trainers lieferte dem designierten Aufsteiger einen heißen Kampf, glich zweimal einen Rückstrand aus, musste sich aber am Ende 2:3 geschlagen geben, obwohl sie nie aufgab und bis zum Abpfiff auf den erneuten Ausgleich drängte.

Bernhard Trares musste gehörig umbauen. Da Königsmann angeschlagen ist, steht nach langer Verletzungspause Markus Scholz zwischen den Pfosten. Kevin Conrad und Michael Schultz sind nach dem 30. Juni keine Waldhöfer, also stehen wieder die Youngster Gerrit Gohlke und Florian Flick in der Startelf; erfreulich auch, dass Valmir Sulejmani von Beginn an ran konnte.

Die nicht eingespielte Hintermannschaft des SV Waldhof musste bereits in der 4. Spielminute den ersten Gegentreffer hinnehmen. Eine Uneinigkeit in der Innenverteidigung nutzte Kobylanski, nach guter Vorarbeit von Biankadi, der flach vor das Tor passen konnte, zum frühen 1:0. In der Folge versucht sich der SVW zu fangen und kommt in der 9. Minute zu einem flüssigen Angriff über Ferati und Sulejmani, der rechts raus zu Marx spielt, dessen Flanke landet aber neben dem Tor. Wenig später haben die Gäste eine Kontergelegenheit, aber Gouaidas Zuspiel auf Sulejmani – im Strafraum der Braunschweiger – kommt zu ungenau (12.). Der nächste Versuch bringt den Ausgleich: Nach einem Eckball von Gouaida steigt Gohlke hoch und köpft schulmäßig zum 1:1 ein (13.).

In einem munteren Spiel ist der Waldhof nun absolut gleichwertig und hat in der 15. Minuten erneut eine gute Chance, als der Ball gut über mehrere Stationen läuft, der Ball zu Sulejmani kommt, der aber nur noch aus spitzem Winkel zum Schuss kommt – Braunschweigs Torhüter Engelhardt kann klären. 19. Minute: Erneut ein guter Angriff der Waldhöfer. Aber beim letzten Abspiel steht Gouaida im Abseits. Dann folgen allerdings mehrere Minuten, in denen dem Waldhof mehrere Fehlabspiele unterlaufen, mancher gut angesetzte Angriff verpufft so bereits im Ansatz. In dieser Phase hat Braunschweig lediglich einen Abschluss – einen Schuss von Kobylanski in der 22. Minute, den Markus Scholz aber sicher abfängt.

In der 27. Minute startet Korte einen Konter, links begleitet von Sulejmani, nur zwei Braunschweiger stehen den beiden Waldhöfern entgegen, auf rechts kommt Gouaida hinzu, aber Kortes Abspiel ist viel zu ungenau. Da hätte mehr herauskommen müssen. Ärgerlich. In der Schlussphase der ersten Halbzeit kommt Braunschweig wieder stärker auf. Nach mehreren Eckbällen und Möglichkeiten des stets gefährlichen Kobylanski und Schlüter, verhindert Scholz mit einem klasse Reflex, das 2:1 durch Biankadi, als er dessen Schuss gerade noch über den Querbalken wischt (43.). Der anschließende Eckball wird zunächst noch abgewehrt, Braunschweig bleibt aber in Ballbesitz, Pfitzner flankt auf Schwenk, der unhaltbar für Markus Scholz zum 2:1 einköpft, eine Minute vor dem Halbzeitpfiff.

Zur zweiten Halbzeit bleibt Celik in der Kabine, für ihn kommt Marcel Hofrath in die Partie. Waldhof geht sofort in die Offensive; den Schuss von Korte kann Engelhardt nur mit Mühe klären (54.), aber wenige Minuten später kann der Waldhof. Nach einem Einwurf von Marx, kommt der Ball über mehrere Stationen zu Sulejmani, der aus der Drehung heraus zum 2:2 trifft (58.). Der lange verletzte Angreifer krönte mit dem Ausgleich eine klasse Leistung. Und Waldhof bleibt dran, Kortes Schuss wird gerade noch zum Eckball abgeblockt.

Aber Braunschweig hält dagegen und in der 63. Minute muss wieder eine Großtat von Scholz die erneute Braunschweiger Führung verhindern. Kobylanski hatte eine Flanke wuchtig aufs Tor geköpft, aber der Waldhof-Keeper lenkte den Ball mit einer klasse Reaktion über die Latte. Es folgte eine Druckphase der Braunschweiger, in der Scholz in der 67. Minute erneut sehenswert abtauchte und Kobylanskis Schuss abwehrte. Dann lag plötzlich das 3:3 in der Luft; Sulejmani hatte Engelhardt bereits überwunden, doch sein sehenswerter Schuss landete nur am Pfosten – Pech für den Waldhof (71.).

Fast im Gegenzug gelingt Braunschweig das 3:2. Nach einer Flanke in den Waldhöfer Strafraum, klärte Christiansen per Kopf unglücklich in die Mitte, Kobylanski nahm den Ball volley und verwandelte unhaltbar zum 3:2. Bemerkenswert anschließend die Moral der Mannschaft von Bernhard Trares. Die Blau-Schwarzen rennen in der restlichen Spielzeit unentwegt an. In der 86. Minute macht Sulejmani Platz für Koffi, doch es hilft alles nichts mehr, es bleibt bis zum Schluss beim knappen Braunschweiger Sieg. Knapp 10 Minuten nach Abpfiff kann Braunschweig erneut jubeln. In der Nachspielzeit erzielte Bayern München II den Ausgleich gegen den MSV Duisburg, damit ist klar, dass Braunschweig am letzten Spieltag nicht mehr von einem direkten Aufstiegsplatz verdrängt werden kann.

TSV Eintracht Braunschweig – SV Waldhof Mannheim 3:2 (2:1)
Braunschweig: Engelhardt - Kessel, Nkansah, Burmeister, Schlüter, Nehrig (61. Kammerbauer), Pfitzner, Biankadi (75. Otto), Kobylanski, Schwenk (61. Pourie), Bär (79. Becker)
Waldhof: Scholz - Marx, Gohlke, Christiansen, Celik (46. Hofrath), Schuster, Flick, Ferati (79. Bouziane), Korte, Gouaida, Sulejmani (86. Koffi)
Tore: 1:0 Kobylanski (4.), 1:1 Gohlke (13.), 2:1 Schwenk (44.), 2:2 Sulejmani (58.), 3:2 Kobylanski (73.); Schiedsrichter: Alexander Sather, Grimma

 

 

 

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