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SVW - Zum Saisonabschluss kommt der FSV Zwickau ins Carl-Benz-Stadion

(Foto: Spowo) Bernhard Trares vor seinem letzten Spiel als Waldthoftrainer
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Zum letzten Spiel der Saison 2019/20 ist der FSV Zwickau zu Gast im Carl-Benz-Stadion. Anpfiff der Partie ist um 14:00 Uhr.
Angesichts der Ankündigung, dass die Trainer Bernhard Trares und Bernjamin Sachs den SV Waldhof verlassen werden, tritt die Begegnung gegen die Sachsen fast etwas in den Hintergrund. Nach der gewohnt sachlichen Analyse der unglücklichen Niederlage bei Eintracht Braunschweig, bei der, durch das Fehlen von Kevin Conrad und Michael Schultz, die Abwehrreihe komplett umgebaut werden musste.

Auch das Saisonfazit von Bernhard Trares fiel vorwiegend positiv aus, gerade in Anbetracht der vielen Dauerverletzten und der sehr langen Corona-Pause. Natürlich bedauerte er die vielen unnötigen Punktverluste, ohne die eine bessere Platzierung durchaus möglich gewesen wäre, aber gerade weil der größte Teil der Mannschaft fast durchgehend spielen musste, kamen die englischen Wochen nach der Corona Pause noch erschwerend dazu. Etwas unglücklich war dabei auch die Tatsache, dass der SV Waldhof die Mittwochsspiele alles auswärts bestreiten musste und durch die anschließende lange Heimfahrt noch weniger Zeit zum Regenerieren hatte. „Spielt man samstags auswärts, „ so Bernhard Trares, tritt man am Nachmittag die Heimreise an, ist am Abend zuhause und kann normal durchschlafen. S hat eben manches dazu geführt, dass wir den einen oder anderen Punkt nicht geholt haben. Aber insgesamt muss man absolut stolz auf die Mannschaft sein, was sie in dieser Saison – und gerade nach der Corona-Pause – geleistet hat. Es sind einfach gute Jungs, die wir haben.“

Gegen Zwickau erwartet der Trainer ein sehr schweres Spiel, „weil Zwickau gegen den Abstieg spielt und sicher alles geben wird, um zu gewinnen.“
Torhüter Markus Scholz, der in Braunschweig, nach fast einem Jahr, wieder zwischen den Pfosten stand, war über die Leistung in Braunschweig ebenfalls mehr als zufrieden: Meiner Meinung nach, waren wir fußballerisch die bessere Mannschaft, aber Braunschweig hatte dafür die Wucht in der Offensive und war eiskalt vor dem Tor! Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt.“ Trotzdem war er froh, endlich wieder auf dem Platz gestanden zu sein: „Es war ein sehr schönes Gefühl wieder da zu sein, aber die Jungs haben es mir auch sehr leicht gemacht wieder reinzukommen. Mein Dank geht daher an die Mannschaft und das Vertrauen des Trainerteams.“

Gegen Zwickau erwartet Markus Scholz „ein Spiel, in dem es eine Spur ekliger und robuster zur Sache gehen wird, als gegen Braunschweig. „Die spielen um den Klassenerhalt und müssen gewinnen, um auf Nummer sicher zu gehen.“ Ob Scholz oder wieder Timo Königsmann gegen Zwickau zwischen den Pfosten stehen wird, ließ Trares noch offen.

Am Ende der virtuellen Pressekonferenz wurde es emotional. Bernhard Trares erklärte, dass er mit großer Wehmut in dieses letzte Spiel gehen wird, aber auch mit Freunde, dass er mit seiner Mannschaft noch einmal ein Spiel haben darf.
„Es schlagen da zwei Herzen in meiner Brust. Schade, dass kein Publikum da ist, weil natürlich zu den Fans in den letzten zweieinhalb Jahren eine besondere Verbindung entstanden ist. Die Unterstützung, die wir durch unsere Fans hatten, war außergewöhnlich. Unsere Fans hatten einen Riesenanteil an unserem Erfolg, besonders bei Auswärtsspielen, wo wir immer eine große Unterstützung hatten und dadurch unsere tolle Auswärtsserie starten konnten – das war außergewöhnlich.

Ich werde immer sehr positivzurückdenken, an diese Zeit als Trainer, es war meine schönste Trainerzeit bis jetzt, weil sie auch sehr emotional war, mit Uerdingen, mit dem Aufstieg und jetzt mit der langen Phase, in der wir um den Aufstieg mitgespielt habe. Leider hat uns Corona jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht, wir waren richtig gut drauf und dann wurde das alles unterbrochen. Es war turbulent in den letzten zweieinhalb Jahren, sehr intensiv, aber es war auch einfach ganz besonders. Aber jetzt habe ich einfach die Erkenntnis, die schon etwas länger gereift ist, dass es jetzt gut ist für den Verein, den nächsten Schritt zu machen. Wir haben eine gute Basis geschaffen, damit man sagen kann, wir sind ein guter Drittligist. Man wird nächstes Jahr wieder angreifen können, um in die zweite Liga aufzusteigen. Ich liebe den Verein, habe ihn in den letzten zweieinhalb Jahren lieben gelernt.

Weiter möchte ich dazu jetzt nichts sagen. Ich will auch nicht mehr nachkarten oder nachtreten. Klar, ist irgendwo etwas passiert, weswegen man einen Vertrag nicht verlängert, aber das behalte ich letztendlich bei mir und ich gehe auch nicht mit Groll hier raus. Ich möchte ganz sauber hier aus dem Club rausgehen, mit Anstand und wünsche den Verantwortlichen einfach ein gutes Händchen.“

SV Waldhof Mannheim – FSV Zwickau
Samstag, 4. Juli, 14:00 Uhr
Carl-Benz-Stadion, Mannheim

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