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VfR Mannheim – ATSV Mutschelbach 1:2

(Foto: Ed. Nohe) Trotz engagiertem Auftritt am Ende keine Punkte für den VfR
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Großer Kampf bleibt unbelohnt - VfR verliert trotz engagierter Leistung mit 1:2 gegen den ATSV Mutschelbach
(mk) Es war ein couragierter Auftritt, den die Rasenspieler an diesem heißen Samstagnachmittag gegen einen absoluten Aufstiegsaspiranten auf dem Platz zeigten. Schlussendlich sollte es aber nicht zu einem Punktgewinn reichen. Die Hypothek einer frühen roten Karte dürfte zu groß gewesen sein.

Gleich zu Beginn der Begegnung spürten die 360 Zuschauer im Rhein-Neckar-Stadion, dass hier zwei bis auf die Haarspitzen motivierte Mannschaften aufeinandertrafen. Die Mutschelbacher griffen früh an und konnten auch die erste Riesenchance des Spiels für sich verbuchen. Eine bilderbuchmäßige Hereingabe von Kai Kleinert fand in dem sich freilaufenden Christof Leiss einen geeigneten Abnehmer, allerdings setzte dieser den Ball am langen Pfosten vorbei (3.).

Diese frühe Möglichkeit sollte die größte Torgelegenheit für einen langen Zeitraum bleiben. Nach einer knappen Viertelstunde dezimierten sich die Blau-Weiß-Roten aufgrund einer Tätlichkeit von Anes Klicic selbst und mussten daraufhin den Rest der Begegnung in Unterzahl agieren (13.). Allerdings konnten die Gäste aus ihrem numerischen Vorteil vorerst kein Kapital schlagen. Ganz im Gegenteil: Je länger die Partie lief, umso selbstbewusster trat der VfR auf. Die erste Duftmarke gab Marc-David Thau ab, der sich ein Herz nahm und aus ca. 30 Metern aufs Tor hämmerte. Der Mutschelbacher Torhüter Dominic Bleich war jedoch zur Stelle und klärte das Leder auf Kosten einer Ecke (19.). In den darauffolgenden Minuten agierte der Gastgeber weiterhin sehr geschickt.

Die Rasenspieler waren defensiv gut sortiert, ließen keine größeren Torchancen der wahrscheinlich stärksten Offensivreihe dieser Spielklasse zu, gewannen viele wichtige Zweikämpfe und tasteten sich peu à peu an das gegnerische Gehäuse heran, ohne dabei die Absicherung nach hinten aus den Augen zu verlieren. Gleichzeitig verstanden es aber auch die Karlsbader, eine kompakte Abwehrreihe aufzustellen. So war es zwar eine hochintensive und packende erste Halbzeit, die ganz großen Torchancen blieben aber aus.
Vor dem Pausentee hatten beide Teams noch jeweils eine passable Gelegenheit, die Führung zu erzielen. Doch Mutschelbach ließ im VfR-Strafraum gute Einschussmöglichkeiten liegen und zögerte so lange mit dem Abschluss, bis Thau energisch aber fair dazwischen ging und den Ball eroberte (39.). Auf der anderen Seite tankte sich Ayhan Akdemir über den linken Flügel durch und schlug eine Flanke in den gegnerischen Strafraum auf Maurice Mayer, allerdings brachte dieser das Leder nicht unter seine Kontrolle.

Auch im zweiten Durchgang war es eine Begegnung, die auf Augenhöhe stattfand. Doch nach knapp 60 Minuten fiel es dann doch, das Führungstor des ATSV Mutschelbach. Die Gäste kombinierten sich in den Sechzehner des VfR und zogen mit einem strammen Schuss auf den Kasten von Marcel Lentz ab. Dieser schaffte es zwar, das Leder weg zu fausten, allerdings landete dieses direkt vor den Füßen des eingewechselten Samir Frank, der nur noch einschieben musste (58.). Die Gästeführung änderte am Spielgeschehen jedoch äußerst wenig, denn die Partie fand trotz 10 gegen 11 weiterhin auf Augenhöhe statt. Keine fünf Minuten nach dem Rückstand chippte Yannick Krämer den Ball in den Strafraum. Der mittlerweile im Sturm spielende Thau legte das Leder auf Maurice Mayer ab, dessen Abschluss jedoch nicht die notwendige Präzision aufwies.

Kurz darauf ging einmal mehr ein Raunen durch das Stadion. Grund hierfür war Ugo-Mario Nobile, der wieder einen seiner berüchtigten langen Einwürfe durchführte. Besonders auf Höhe des gegnerischen Strafraumes sind diese eine wahre Pracht, da sie dieselbe Wirkung entfalten können wie präzise Freistöße. Beinahe wäre aufgrund solch eines Einwurfs auch der Ausgleich gefallen, doch Koeps darauffolgender Kopfball landete neben dem Tor (65.). 20 Minuten vor Ende der Begegnung folgte dann der vermeintliche K.O. Kleinert setzt sich stark im eins gegen eins durch und brachte von der halbrechten Position den Ball in die Gefahrenzone, wo Jan Malsam im Getümmel seine Vollstrecker-qualitäten bewies und zum 0:2 einstocherte (70.).

Doch auch nach diesem Nackenschlag ließen die Rasenspieler den Kopf nicht hängen. Der VfR versuchte sofort zu antworten und hatte auch prompt die Chance zum Anschlusstreffer. Thau nahm eine Hereingabe von Krämer direkt an, hämmerte das Leder jedoch volley über den Kasten (74.). Die Blau-Weiß-Roten hielten den Druck aufrecht und belohnten sich mit dem Anschlusstreffer. Der stetige Unruheherd Thau schlug vom rechten Flügel eine hohe Flanke auf den im Strafraum ungedeckt stehenden Benedikt Koep, der via Kopfball zum 1:2 verkürzte (78.). Der Ausgleich sollte jedoch nicht mehr fallen. Mutschelbach verstand es, die Führung über die Runden zu retten und ließ dementsprechend keine größeren Torchancen des VfR mehr zu. Die beste Gelegenheit zum 2:2 hatte Thau, der eine lange Hereingabe im Mutschelbacher Sechzehner zu fassen bekam und versuchte, das Leder ins Tor zu lupfen, allerdings war sein Abschluss ein wenig zu hoch angesetzt (94.).

„Mit der frühen roten Karte hatten wir einen suboptimalen Start in die Partie. Nichtsdestotrotz hat sich die Mannschaft nicht hängen lassen, sondern immer dagegengehalten. Mit 10 Mann haben wir ordentlich gespielt und in der zweiten Halbzeit sogar die besseren Chancen gehabt. Dennoch stehen wir jetzt mit leeren Händen da“, so das Resümee von Cheftrainer Andreas Backmann.

VfR Mannheim – ATSV Mutschelbach 1:2 (0:0)
VfR: Lentz- Akdemir, Herchenhan, P. Haag, Klicic, Nobile, Grimm (23. Krämer), Mayer (84. Tewelde), Thau, Ilhan (56. Biedenbach), Koep
Mutschelbach: Bleich- Henk, Blitzer (84. Muselewski), Heers, Kramer, Jonas Malsam, Weizel, Kleinert, Leiss (31. Frank), Stoll (83. Schnürer), Jan Malsam (93. Preine)
Tore: 0:1 Frank (58.), 0:2 Malsam (70.), 1:2 Koep (78.); Schiedsrichter: Dominik Genthner; Zuschauer: 360

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