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Viktoria Köln – SV Waldhof 1:2

(Foto: PIX/M.Ruffler) Der zur 2. Halbzeit eingewechselte Garcia trifft zum 1:1-Ausgleich
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Waldhof bleibt ungeschlagen und bringt 3 Punkte aus Köln mit
(GM) Der SV Waldhof schloss seine Serie von Auswärtsspielen mit einem Sieg. Mit 2:1 gewannen die Mannheimer bei Viktoria Köln und bleiben damit im Jahr 2021 weiter ungeschlagen. Nach eher durchwachsener erster Halbzeit, in der die Mannschaft von Patrick Glöckner kurz vor dem Pausenpfiff in Rückstand geriet, drehten die Buwe im zweiten Durchgang die Partie durch zwei sehenswerte Treffer von Garcia und Donker und brachten den knappen Vorsprung dann routiniert – und kurz vor Abpfiff auch mit etwas Glück – über die Zeit.

Wie zu erwarten war, startet Viktoria Köln druckvoll in die Partie, so, als wollten die Rheinländer die Ergebnisse und die Torflaute der letzten Wochen vergessen machen. Bereits in der 2. Minute prüft Bunjaku den Waldhöfer Torhüter, doch Timo Königsmann ist sofort voll da. Fünf Minuten später kommt Wunderlich im Strafraum zum Schuss, der aber abgeblockt wird. Wenig später ist es erneut Wunderlich, der diesmal aus der Distanz schießt, Seegert bekommt den Ball unglücklich an die Hand und sieht dafür die Gelbe Karte (9.). Der Waldhof versucht sich vom Kölner Druck zu befreien, was aber von den Gastgeren – oft mit rustikalen Mitteln – unterbunden wird, wodurch auch Lorch, nach Foul an Schuster (14.), und Klefisch, der Gouaida von den Beinen holt (17), früh die Gelbe Karte gezeigt bekommen.

In der 24. Minute zeigt sich endlich auch einmal der SV Waldhof vor dem Kölner Tor, doch die Hereingabe von Gottschling wird von Klefisch zum Eckball geklärt. Doch bis auf einen Schuss von Saghiri, der in der 41. Minute über das Kölner Tor geht, dominieren die Gastgeber, ohne jedoch große Torgefahr auszustrahlen. Beispielsweise bei einem weiteren Versuch von Wunderlich, der bei einem Nachschuss nur einen Kullerball produzierte. (33.). Praktisch aus dem Nichts geht die Viktoria kurz vor dem Pausenpfiff doch noch in Führung. Koronkiewicz hatte sich gegen die hoch aufgerückte Waldhöfer Platz zum Flanken verschafft, und am langen Pfosten Handle gefunden, der ohne große Mühe zum 1:0 einnetzen kann (45.+1). Eine kalte Dusche für den SV Waldhof, unmittelbar vor dem Pausengang.

Beide Trainer beginnen den zweiten Spielabschnitt mit frischem Personal. Pavel Dotchev nimmt einen Doppelwechsel vor und bringt Fritz für Lorsch und Klingenburg für Klefisch. Patrick Glöckner wechselt Garcia für Kwadwo ein und bewies damit das berühmte „Goldene Händchen“; nach einer klasse Flanke von Costly, besorgt Garcia in der 48. Minute aus kurzer Distanz, mit einer Volley-Abnahme den 1:1-Ausgleich.

Der Waldhof ist jetzt deutlich besser in der Partie und der gut aufgelegte Costly hätte wenig später fast nachgelegt, als er Fritz im Laufduelle „abkocht“, dann aber mit seinem Schuss nur das Außennetz trifft (53.). Kurz danach kommt Costly erneut zum Abschluss, aber Kölns Torhüter Mielitz kann parieren (57.). Dann kann Saghiri kurz vor dem Kölner Strafraum von Fritz nur durch ein Foulspiel gebremst werden – Freistoß für den SVW aus aussichtsreicher Position und die Gelbe Karte für den Kölner. Gouaida legt sich den Ball zurecht, drischt ihn aber weit über das Tor. Ärgerlich. Das sieht offenbar auch Patrick Glöckner so, der Gouaida gleich darauf auswechselt und Boyamba bringt. Das kurze Wortgefecht, das sich Glöckner und der Ausgewechselte am Spielfeldrand liefern, entscheidet der Coach klar für sich.

In der 69. Minute spielt sich Köln kurzzeitig vor dem Waldhöfer Strafraum fest und es dauert eine Weile, bis der Ball aus der Gefahrenzone befördert werden kann. Beim Gegenzug wird Boyamba gefoult, aber Donkor schnappt sich den Ball, spielt einen klasse Doppelpass mit Martinovic und schiebt dann überlegt, mit links, zum 1:2 ein – der Waldhof hat das Spiel gedreht.
Köln wirkt geschockt und bei Fritz entlädt sich der Frust durch ein gelbwürdiges Foul an Boyamba, doch Schiedsrichter Robin Braun belässt es bei einer ernsthaften Ermahnung, da der Kölner bereits gelb-verwarnt war (73.). Für den Waldhof eröffnen sich nun Konterchancen, die aber nicht gut zu Ende gespielt werden. In der 78. Minute eilt Mielitz weit aus seinem Tor, um einen langen Ball aus der Waldhöfer Abwehr zu klären, aber genau vor die Füße von Garcia, der sofort schießt, allerdings am Tor vorbei. Nur zwei Minuten später setzt Costly wieder einmal Saghiri ein, dessen Schuss wird aber zur Ecke abgefälscht. Die ergibt dann gleich die nächste Waldhöfer Chance, durch einen Kopfball von Martinovic, den Mielitz aber entschärfen kann. Der Kölner Gegenzug wird abgefangen und fünf Waldhöfer sehen sich drei Kölnern gegenüber, lassen die Chance zur vorzeitigen Entscheidung aber ungenutzt (81.).

So bleibt es spannend, zumal Köln jetzt alles nach vorn wirft. Patrick Glöckner nimmt Martinovic runter und bringt für die letzten Minuten Jan Just, um die Abwehr zu stärken. In der Nachspielzeit kommt auch noch Hofrath für Costly, der an diesem Tag ein klasse Spiel gemacht hat. Und die Nachspielzeit hat noch einen Aufreger parat. Der eingewechselte Risse kommt Sekunden vor Abpfiff doch noch einmal frei zum Schuss, aber Marcel Seegert ist zur Stelle und fälscht den Ball zur Ecke ab, die aber nichts einbringt – dann kommt der Schlusspfiff.

„In der ersten Halbzeit sind wir nicht gut ins Spiel gekommen“, darin waren sich Patrick Glöckner und Siegtorschütze Anton Donkor nach dem Spiel einig. „Ich bin froh, dass die Einwechselung von Rafael Garcia so schnell gegriffen hat“, so Glöckner weiter, der aufgrund der Steigerung in der zweiten Halbzeit den Sieg seiner Mannschaft als verdient empfindet.
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Viktoria Köln – SV Waldhof Mannheim 1:2 1:0)
Köln: Mielitz - Rossmann, Hajrovic (75. Risse), Stellwagen, Koronkiewicz, Lorch (46. Fritz), Wunderlich, Cueto, Handle, Klefisch (46. Klingenburg), Bunjaku (66. Thiele)
Waldhof: Königsmann - Gottschling, Gohlke, Seegert, Donkor, Schuster, Saghiri, Kwadwo (46. Garcia), Gouaida (66. Boyamba), Costly (92. Hofrath), Martinovic (84. Just)
Tore: 1:0 Handle (45.), 1:1 Garcia (48.), 1:2 Donkor (71.); Schiedsrichter: Robin Braun, Wuppertal

 

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