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SV Waldhof – SV Wehen Wiesbaden 0:1

(Foto: PIX/M.Ruffler) Die Entscheidung in der 89. Minute - Nilsson (Nr.29) trifft zum 0:1.
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Zweites Heimspiel in Folge – zweite Niederlage. Der SV Waldhof verliert auch gegen Wehen Wiesbaden.
(GM) Nach einem über weite Strecken wenig berauschenden Spiel unterlag der SV Waldhof dem SV Wehen Wiesbaden mit 0:1. Als sich wohl beide Teams bereits mit einem torlosen Unentschieden abgefunden hatten, traf Nilsson wenige Minuten vor dem Ende der Partie mit 0:1 und bestrafte damit die Blau-Schwarzen, die einfach nichts aus ihren Möglichkeiten machen konnten. Was wäre gewesen wenn …? Diese Frage muss sich auch Marcel Costly stellen, der bereits nach noch nicht einmal einer Minute das 1:0 auf dem Fuß hatte.

Martinovic hatte an der linken Außenlinie Mockenhaupt düpiert, dann nach innen gegeben zu Jastrzembski und der hatte halbrechts raus gelegt, auf Costly, der frei vor Wehen Wiesbadens Torhüter Boss zum Schuss kam, aber den Gäste-Keeper nicht überwinden konnte. Es wäre ein idealer Auftakt gewesen. Wenig später steckt Costly für Martinovic durch, doch das Zuspiel war etwas zu lang – Boss ist draußen und schnappt sich den Ball. Die erste Möglichkeit für die Gäste hat Malone, dessen Kopfball Timo Königsmann aber keine Probleme bereiter (6.).

Die nächste gute Chance für Waldhof hat erneut Costly, der, bedient von Martinovic, zum Abschluss kommt, aber Boss kann den Ball noch zur Ecke abfälschen (15.). Den anschließenden Eckball köpft Marcel Seegert auf das Tor von Boss, der den Ball erst im Nachfassen unter Kontrolle bringt. Der Waldhof hat mehr vom Spiel, sucht manchmal aber zu wenig den Weg nach vorn und verdirbt sich manchen Angriff selbst, durch ein ungenaues Zuspiel. Etwa zur Mitte der ersten Halbzeit hat der SVWW eine kurze Druckphase und spielt sich ein paar Minuten in der Waldhöfer Hälfte fest, kann sich aber keine nennenswerte Chance herausspielen. Bei den Gastgebern läuft viel über die linke Seite; so auch in der 32. Minute als sich Jastrzembski durchsetzt, aber sein Zuspiel in die Mitte ist dann zu ungenau.

Auch in der 39. Minute kommt der Waldhof über links – erneut mit Jastrzembski – dessen Flanke aber zur Ecke abgewehrt werden kann. Nur eine Minute später legt der Pole für Martinovic auf, der seinen Schuss aber völlig verzieht. In der 45. Minute hat Jastrzembski selbst die Möglichkeit zum Abschluss, aber Boss kann per Fußabwehr klären. Im direkten Gegenzug wird Tietz von Seegert umgerissen, der daraufhin die Gelbe Karte sieht.

Zur zweiten Halbzeit kommt bei Wiesbaden Brumme für Malone ins Spiel und die Gäste beginnen den zweiten Spielabschnitt stark. In der 46. Minute kommt Kempe zum Schuss, Costly blockt zur Ecke ab, die gleich wieder Gefahr bringt, bis geklärt werden kann. Fünf Minuten später haben die Wiesbadener Spieler fast schon den Torschrei auf den Lippen, als Chato, nach Vorarbeit von Ajani und Kempe, aus kurzer Distanz zum Kopfball kommt; aber die linke Faust von Königsmann schießt heraus und bugsiert den Ball über den Querbalken – ein sensationeller Reflex (51).

Das Spiel wird nun langsam härter, aber nicht besser. Innerhalb von acht Minuten zückt Schiedsrichter Tobias Schultes fünfmal die Gelbe Karte, dreimal für den SV Waldhof (Gottschling und Schuster, beide 54. und Hofrath 62.) und zweimal für den SVWW (Medic 58. und Tietz 62.). rt und i ab. Medic hat Glück, dass er bei seiner zweiten gelb-würdigen Aktion, gegen Christiansen, nur drei Minuten später, mit einer letzten Ermahnung davonkommt. In der 67. Minute kommt bei Wiesbaden Hollerbach neu für Lankford in die Begegnung. Durch die vielen Unterbrechungen kommt kein richtiger Spielfluss zustande, das ohnehin nicht sonderlich attraktive Spiel wird zusehend unansehnlicher, nicht zuletzt auch durch zahlreiche Fehlabspiele auf beiden Seiten. Und weiterhin geht der Waldhof fahrlässig mit seinen Möglichkeiten um.

Beim Schuss von Schuster (70.) parierte Boss gut, aber nur eine Minute später behindern sich nach der Hereingabe von Costly, Christiansen und Jastrzembski gegenseitig. Doch auch Wiesbaden kommt noch zu Chancen; über Umwege kommt ein Zuspiel von Brumme zu Tietz, der aus zehn Metern zum Schuss kommt. Die Waldhöfer Abwehr kann mit vereinten Kräften gerade noch klären (78.). Kurz darauf kommt Gouaida neu ins Spiel, Saghiri hat Feierabend (80.). Gleich darauf kommt auch noch Jurcher für Martinovic (85). Auf Wiesbadener Seite geht Kempe und der alte Bekannte, Gianluca Korte läuft auf – zwei Minuten vor Abpfiff. Zu diesem Zeitpunkt deutet alles auf ein torloses Remis hin, doch dann gibt es Einwurf für Wiesbaden. Ajani wirft weit ein, bis in den Waldhöfer Strafraum, vorbei an Freund und Feind, ehe der durchgelaufene Nilsson völlig frei vor Königsmann auftaucht und den Ball mühelos zum 0:1 unter die Latte drischt (89.).

Schock für die Waldhöfer, Riesenjubel bei Wiesbaden. Für die Nachspielzeit bringt Patrick Glöckner dann noch Verlaat für Hofrath, ein Wechsel der etwas verwundert, aber auch keine Bedeutung mehr hat. Wiesbaden schaukelt den Sieg nach Hause. Bitter Februar-Bilanz für den SV Waldhof – zwei Spiele, zwei Niederlagen.

SV Waldhof Mannheim – SV Wehen Wiesbaden 0:1 (0:0)
Waldhof: Königsmann - Gottschling, Gohlke, Seegert, Hofrath (90. Verlaat), Saghiri (80. Gouaida), Schuster, Costly, Christiansen, Jastrzembski. Martinovic (85. Jurcher)
Wehen Wiesbaden: Boss - Ajani, Mockenhaupt, Gürleyen, Kempe (88. Korte), Medic, Chato, Lankford (68. Hollerbach), Nilsson, Tietz, Malone (46. Brumme)
Tor: 0:1 Nilsson (89.); Schiedsrichter: Tobias Schultes, Betzigau

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