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SC Paderborn – SV Sandhausen 2:1

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Knappe Niederlage des SV Sandhausen in Paderborn
Der SV Sandhausen unterliegt im ersten Spiel mit dem Interims-Trainerduo Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits beim SC Paderborn mit 1:2 (1:1). Eine Führung reicht dabei nicht, um letztlich etwas Zählbares mit an den Hardtwald zu nehmen.

Zwei Änderungen in der ersten Elf
Im Vergleich zur Partie gegen den Karlsruher SC sind beim SVS in Paderborn Denis Linsmayer und Gerrit Nauber von Beginn an mit dabei. Sie ersetzen Ivan Paurevic und Patrick Schmidt.

SVS agiert im 3-5-2-System
Taktisch kehrt der SVS zurück zu einem 3-5-2-System, in dem Gerrit Nauber, Nils Röseler und Aleksandr Zhirov die Abwehrreihe bilden. Auf den Außenpositionen kommen Diego Contento links und Dennis Diekmeier rechts zum Einsatz. Im defensiven Mittelfeld spielt Janik Bachmann, vor ihm verdichten Denis Linsmayer und Besar Halimi das Zentrum. Als Doppelspitze laufen Alexander Esswein und Kevin Behrens auf.

Sandhäuser zu Beginn offensiv aktiv
Der SVS schafft es zu Beginn des Spiels, den SC Paderborn permanent zu beschäftigen. Die Partie spielt sich in der Anfangsphase hauptsächlich in der Hälfte der Ostwestfalen ab. Zwar hat der SCP in der achten Minute die erste Chance – nach langem Pass zieht Führich im SVS-Strafraum ab, setzt den Ball jedoch rechts neben Kasten –, danach setzt jedoch zunächst der SVS offensiv die Akzente und erarbeitet sich unter anderem mehrere Freistöße und Einwurf in Nähe des gegnerischen Tores.

Halimi trifft zum 1:0
Aus einer dieser Situationen entspringt in der 15. Minute der Führungstreffer für den SVS. Nach einem Einwurf von Nauber kann der SCP nicht ausreichend klären. Röseler leitet den Ball per Kopf weiter aus dem Strafraum heraus auf Halimi, der per Direktabnahme draufhält und sehenswert zum 1:0 für die Kurpfälzer in die rechte Ecke trifft.

Ausgleich nahezu aus dem Nichts
Auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs erarbeitet sich der SVS einige aussichtsreiche Situationen am Sechszehnmeterraum der Gastgeber, es fehlt jedoch zumeist der letzte Durchschlag, sodass die Paderborner meistens klären können. Mehr oder weniger aus dem Nichts fällt dann in der 37. Minute der Ausgleich für die Paderborner: Nach einem langen Schlag aus der eigenen Hälfte behauptet Srbeny im SVS-Strafraum den Ball, zieht ab und befördert die Kugel unhaltbar für Torhüter Stefanos Kapino zum 1:1 in die linke Ecke.

Halimi mit einer weiteren Gelegenheit
Der SVS hat im Anschluss noch zweite gute Gelegenheit. Bei einem Konter treibt Halimi den Ball über die rechte Seite nach vorne, zieht kurz vor dem Strafraum nach innen und schließt ab. Der Ball geht jedoch über den Kasten. Kurz darauf geht es mit dem 1:1 zur Halbzeitpause in die Kabine.

Paderborner erhöhen eiskalt auf 2:1
Im zweiten Durchgang bleibt der SVS zunächst das auffälligere Team, es fehlen allerdings die zwingenden Torgelegenheiten. Die Abschlüsse von Contento (55.), Linsmayer (57.) und Bachmann (58.) werden geblockt oder sind zu ungenau. Auf der Gegenseite muss Kapino in der 62. Minute aus seinem Tor eilen und gegen Antwi-Adjei klären. In der 74. Minute gehen die Paderborner dann mit ihrer zweiten richtigen Gelegenheit der Partie in Führung. Antwi-Adjei kommt auf der rechten Seite frei an den Ball und schickt ihn mit einem strammen Schuss in den linken Winkel.

Alles auf eine Karte in der Schlussphase, doch es bleibt beim 1:2
Direkt im Anschluss an den zweiten Gegentreffer wechselt der SVS erstmals aus. Für Esswein kommt Schmitt ins Spiel. Kulovits und Kleppinger bringen danach auch noch Daniel Keita-Ruel und Alexander Rossipal sowie in den Schlussminuten Ivan Paurevic und Tim Kister in die Partie. In der Schlussphase wirft der SVS alles nach vorne, um noch zum Ausgleich zu kommen. Es bleibt aber dabei: Im Torabschluss fehlt weiterhin die letzte Präzision. Die beste Gelegenheit vergibt der eingewechselte Schmidt nach Kopfballverlängerung von Kister, der mit seiner Direktabnahme an einem Paderborner hängen bleibt (90.+1). Somit bleibt es bei der knappen Niederlage gegen kaltschnäuzige Ostwestfalen.

Weiter geht’s für den SVS am Sonntag, den 28 Februar, mit der Partie gegen den VfL Osnabrück. Das Spiel im BWT-Stadion am Hardtwald wird dann um 13:30 Uhr angepfiffen.

SC Paderborn – SV Sandhausen 2:1 (1:1)
Paderborn: Zingerle – Ananou (46. Dörfler), Hünemeier, Schonlau, Collins – Schallenberg – Thalhammer (59. Michel), Ingelsson (46. Vasiliadis) – Führich (83. Pröger), Srbeny (70. Owusu), Antwi-Adjej.
Sandhausen: Kapino – Nauber, Röseler, Zhirov – Diekmeier, Bachmann (88. Kister), Contento (78. Rossipal) – Halimi (78. Keita-Ruel), Linsmayer (88. Paurevic) – Esswein (74. Schmidt), Behrens.
Tore: 0:1 Halimi (15.), 1:1 Srbeny (37.), 2:1 Antwi-Adjei (74.).

Die Stimmen zum Spiel:
Jürgen Machmeier: Wir hätten uns heute mindestens ein Unentschieden verdient gehabt. Ich habe heute viele Dinge gesehen, die den SV Sandhausen in der Vergangenheit ausgezeichnet haben, insbesondere in der ersten Halbzeit. Aber auch in der zweiten Hälfte sind wir immer wieder gekommen und haben viel Energie in die Partie gelegt. Es war ein positiver Auftritt. Deswegen haben wir uns auch dazu entschieden, dass Stefan Kulovits und Gerhard Kleppinger die Mannschaft auch in der kommenden Woche betreuen und auf das Spiel gegen Osnabrück vorbereiten werden. Wir haben bisher noch mit keinem anderen Kandidaten gesprochen und werden das auch in der kommenden Woche nicht tun. Die Mannschaft glaubt an „Kulo“ und „Kleppo“, das ist heute eine wichtige Erkenntnis. Beide haben heute viele Dinge richtig gemacht und es sich verdient, die Mannschaft auch in der kommenden Woche zu trainieren.

Mikayil Kabaca: So wie wir heute gespielt haben, muss man im Abstiegskampf auftreten. Es ist natürlich sehr schade, dass wir nichts Zählbares mit nach Hause nehmen können, die Mannschaft hat jedoch gezeigt, dass sie sich mit dem Trainerduo in jeden Ball wirft und alles raushaut. Leider war das Spiel wieder ein Spiegelbild, wir gehen in Führung und geben das Spiel dann aus der Hand. Wir haben dennoch ein ordentliches Spiel gezeigt.

Gerhard Kleppinger: Natürlich ist unser Team sehr geknickt nach der Niederlage, ich denke aber, dass wir ein ordentliches Spiel gezeigt haben. Wir wollten den Gegner hoch anlaufen, das Pressing der Paderborner überspielen und auf diese Weise sowie mit einer ordentlichen Zweikampfführung zu Torchancen kommen. Das ist uns über weite Strecken des Spiels gelungen. Leider haben wir beim zweiten Gegentor nicht aktiv genug verteidigt. Wir haben aber heute zu keiner Zeit aufgesteckt. Das muss auch weiterhin unser Weg sein. Ich bin davon überzeugt, dass wir in den restlichen Spielen die nötigen Punkte holen werden.

Dennis Diekmeier: Wir bekommen zwei total blöde Gegentore, machen ansonsten aber ein gutes Spiel. Es ist trotz der Niederlage eine Aufbruchsstimmung zu spüren. An diese positive Energie müssen wir in der kommenden Woche anknüpfen. Wenn wir weiter so auftreten, bin ich für die kommenden Wochen positiv gestimmt.

Besar Halimi: Ich bin froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte, in Führung zu gehen, die Enttäuschung überwiegt aber natürlich. Leider war das Glück heute nicht auf unserer Seite, unsere Leistung war jedoch ordentlich. Jetzt kommen die entscheidenden Wochen. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Wende schaffen werden.

SV Sandhausen 1916 e.V.

 

 

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