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SV Waldhof – Türkgücü München 3:0

(Foto: PIX/M.Ruffler) Torschützen unter sich, v.l., Lebeau, Boyamba (verdeckt) und Martinovic feiern das 2:0
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Waldhof belohnt sich erst in der zweiten Halbzeit für ein gutes Spiel – Martinovic leitet den Sieg ein

(GM) Mit einem klaren, und am Ende auch ungefährdeten, 3:0 gewann der SV Waldhof gegen Türkgücü München und kletterte damit - vorerst – auf Tabellenplatz 4, punktgleich mit Borussia Dortmund II, die aber erst am Sonntag spielen.

Wie bereits bedürchtet, konnte Waldhof-Trainer Patrick Glöckner nicht auf das angeschlagene Trio, Donkor, Costly und Saghiri zurückgreifen. Während seine beiden Kollegen noch nicht einmal im Kader standen, konnte Anton Donkor wenigstens auf der Bank Platz nehmen, dafür standen Russo, Rossipal und Sommer in der Startformation.

Der SV Waldhof versucht vom Anpfiff weg nach vorne zu spielen, trifft aber auf zunächst gut eingestellte Münchener, die in der Abwehr stabil stehen. Die Mannschaft von Patrick Glöckner tut sich schwer, in den Strafraum der Gäste zu kommen, die prompt auch die erste Möglichkeit der Partie haben. Nachdem in der 7. Minute ein Freistoß von Türkgücü geklärt werden konnte, bleiben die Münchener in Ballbesitz und kommen durch Kuhn zu einem gefährlichen Abschluss, den Timo Königsmann aber klasse zum Eckball abwehrt (8.).

Danach spielt sich eine Weile das Geschehen weitgehend zwischen den Strafräumen ab, geprägt von vielen Zweikämpfen. In der 15. Minute dann die erste gute Gelegenheit für den Waldhof: Sommer schickt auf der rechten Seite Lebeau auf die Reise, der flankt halbhoch in die Mitte auf Martinovic, der muss den Ball direkt nehmen und schießt knapp über den Querbalken. Wenig später lag das 1:0 förmlich in der Luft. Diesmal flankte Sommer von der rechten Seite, Martinovic kommt zwar nicht ran, aber am langen Pfosten lauert Schnatterer, der von Kuhn hart bedrängt, zwar den Ball noch aufs Tor bringt, aber Türkgücü-Torhüter Vollath damit nicht überwinden kann. Nach dieser Aktion bleibt Schnatterer verletzt liegen und muss behandelt werden. Mit einem Verband an der linken Hand geht es für den Routinier weiter.

Der SV Waldhof ist nun deutlich besser im Spiel. Nach einer halben Stunde häufen sich die Chancen, aber weder Martinovic, nach Vorarbeit von Höger (34.), noch Rossipal, nach Eckball von Schnatterer (38.), können ihre Möglichkeiten in Tore ummünzen. Von Türkgücü kommt in dieser Phase des Spiels offensiv fast gar nichts mehr. Die Gäste sehnen den Pausenpfiff mehr herbei als die Hausherren und nehmen das 0:0 schließlich mit in die Pause.

Nach Wiederbeginn ist es auch wieder der SV Waldhof, der sofort Akzente setzt. In der 46. Minute zieht Schnatterer von der Strafraumgrenze ab, aber die Gäste-Abwehr wirft sich mit allem dazwischen, das zur Verfügung steht – Eckball. Der Waldhof drückt weiter, während es Türkgücü in der Offensive fast nur mit Schüssen aus der zweiten Reihe versucht, die aber allesamt eine sichere Beute von Timo Königsmann werden.

Das Spiel wird jetzt härter und Rieder, nach Foul an Lebeau (56.) und Türpitz, der Boyamba zu heftig attackiert (61.), holen sich innerhalb von fünf Minuten Gelbe Karten ab. Den Freistoß, nach dem Foul an Boyamba, schlägt Schnatterer in den Türkgücü-Strafraum, findet Seegert, der volley abzieht, den Ball auch optimal trifft, aber Vollath, mit einer Glanzparade, lenkt das Geschoss gerade noch über die Latte (ebenfalls 61.).

Dann versuchen die Gäste mit einem Doppelwechsel für Entlastung zu sorgen; für Türpitz kommt Knöll und Hottmann macht für Mickels Platz (64.). Vier Minuten später gelingt dem Waldhof dann endlich die längst verdiente Führung. Nach einem Eckball von Schnatterer kann der gerade eingewechselte Knöll nicht entscheidend klären, Martinovic nimmt den Abpraller mit vollem Risiko und nagelt den Ball, der von Knöll auch noch abgefälscht wird, zum 1:0 ins Netz (68.). Endlich war der Bann gebrochen.

Türkgücü versucht sich zwar – jedoch wenig druckvoll – gegen die drohende Niederlage zu stemmen, und bringt in der 70. Minute noch Irving für Römling, doch nur vier Minuten später ist die Partie entschieden. Martinovic erläuft einen weiten Pass von Sommer, steht allein vor Vollath, legt aber uneigennützig in die Mitte zum mitgelaufenen Boyamba, der den Ball nur noch im leeren Tor unterbringen muss – 2:0 in der 74. Spielminute. Jetzt passt alles zusammen, tolles Wetter, Riesenstimmung im Carl-Benz-Stadion und den Sieg vor Augen.

Kurz darauf darf Boyamba raus und Neuzugang Baris Ekincier wird eingewechselt (78.). Eine Minute später wechselt Türkgücü noch einmal doppelt; Sliskovic kommt für Vrenezi und Tosun für Gorzel, aber der Waldhof hat längst alles im Griff und auch weitere Chancen. In der 82. Minute verlängert Verlaat einen Einwurf per Kopf auf Martinovic, doch dessen Direktabnahme zischt über das Tor.

Dann geht auf Waldhöfer Seite Höger vom Platz und Wagner kommt neu in die Partie (83.). Und zwei Minuten vor dem regulären Ende des Spiels ersetzt Roczen den Torschützen und Vorlagengeber, Martinovic. Es gibt drei Minuten Nachspielzeit und die nutzt der SV Waldhof zum 3:0. Einen Schuss aus der Distanz, von Rossipal, kann Vollath nur nach der Seite abklatschen, genau vor die Füße von Lebeau, der sich den Ball zurechtlegt und cool zum 3:0 einschiebt (90.+2). Es ist sein erstes Tor für den SV Waldhof und der Franzose feiert es entsprechend ausgelassen.

Das Ergebnis geht auch in der Höhe vollkommen in Ordnung und der verdiente Sieg sollte dem SV Waldhof das nötige Selbstvertrauen geben, um am kommenden Sonntag auch vom Betzenberg etwas Zählbares mitzunehmen.

SV Waldhof Mannheim – Türkgücü München 3:0 (0:0)
Waldhof: Königsmann - Sommer, Verlaat, Seegert, Rossipal, Höger (83. Wagner), Russo, Boyamba (78. Ekincier), Lebeau, Schnatterer, Martinovic (88. Roczen)
Türkgücü: Vollath - Kuhn, Kusic, Mavraj, Römling (70. Irving), Rieder, Gorzel (79. Tosun), Sararer, Türpitz (64. Knöll), Vrenezi (79. Sliskovic), Hottmann (64. Mickels)
Tore: 1:0 Martinovic (68.), 2:0 Boyamba (74.), 3:0 Lebeau (90.+2); Schiedsrichter: Timo Gerach; Zuschauer: 7.792

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