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SV Sandhausen – Fortuna Düsseldorf 0:2

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SVS-Niederlage zum Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf
Der SV Sandhausen zeigt am ersten Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf eine couragierte Leistung, lässt seine Chancen jedoch liegen und muss sich am Ende mit einer 0:2 (0:0)-Niederlage abfinden.

SVS beginnt im 3-4-2-1-System
Zum Saisonauftakt entscheiden sich die SVS-Trainer Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits für ein 3-4-2-1-System mit Pascal Testroet als einziger Spitze im Angriff. Ihn unterstützen im offensiven Mittelfeld Gianluca Gaudino und Cebio Soukou. Über die linke Seite kommt Chima Okoroji, die rechte Flanke beackert Bashkim Ajdini. Das defensive Mittelfeld bilden Erik Zenga und Janik Bachmann vor der Dreierabwehrkette (von rechts) Oumar Diakhite, Immanuel Höhn und Aleks Zhirov. Das Tor hütete die neue Nummer eins des SV Sandhausen, Patrick Drewes.

Von Beginn an im Spiel
Der SVS ist gegen die Fortuna von Beginn an gut drin im Spiel und verzeichnet auch den ersten Angriff, der Pass von Testroet in die Spitze auf Soukou fällt in der ersten Minute allerdings zu steil aus, Florian Kastenmeier fängt den Ball ab. Im Anschluss müssen die Kurpfälzer drei Eckbälle der Düsseldorfer überstehen, in der dritten Minute ist dabei Drewes nach einem Kopfball von Christoph Klarer gefordert, und pariert reaktionsschnell. Ab der zehnten Minute übernimmt der SVS die Initiative und ist bis zum Pausenpfiff das aktivere Team.

Szenenapplaus in der 21. Minute
In der neunten Minute schlägt Okorji einen genauen Ball von links auf den rechten Flügel, wo Ajdini direkt auf Testroet ablegt, der dann gefoult wird. Den folgenden Freistoß übernimmt Okorji, Kastenmeier entschärft den Flachschuss. Die Flügelspieler des SVS bleiben im weiteren Verlauf der ersten Hälfte ein belebendes Element und sorgen in der 21. Minute erstmals für Szenenapplaus: Über links sprinten Okoroji und Gaudino nach vorne und lassen den Ball laufen. Okoroji bringt das Spielgerät scharf von der Grundlinie ins Zentrum, dort klärt Kastenmeier auf den Fuß von Testroet, der das Tor letztlich verfehlt. Der Tempoangriff sorgt dennoch für Begeisterung auf den Rängen.

Höhn klärt gegen Peterson
Nach weiteren Abschlüssen von Testroet per Kopf nach einer Ajdini-Flanke (23.) und Zenga, der mit einem Distanzschuss eine Ecke erzwingt (25.) kommen auch die Düsseldorfer noch zu einer sehr guten Gelegenheit. In der 33. Minute kann Kristoffer Peterson im Strafraum frei abziehen, SVS-Verteidiger Höhn wirft sich jedoch noch rechtzeitig in die Schussbahn und bereinigt die Situation. Es folgt ein weiterer Angriff über links: Okoroji wird in der 36. Minute gefoult, flankt den anschließenden Freistoß ins Zentrum, dort trifft Testroet. Der Jubel verstummt allerdings schnell, weil Bachmann zuvor in Abseitsposition ins Spiel eingegriffen hatte.

Testroet trifft die Latte
Die letzte und zugleich beste SVS-Chance vor der Pause hat dann ebenfalls Testroet. Nach schnell ausgeführtem Freistoß zieht er auf der rechten Seite auf und nach innen, ein Schlenzer über Düsseldorfs Keeper Kastenmeier folgt, der Ball trifft die Latte, geht dann aber ins Toraus (43.). Es bleibt beim torlosen Remis nach 45 Minuten.

Keita-Ruel ersetzt Testroet nach der Pause
Zu Beginn des zweiten Durchgangs wechselt der SVS einmal, Testroet bleibt mit Achillessehnen-Problemen in der Kabine, Daniel Keita-Ruel ersetzt ihn im Angriff. Der SVS startet auch nach Wiederbeginn mit Schwung ins Spiel, ordentlichen Angriffen und Flanken in den Strafraum fehlt allerdings die letzte Präzision.

Hennings eiskalt – 0:2 aus SVS-Sicht nach 62 Minuten
Nach circa 50 Minuten gerät der SVS entscheidend ins Hintertreffen. Einen Flachschuss von Edgar Prib kann Bachmann noch mit zur Ecke klären (51.), ein Kopfball des eingewechselten Shipnoski geht am Tor vorbei (54.). In der 56. Minute landet der Ball nach einer Flanke von der rechten Seite über Umwege bei Rouwen Hennings, der die Kugel ansatzlos zum 0:1 aus SVS-Sicht in die rechte Ecke zirkelt. Kurz darauf kommt Diakhite im Strafraum zu spät gegen Appelkamp, Schiedsrichter Thorben Siewer zeigt auf den Punkt, und erneut Hennings legt aus elf Metern das Düsseldorfer 2:0 nach (62.).

Insgesamt fünf Wechsel
Der SVS muss sich danach erst mal sammeln, frisches Personal kommt zudem in die Partie. Anas Ouahim ersetzt Gaudino ab der 65. Minute, wenig später kommen Alexander Esswein und Carlo Sickinger für Höhn und Zenga ins Spiel. Die Schwarz-Weißen stellen zudem um auf ein 4-2-3-1-System um und bringen gegen Spielende auch noch Biada für Bachmann. Die Sandhäuser erhöhen den Druck wieder. Nach einer Ouahim-Flanke von der rechten Seite hat Bachmann per Kopf die große Chance, den Anschluss zu erzielen, bekommt aber nicht genug Druck hinter den Ball – Kastenmeier ist zur Stelle (77.). Danach passiert allerdings nicht mehr viel, und die effizientere Fortuna nimmt die drei Punkte mit nach Hause.

Für den SV Sandhausen geht es kommenden Samstag, den 31. Juli, am zweiten Spieltag mit der Partie beim SSV Jahn Regensburg weiter. Angepfiffen wird das Spiel um 13:30 Uhr.

SV Sandhausen – Fortuna Düsseldorf 0:2 (0:0)
Sandhausen: Drewes – Diakhite, Höhn (73. Esswein), Zhirov – Ajdini, Zenga (73. Sickinger), Bachmann (86. Biada), Okoroji – Soukou, Gaudino (65. Ouahim) – Testroet (46. Keita-Ruel).
Düsseldorf: Kastenmeier – Zimmermann, Klarer, Nedelcu (70. Bodzek), Koutris – Prib – Klaus (41. Shipnoski), Sobottka, Appelkamp, Peterson (78. Narey) – Hennings (78. Kownacki).
Tore: 0:1 Hennings (56.), 0:2 Hennings (62., Foulelfmeter); Schiedsrichter: Thorben Siewer, Schreibershof; Zuschauer: 3454 Zuschauer.

Die Stimmen zum Spiel:
Jürgen Machmeier: Mit der ersten Halbzeit können wir zufrieden sein. Wir haben gezeigt, wo wir hinwollen, haben eine richtig gute Leistung gezeigt, allerdings das Tor nicht getroffen. Die Auswechslung von Pascal Testroet hat die Balance etwas durcheinandergebracht. Wir waren weniger aggressiv als in der ersten Hälfte, haben die zweiten Bälle nicht mehr gewonnen. Wir müssen dennoch selbst das 1:0 machen, bekommen dann aber das 0:1, sind etwas geschockt und kassieren dann noch das 0:2. Davon haben wir uns nicht mehr erholt und haben dann nur noch lange Bälle gespielt. Das ist nicht das Spiel, das wir sehen wollen. So wie in der ersten Hälfte stellen wir uns die Leistung vor, da müssen sich die Spieler nun strecken, damit sie zwei Hälften dieser Art hinbekommen.

Volker Piegsa: Wir haben einen guten Auftakt gesehen, was die erste Hälfte betrifft. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, mit einer guten Spielanlage, und hatten kurz vor der Pause die große Chance, mit 1:0 in Führung zu gehen. In der zweiten Hälfte war Düsseldorf aggressiver und hat uns den Schneid abgekauft. Das hat uns nach dieser ersten Hälfte alle überrascht. Mit dem Doppelschlag zum 0:2 war die Moral weg. Mit Blick auf die zweite Hälfte war es dann ein verdienter Sieg für Fortuna Düsseldorf.

Mikayil Kabaca: Wir wussten, was auf uns zukommt. Ein starker Gegner mit wenigen Veränderungen in der Kaderstruktur. Nach der ersten Chance der Fortuna waren wir aber sehr gut im Spiel drin. Wir haben ansehnlichen Fußball gespielt und hatten den Gegner einigermaßen im Griff. Wir müssen auch im zweiten Durchgang in Führung gehen, leider verliert Daniel Keita-Ruel bei seiner Chance etwas die Orientierung. Danach kommen die zehn Minuten mit den beiden Gegentreffern, die das Spiel entschieden haben. Wir müssen diese Fehler in der kommenden Woche abstellen. Positiv war heute, dass wir direkt in der Partie drin waren.

Gerhard Kleppinger: Nach der ersten frühen Parade von Patrick Drewes waren wir gut im Spiel drin. Wir hatten eine gute Offensivauflösung, haben gut gegen den Ball gearbeitet, auch das Umschaltspiel hat funktioniert. Wir haben es verpasst, in Führung zu gehen. Auch nach der Pause können wir direkt zu guten Chancen kommen, verlieren dann aber den Faden. Beim 0:1 verlieren wir schon in der Entstehung den Ball. Wir sind dann erst mal nicht mehr richtig reingekommen, haben die zweiten Bälle nicht gewonnen wie etwa bei der Situation, die zum Elfmeter zum 0:2 führte. Wir haben dann umgestellt und hatten die Chance, zu verkürzen, das ist uns nicht mehr gelungen. Es war dennoch unser bisher bestes Spiel in dieser Zusammensetzung. Wir sind auf einem guten Weg. Wir hoffen, dass bei Pascal Testroet keine schlimmere Verletzung vorliegt, wir haben ihn mit Achillessehnenproblemen vom Feld geholt. Wir sind da aber guter Dinge.

Gianluca Gaudino: Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, konnten der Partie im zweiten Durchgang unseren Stempel aber nicht mehr so aufdrücken wie noch vor der Pause. Wir hatten uns vorgenommen, in der zweiten Hälfte genauso weiterzuspielen wie zuvor. Düsseldorf wurde aber etwas stärker, und mit dem ersten Gegentreffer waren wir leider etwas raus aus dem Spiel. Wir haben dennoch gezeigt, dass wir in dieser Saison mit der Mannschaft etwas erreichen wollen. Abgesehen vom Ergebnis, ist uns das heute gelungen.

SV Sandhausen 1916 e.V.

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