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SV Sandhausen – 1.FC Heidenheim 1:3

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Trotz Testroets Premierentreffer: SVS unterliegt dem 1. FC Heidenheim
Der SV Sandhausen verliert seine Partie am 7. Spieltag in der 2. Liga gegen den 1. FC Heidenheim mit 1:3 (0:2). Pascal Testroets Treffer zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer reicht dabei nicht für einen Punktgewinn.

Sechs Wechsel in der SVS-Startelf, Rehnen debütiert
Im Vergleich zur Partie in Hamburg verändern die SVS-Cheftrainer Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits die erste Elf gleich sechsmal – auch aufgrund von Verletzungen, krankheitsbedingten Ausfällen und Sperren. Neben Torhüter Patrick Drewes, der es mit seiner in Hamburg erlittenen Muskelverletzung nicht rechtzeitig geschafft hat, sind auch Bashkim Ajdini, Erik Zenga, Marcel Ritzmaier (Gelb-Rot-Sperre), Alexander Esswein (krankheitsbedingt) sowie Daniel Keita-Ruel nicht in der ersten Elf dabei. Es rücken Neuzugang Nikolai Rehnen, der im Tor sein SVS- und Zweitliga-Debüt gibt, sowie Kapitän Dennis Diekmeier, Christian Kinsombi, Carlo Sickinger, Cebio Soukou und Charlison Benschop ins Team!

SVS beginnt mit 4-3-3-Formation
Der SVS spielt in einem 4-3-3-System. Dabei verteidigen vor Torhüter Rehnen in der Viererabwehrkette von rechts Diekmeier, Immanuel Höhn, Aleksandr Zhirov und Chima Okoroji. Im defensiven Mittelfeld spielen Janik Bachmann und Arne Sicker vor Carlo Sickinger. Auf den Außenbahnen machen Christian Kinsombi und Cebio Soukou Tempo, zentral in der Spitze beginnt Charlison Benschop.

FCH geht nach 15 Minuten in Führung
Nach verhaltenem Start von beiden Teams in die Partie werden die Heidenheimer erstmals nach etwa einer Viertelstunde gefährlich. Nach einem Sandhäuser Ballverlust im Mittelfeld in der 14. Minute geht es schnell in Richtung SVS-Gehäuse, im Strafraum steht FCH-Torjäger Tim Kleindienst frei und schließt ab, Dennis Diekmeier kann allerdings zur Ecke klären. Die Standardsituation nutzen die Gäste dann zur Führung: Nach einer scharf in den Fünfmeterraum geschlagenen Flanke kann Rehnen, dem die Sicht verdeckt ist, den Ball zwar abwehren, am Fünfmeterraum allerdings hat Oliver Hüsing viel Raum, um den Ball anzunehmen und trocken in die rechte Ecke zu vollenden (15.).

SVS mit einigen Abschlüssen
Der SVS reagiert auf den Rückstand mit einigen Abschlüssen, es fehlt dabei jedoch stets die letzte Durchschlagskraft oder Präzision. Den ersten Abschluss verzeichnet Bachmann, dessen Schuss wird jedoch abgefälscht und stellt dann keine Gefahr dar (20.). Nach einem vielversprechenden Angriff über Sicker, Kinsombi und Bachmann gerät Soukou bei seinem Abschluss ins Straucheln (22.). Gefährlicher wird es in der 27. Minute, als Diekmeier mit seiner Flanke im Zentrum Bachmann findet, der den Ball per Kopf auf Benschop weiterleitet. Der Angreifer kommt im Fünfmeterraum zum Abschluss, schießt allerdings Keeper Müller an.

Diekmeier muss verletzt raus, die Gäste erhöhen
Für Kapitän Diekmeier ist das Spiel kurz darauf beendet, er muss verletzt vom Feld und wird Ajdini ersetzt (30.). Nach einer weiteren Chance für den SVS durch Sicker, dessen Versuch allerdings misslingt und im Toraus landet (32.), sind es die Heidenheimer, die einen Konter stringent ausspielen und auf 2:0 erhöhen. Am Ende trifft Kleindienst frei vor Schlussmann Rehnen (37.). Mit dem 0:2 aus SVS-Sicht geht kurz darauf auch in die Halbzeit.

Neuer Schwung führt zum Anschlusstreffer von Pascal Testroet
Den zweiten Durchgang beginnen die Sandhäuser mit neuem Schwung und drei Wechseln – Zenga für Sickinger, Pascal Testroet für Soukou sowie Oumar Diakhite für Okoroji. Auch das System ändert sich, der SVS agiert fortan mit einer Dreierkette in der Abwehr. Die offensivere Herangehensweise macht sich direkt bezahlt: Zunächst landet ein Freistoß von Kinsombi in der 49. Minute zwar noch abgefälscht im Toraus, wenig später allerdings verwertet Testroet eine Flanke von Diakhite aus dem Halbfeld geschickt mit dem Kopf in die lange Ecke. Er überlistet damit FCH-Schlussmann Müller – das 1:2 bedeutet zugleich den ersten Heimtreffer in der aktuellen Spielzeit (53.).

Heidenheimer Großchancen nach etwa einer Stunde
Der SVS geht auch in der Folge viel Risiko in der Offensive, dringt aber nicht mehr richtig durch und letztlich bleibt die zweite Luft nach dem Anschlusstreffer aus. Im Gegenteil, nach etwa einer Stunde müssen die Schwarz-Weißen einige brenzlige Situationen überstehen. Dabei kann sich Rehnen im Tor auszeichnen, der einen Kühlwetter-Schuss in der 58. Minute zur Ecke abwehrt und danach gleich zwei Eins-gegen-eins-Situationen in höchster Not gegen Malone (62.) und Kleindienst (63.) für sich entscheidet. Keine Chance hat Rehnen dann bei Kühlwetters Schuss in der 65. Minute, der allerdings von der Latte zurück ins Feld springt – Glück für den SVS.

Entscheidung in der 86. Minute
Die Bemühungen des SVS, bei dem ab der 72. Minute Christian Conteh für Kinsombi mitwirkt, fruchten auch danach nicht, während der FCH durch Kleindienst, der aus kurzer Distanz nicht ins verwaiste Tor, sondern den Außenpfosten trifft, eine weitere Großchance liegen lässt (78.). So bleiben die Kurpfälzer theoretisch lange dran an einem Punktgewinn – bis zur 86. Minute, in der Patrick Mainka nach einer Hereingabe von der rechten Seite letztlich doch das entscheidende 3:1, das zugleich den Endstand besiegelt, für den FCH gelingt.

Für den SV Sandhausen geht es kommenden Sonntag, den 26. September, in der 2. Liga mit der Partie bei Hannover 96 weiter. Angepfiffen wird das Spiel um 13:30 Uhr.

SV Sandhausen – 1.FC Heidenheim 1:3 (0:2)
Sandhausen: Rehnen – Diekmeier (30. Ajdini), Höhn, Zhirov, Okoroji (46. Diakhite) – Bachmann, Sicker – Sickinger (46. Zenga) - Soukou (46. Testroet), Benschop, Kinsombi (72. Conteh).
Heidenheim: Müller – Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf – Schöppner – Thomalla, Kühlwetter (81. Sessa), Mohr (88. Geipl) – Malone (70. Leipertz), Kleindienst (88. Schimmer).
Tore: 0:1 Hüsing (15.), 0:2 Kleindienst (36.), 1:2 Testroet (53.), 1:3 Mainka (86.).; Schiedsrichter: Marco Fritz, SV Breuningsweiler; Zuschauer: 3.081 Zuschauer.

Die Stimmen zum Spiel:
Mikayil Kabaca: Wir haben unseren Zuschauern ein enttäuschendes Heimspiel geboten. Die Gegenwehr hat nicht gestimmt. Der Gegner hatte in der ersten Hälfte gefühlt zwei Torschüsse und führt mit 2:0. Die Trainer haben nach der Pause versucht, mit drei Wechseln neue Impulse zu setzen, das hat zunächst auch gefruchtet. Ich dachte, dass nach dem Treffer zum 1:2 noch mal ein Ruck durch die Mannschaft geht, aber das war keineswegs der Fall. Es war eher so, dass wir mit dem Treffer wieder zwei Gänge zurückgeschaltet haben. Wir haben dem Gegner reihenweise Torchancen ermöglicht, das darf so nicht passieren. Der Sieg der Heidenheimer geht auf jeden Fall in Ordnung.

Stefan Kulovits: Es ist bitter, dass wir zwei Treffer nach Standardsituationen kassieren. Wir haben nach dem 0:1 alle Dinge vermissen lassen, die den Fußball ausmachen, die Automatismen haben nicht mehr gestimmt. Mit der Umstellung zur Pause sind wir gut aus der Kabine gekommen und haben den Gegner unter Druck gesetzt. Der Anschlusstreffer zum 1:2 war zu dieser Phase nicht unverdient. Was ich nicht verstehe, ist, warum nach unserem Treffer die Heidenheimer die zweite Luft bekommen, und nicht wir.

Nikolai Rehnen: Es war für mich eine spannende Woche, von 0 auf 100 sozusagen. Ich habe auch versucht, das Spiel und die Stimmung zu genießen, hätte mir aber natürlich ein besseres Ergebnis gewünscht. Wir wussten, dass Heidenheim viel über Standards kommen wird und dort auch eine gewisse Gefahr ausstrahlt. Dass wir zwei Standardgegentore kassieren, ist natürlich ärgerlich. Wir haben beim ersten Gegentreffer nicht die richtige Staffelung gefunden und schaffen es dann nicht, das Tor zu verteidigen. Bei meinen Eins-gegen-eins-Situationen nach der Pause habe ich auch etwas spekuliert und versucht, den Winkel zu verkürzen. Es wäre schön gewesen, wenn wir danach noch den Ausgleich geschafft hätten. Wir müssen das Spiel abhaken und dann nächste Woche Punkte holen.

Carlo Sickinger: Wir sind nicht so schlecht ins Spiel reingekommen, kassieren aber leider wieder früh ein Standardgegentor. Das hat uns aus der Bahn geworfen, es war dann mit einer komplett neu zusammengestellten Mannschaft nicht ganz einfach. Nach einem einfachen Ballverlust kassieren wir das 0:2. Danach war es schwer, das Spiel zu drehen. Wir kommen gut aus der Kabine, aber müssen ehrlicherweise zugeben, dass wir hinten raus noch das eine oder andere Tor mehr kassieren können. Bei mir ist vor der Pause leider die Wade ausgefallen. Ich denke, es ist nichts Schlimmes, will aber erst noch die Untersuchungen abwarten.

Frank Schmidt (Trainer 1. FC Heidenheim): Wir haben sehr konzentriert gespielt in der ersten Hälfte und waren sehr effektiv. Nicht gefallen haben mir die zehn Minuten nach der Pause bis zum 1:2. Da kann so ein Spiel kippen. Wir haben aber nichts mehr zugelassen, und hatten noch mindestens vier 100-prozentige Chancen. Zum Glück haben wir noch das 3:1 gemacht und das Spiel am Ende gewonnen.

SV Sandhausen 1916 e.V.

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