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Die Sportwoche gratuliert Günter Friedrich Hoffmann …

(Foto: privat) "Fritz" Hoffmann ist heute 70 Jahre alt
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… der heute 70 Jahre alt ist.
(GM) Günter Friedrich Hoffmann? Nie gehört? Kaum einer kennt ihn unter seinem richtigen Namen. Aber „Fritz“ Hoffmann ist jedem Luzenberger und echtem Fan des SV Waldhof ein Begriff. Den „Hoffmanns Fritz“, Wirt der Waldhof-Kultkneipe „Spiegelschlöss`l“, kennt einfach jeder rund um den Luzenberg und der Fritz kennt jeden, der irgendwie und irgendwann einmal etwas mit dem SV Waldhof zu tun hatte.

Mehr Waldhöfer als Fritz Hoffmann kann man nicht sein und, wie er manchmal stolz auf einem Waldhof-T-Shirt verkündet: „Mehr als ein Waldhöfer kann ein Mensch nicht werden!“ Natürlich in breitestem Mannheimer Dialekt, den der Fritz perfekt beherrscht. Seine Reden zur Luzenberger Kerwe sind bereits legendär und wer von ihm eine Whatsapp-Nachricht bekommt, muss manchmal eine Weile rätseln, bis klar ist, was gemeint ist. Dialekt geschrieben ist etwas anderes, als Dialekt gesprochen.

In seiner Jugend war Fritz ein begnadeter Fußballer, der alle Schüler- und Jugendmannschaften des SV Waldhof durchlief, aber schon damals zeigte sich, dass Trainingsfleiß nicht gerade zu seinen Stärken gehört, das verhinderte möglicherweise, dass es fußballerisch viel weiter nach oben ging, als es möglich gewesen wäre. Trotzdem war seine Karriere erfolgreich – zumindest bei der Harmonia, der Privatmannschaft des SV Waldhof, mit der Fritz mehrmals Meister wurde und der er noch heute eng verbunden ist. Er war rund eineinhalb Jahrzehnte der ungekrönte „König vom Schlammloch“, wie der Sportplatz der Harmonia bei den Luzenbergern heißt.

Auch beim SV Waldhof engagiert sich Fritz seit vielen Jahren, derzeit als Mitglied des Ehren- und Ältestenrates. Für seine Verdienste bekam er bereits die silberne und goldene Ehrennadel verliehen und ganz sicher werden weitere Ehrungen zu gegebener Zeit folgen.

Als Wirt des Spiegelschlöss`ls, das er zusammen mit seiner Frau Elke im Jahr 2004 übernommen hat, ist er inzwischen zur Institution auf dem Luzenberg geworden. Er hat aus dem heimeligen Lokal, mit Akribie und viel Liebe zum Detail, nach und nach ein regelrechtes Waldhof-Museum gemacht. Unzählige Schwarz-Weiß-Fotos zeugen von glorreicher SV-Waldhof-Vergangenheit. Sogar ein Foto mit Original-Unterschrift der Waldhof-Legende, Otto Siffling, ist dort zu sehen. Zudem hat Fritz einige historische Utensilien aus der heruntergekommen Spiegel-Siedlung gerettet, bevor diese im Zuge der Sanierung „entsorgt“ wurden.

(Foto: R. Karschits) Drei Waldhöfer Jungs: Fritz und die Seegert-Zwillinge
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Neben dem Fußball und natürlich seiner Frau Elke, hat Fritz Hoffmann aber noch eine weitere Liebe, die aber den wenigstens bekannt sein dürfte. Fritz ist ein großer Verehrer von Marilyn Monroe. Er besitzt unzählige Bücher über die Hollywood-Ikone und eine solche Fülle von Fanartikeln, die locker ein weiteres Museum ergeben könnte. Diese Passion zeigt deutlich, dass Fritz nicht nur auf dem Fußballplatz ein Schöngeist war. Und er hat noch weitere Stärken, die nur seine engsten Freunde kennen. Davon soll hier nur als Beispiel die französische Sprache genannt werden. Ja, kaum zu glauben, Fritz hatte in seiner Jugend sehr lange Französisch-Unterricht – finanziert von seinem Vater, der aus seinem Sprössling etwas ganz Besonderes machen wollte. Das ist auch gelungen. Noch heute kann Fritz die korrekte Antwort geben, wenn man ihn fragt, was „Ja“ auf Französisch heißt.

Zu seinem 70. Geburtstag gratulieren Sportwoche und Metropoljournal ganz herzlich und hoffen, dass wir den Fritz noch lange im Spiegelschlöss`l erleben können. Wir wünschen ihm alles Gute, vor allem - wie er es ausdrücken würde – Xundheit un viel Gligg.

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