VfR Mannheim – TS Mosbach 7:0

(Foto: Ed. Nohe) Dauerbelagerung des VfR im TS-Strafraum
VFR TS

Schützenfest zum Heimspielauftakt -Rasenspieler bezwangen den TS Mosbach mit 7:0
(mk) Zumindest für eine Nacht durfte sich der VfR Mannheim als Spitzenreiter der Verbandsliga Nordbaden feiern lassen. Doch der 7:0 Erfolg gegen den Odenwälder Landesligaaufsteiger TS Mosbach ermöglichte nicht nur den temporären Sprung an die Tabellenspitze, sondern imponierte auch die 235 Zuschauer im Rhein-Neckar-Stadion. Von der ersten bis zur letzten Minute versprühte die Glatt-Elf ein hohes Maß an Spielfreude und ließ vor allem zu keinem Zeitpunkt der Partie die Zügel etwas schleifen; ein Befund, den man dem VfR in den vergangenen Jahren nur selten attestieren konnte.

Bereits nach drei Minuten brannte es im Gästestrafraum lichterloh: Christian Kuhn bekam einen scharf getretenen Freistoß Hassan Amins per Kopf zu fassen und zwang Mosbachs Schlussmann Akan Akin zu einer ersten Rettungstat (3.). Nach knapp 10 Minuten konnte jedoch auch Akin nichts mehr ausrichten: Richard Weil überspielte mit einem langen und präzisen Diagonalball auf Dennis Gerber weite Teile der gegnerischen Hintermannschaft. Der pfeilschnelle Gerber drang in den Strafraum ein und legte auf den im Zentrum ungedeckten Ayhan Sabah ab, der die Kugel nur noch ins leere Tor einschieben musste (8.).

Der VfR blieb auch nach der frühen Führung am Drücker und dominierte eine Begegnung, die weitestgehend in der Odenwälder Spielhälfte stattfand. Die Rasenspieler wirkten griffig, gingen engagiert in die Zweikämpfe und überzeugten mit ansehnlichen Ballstafetten, einzig der Abschluss blieb ausbaufähig.

Nach einer knappen halben Stunde schlich sich jedoch der Schlendrian etwas ein: Der VfR wirkte nun fahrig in seinen Aktionen, Zweikämpfe gingen verloren und die Passgenauigkeit ließ im Vergleich zu Beginn der Begegnung etwas nach. Somit konnte Mosbach die Partie im letzten Drittel der ersten Halbzeit ausgeglichener gestalten und sich dem Mannheimer Sechzehner etwas annähern, ohne dabei Torgefahr auszustrahlen. Doch auch in dieser Phase blieb der VfR überlegen und konnte im Gegensatz zum Kontrahenten Abschlüsse für sich verbuchen.
Mit einer hochverdienten 1:0-Führung ging es in die Pause. Der stark aufspielende VfR trat dominant auf und hätte bei einer konsequenteren Spielweise mit einem deutlicheren Resultat in die Kabinen gehen können.

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhten die Blau-Weiß-Roten auf 2:0. Robin Szarka tankte sich auf der linken Außenbahn durch und schlug einen langen Flachpass in den Sechzehner der Gäste, den Ayhan Sabah mit einer sauberen Grätsche gekonnt im Tor unterbrachte (47.). Dieser Treffer läutete den Anfang eines Mannheimer Offensivfeuerwerks ein, das in einem Ligaspiel schon seit Jahren nicht mehr zu beobachten war. Fast schon im Minutentakt entwickelten sich hochkarätige Torgelegenheiten für drückend überlegene Rasenspieler. Das bereits zwei Minuten später fallende 2:0 erzielte der am langen Pfosten positionierte Furkan Cevik, der ebenfalls von Robin Szarka mustergültig bedient wurde und eine halbhohe Hereingabe per Volleyschuss im Kasten unterbrachte (49.).

Mosbach wehrte sich zwar mit all seinen Kräften, gegen die spielerische Klasse des VfR hatten die ab der 51. Minute in Unterzahl spielenden Gäste jedoch nichts mehr entgegenzusetzen. Der reaktionsschnelle Keeper Akan Akin entpuppte sich in dieser Phase der Begegnung als bester im TS-Dress und verhinderte mit einigen starken Paraden und intelligentem Stellungsspiel ein noch deutlicheres Resultat. Zu gerne hätten sich auch Robin Szarka (58.) und Fabian Czaker (61.) in die Torschützenliste eingetragen, doch Akin verwehrte ihnen das Erfolgserlebnis. Summa Summarum entschärfte der Schlussmann des odenwäldischen Aufsteigers in der zweiten Halbzeit mehrere gute Abschlüsse der Quadratestädter. Beim 4:0 durch Furkan Cevik war Akin allerdings erneut chancenlos, Cevik erhöhte dank einer hohen Diagonalflanke Sabahs per Kopf gegen die Laufrichtung des Mosbacher Keepers zum 4:0 (64.). Das 5:0 resultierte aus einer Co-Produktion der zwei frisch eingewechselten Spieler Darian Gurley und Mohamed Amin Kouraji. Der 1,78 Meter große Gurley verwertete eine saubere Kouraji-Flanke von der linken Außenbahn auf den langen Pfosten per Kopf (!) zum 5:0 (71.). Für das 6:0 (80.) und 7:0 (84.) sorgte schließlich Teamkapitän Marco Raimondo-Metzger, der zwei Mal nach einer Ecke erfolgreich per Kopf abschloss.

Am kommenden Samstag ist die Glatt-Elf auswärts beim Kraichgauer Vertreter VfB Eppingen gefordert, der in der vergangenen Spielzeit den vierten Tabellenplatz belegte.

VfR Mannheim – TS Mosbach 7:0
VfR: Jivan, Amin (Cevik), Metzger, Kuhn, Szarka, Jüllich, Weil, Muca, Gerber (62. Kouraji), Sabah (68. Gurley), Czarka (72. Lodato)
Mosbach: Akin, Artun (79. Zounzounas), Schwind, Zejnaj, Satilmis, Cabraja (70. Broadus), Tutea (62. Kaplan), Redzepi, Ünlü, Akcay (22. Topal), Pasalic
Tore: 1:0 Sabah (08.), 2:0 Sabah (47.), 3:0 Cevik (49.), 4:0 Cevik (64.), 5:0 Gurley (71.), 6:0 Metzger (80.), 7:0 Metzger (84.); Schiedsrichter: Raphael Kastner; Zuschauer 230