SV Sandhausen – FC St. Pauli 0:5

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Klare SVS-Niederlage gegen St. Pauli
Der SV Sandhausen unterliegt dem FC St. Pauli klar mit 0:5 (0:4). In einer bis zur Gästeführung offenen ersten Halbzeit gelangen St. Pauli innerhalb von sieben Minuten drei Treffer. Kurz vor dem Pausenpfiff sah Esswein die Rote Karte, ehe St. Pauli auf 0:4 erhöhte. Im zweiten Durchgang konnte der SV Sandhausen das eigene Tor weitestgehend verteidigen, ohne offensiv zwingend gefährlich zu werden.

Zwei Wechsel in der Startaufstellung
Im letzten Heimspiel vor der Länderspielpause verändert Chefcoach Tomas Oral die Anfangself aus dem Spiel in Kaiserslautern je auf einer Position in Abwehr und Angriff: Patrick Drewes beginnt im SVS-Tor, vor ihm bilden Kapitän Dennis Diekmeier, Immanuel Höhn, der genesene Aleksandr Zhirov für Dario Dumic und Chima Okoroji die Abwehrkette. Im Zentrum schickt Oral Erik Zenga und David Kinsombi aufs Feld, Alexander Esswein und Christian Kinsombi besetzen die Flügelpositionen. Im Angriff agieren Ahmed Kutucu und Hamadi Al Ghaddioui für Matej Pulkrab als Doppelspitze.

Offensiver Start am Hardtwald
Beide Mannschaften starten offensiv in die Partie: Kutucus Konter-Abschluss wird geblockt (2.). Auf der Gegenseite ist es Chris Kinsombi, der einen gefährlichen Schuss zur Ecke abwehrt. Nun sind die Gäste am Drücker und erspielen sich weitere Möglichkeiten, ohne jedoch zu gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Sandhausen zieht sich zurück und versucht, durch schnelle Umschaltmomente vor das Tor zu kommen. So kommt Kutucu zu einem weiteren Torschuss an der Strafraumkante (9.).

Ausgeglichene Partie
Nach einer Viertelstunde steht der SV Sandhausen sicherer in der Abwehr, sodass St. Pauli den Ball in den eigenen Reihen hält, ohne dabei in die Nähe des Sandhäuser Tores zu kommen. Sobald die Mannschaft von Tomas Oral den Ball erobert, geht es schnell nach vorne: So kann St. Paulis Keeper Vasilj im letzten Moment vor Al Ghaddioui klären.

St. Paulis Dreierpack
Im direkten Gegenzug versucht es Saliakas aus der Distanz: Sein Schuss ins lange Eck wird von Chris Kinsombi abgefälscht und lässt Drewes keine Chance. Da der Sandhäuser Keeper bereits auf dem Weg ins andere Eck war, steht es 0:1 (18.). Kurz darauf ist es Daschner, der nach einem Doppelpass mit Smith die Führung ausbaut (24.). Unmittelbar nach Wiederanpfiff jubeln die Gäste erneut: Vom linken Flügel zieht Afolayan in die Mitte und trifft zum 0:3 (25.). In der Entstehung des dritten Treffers verletzte sich Zenga, er wird durch Marcel Mehlem ersetzt (26.).

Platzverweis und vierter Treffer
Obwohl der SVS weiterhin nach vorne spielt, gelingt es Orals Mannschaft selten, die Gäste unter Druck zu setzen. In der Nachspielzeit sehen die 7.642 Zuschauer zwei weitere Aufreger: Esswein kommt mit einer Grätsche im Mittelfeld zu spät und sieht dafür die Rote Karte, die Schiedsrichter Aytekin auch nach der Video-Kontrolle nicht zurücknimmt. Den fälligen Freistoß von Paqarada kann Sandhausen in Unterzahl nicht verteidigen, sodass Irvine zum 0:4 trifft und damit für die Vorentscheidung sorgt.

Kaum Entlastung im zweiten Durchgang
Der SVS kommt mit zwei neuen Kräften aus der Kabine: Arne Sicker ersetzt Chris Kinsombi, Matej Pulkrab kommt für Al Ghaddioui ins Spiel (46.). Während die Kiezkicker an Drewes scheitern, ist es in der Sandhäuser Offensive gleich zweimal Kutucu, der gute Chancen auf den Anschlusstreffer nicht nutzen kann (48.). Der FC St. Pauli kontrolliert die Partie nun gegen tiefstehende Sandhäuser. Entlastungsangriffe sind nach über einer Stunde ebenso kaum zu sehen wie zwingende Chancen der Gäste.

Drewes‘ Glanztat und Irvines Schlusspunkt
Nach einer Flanke von links zeigt Drewes eine Glanzparade, als er einen Kopfball von Maurides aus kurzer Distanz um den Pfosten lenkt (76.). Kurz darauf bringt Tomas Oral Bashkim Ajdini, der Pulkrab in der Sturmspitze ablöst. Den Schlusspunkt der Partie setzt Irvine, der einen Abpraller zum 0:5-Endstand verwandelt (88.).

Mit der klaren Niederlage geht es für den SV Sandhausen in die Länderspielpause. In der pflichtspielfreien Zeit wird der SV Sandhausen neben dem Benefizspiel in Eppelheim (21. März, 19 Uhr) ein weiteres Testspiel bestreiten. Am Donnerstag, den 23. März, ist die Mannschaft von Tomas Oral beim SV Darmstadt 98 im Merck-Stadion am Böllenfalltor zu Gast. Anstoß wird um 16:30 Uhr sein. Weitere Informationen und Tickets gibt es unter: www.svs1916.de/aktuelles/news/detail/article/sv-sandhausen-testet-beim-sv-darmstadt-98.html

SV Sandhausen – FC St. Pauli 0:5 (0:4)
Sandhausen: Drewes - Diekmeier, Zhirov, Höhn, Okoroji - D. Kinsombi, Zenga (Mehlem, 28.), Esswein, C. Kinsombi (Sicker, 46.) - Al Ghaddioui (Pulkrab, 46.; Ajdini, 77.), Kutucu (Dumic, 65.)
St. Pauli: Vasilj - Medic, Smith, Mets – Saliakas (Dzwigala, 81.), Irvine, Hartel, Paqarada (Ritzka, 81) – Metcalfe (Eggestein, 62.), Daschner (Maurides, 72.), Afolayan (Fazliji, 72.)
Tore: 0:1 Saliakas (19.), 0:2 Daschner (24.), 0:3 Afolyan (26.), 0:4 Irvine (45+3.), 0:5 Irvine (88.); Schiedsrichter: Deniz Aytekin; Zuschauer: 7.642

Die Stimmen zum Spiel:
Präsident Jürgen Machmeier: „Wir müssen die Partie erstmal verarbeiten, das hat niemand erwartet. Nach einer guten Partie in Kaiserslautern und der guten Trainingswoche haben wir heute keinen Abstiegskampf gesehen. Wenn du im Abstiegskampf nicht bereit bist, alles reinzuhauen, dann reicht es nicht. Es gibt ein paar Spieler, die das noch nicht verstanden haben. Da muss der Trainer jetzt sortieren.“

Volker Piegsa, Geschäftsführer: „So sieht der Abstiegskampf nicht aus. Die Mannschaft hat heute im Kollektiv versagt und steht mit dieser Leistung kurz vor der 3. Liga. Dieser emotionslose Auftritt ist eine Zumutung für jeden Fan des SV Sandhausen.“
Mikayil Kabaca, Sportlicher Leiter: „Diese Niederlage hat sich nicht abgezeichnet. Die Mannschaft konnte den Plan nicht umsetzen. So kannst du im Abstiegskampf nicht bestehen, da müssen wir uns nun alle hinterfragen. Einige Spieler haben den Abstiegskampf noch nicht verinnerlicht, das müssen wir hart analysieren und unsere Konsequenzen ziehen. Wir brauchen nun Krieger, die sich für den Verein zerreißen.“

Tomas Oral, Cheftrainer: „Ich muss mir meine Gedanken zur Partie machen. Nach dem 0:1 haben wir eine andere Mannschaft gesehen als in den letzten Wochen, von den guten Leistungen der vergangenen Spiele war nichts mehr zu sehen. Mit der roten Karte war das Spiel für uns beendet. In der zweiten Hälfte haben wir uns gewehrt, um nicht abgeschlachtet zu werden. Wir müssen in den nächsten Tagen schauen, mit welchen Spielern wir den Abstiegskampf angehen.“

Dennis Diekmeier: „Die Niederlage ist bitter und richtig hart, heute ging gar nichts. Wir waren heute nicht zu 100 % da. Doch genau diese 100 % brauchen wir im Abstiegskampf.“