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Eulen Ludwigshafen – Rhein-Neckar Löwen 23:26

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Eulen verlangen Löwen alles ab - 26:23-Derby-Sieg der Löwen zum Bundesliga-Auftakt / Gensheimer bei Comeback bester Werfer
Mit 26:23 (11:11) haben die Rhein-Neckar Löwen ihr erstes Bundesliga-Spiel der neuen Saison gewonnen. Im Derby bei den Eulen Ludwigshafen tat sich die Mannschaft von Kristjan Andresson richtig schwer und brauchte bis zur 47. Minute, um sich erstmals abzusetzen. Die Eulen spielten wie schon im Mai in Mannheim groß auf, machten kaum Fehler. Am Ende waren es vor allem auch die Kraftreserven, die für die Löwen sprachen.

Bester Werfer der Löwen war Rückkehrer Uwe Gensheimer mit sieben Toren. Er fand klare Worte zur durchwachsenen Leistung seiner Mannschaft: „Es regt mich schon ein bisschen auf, dass es ein solcher Arbeitssieg werden musste. In der Abwehr waren wir zu unaufmerksam, vorne hatten wir keine Lösungen im Kopf, wenn wir mal die gegnerische Abwehr überspielt hatten.“ Dass mit Andy Schmid der Spielmacher fehlte, ließ Gensheimer nicht als Ausrede gelten: Man müsse das als Mannschaft besser machen.
Coach Kristjan Andresson lobte zunächst die Stimmung in der Halle, beide Fan-Lager – und explizit die Leistung Ludwigshafens: „Die haben es uns richtig schwergemacht. Ich habe erwartet, dass es hart wird. Aber nicht so hart.“ Ludwigshafen habe sehr diszipliniert gespielt. Damit habe sein Team sehr große Probleme gehabt.

Scholz auf der „1“ als Störenfried
Die Eulen gehen das Derby mit ihrer berüchtigten 5:1-Abwehr an. Jonathan Scholz, der Schütze des goldenen Tores zum Klassenerhalt in der vergangenen Saison, soll den Löwen-Spielaufbau stören. Eine Idee, die funktioniert. Nach dem herrlichen Anspiel von Patrick Groetzki auf Jannik Kohlbacher zum 1:1 (3.) entwickeln sich die Löwen-Angriffe gar nicht zum Positiven. Während sich die Eulen vor allem im Zweikampf und im Rückzugsverhalten bärenstark präsentieren, vorne kaum Fehler machen und insgesamt schnell auf ihr Top-Niveau kommen, tun sich die Badener unheimlich schwer, ihre Vorstöße sauber anzuschieben.

Als Neuzugang Romain Lagarde sein erstes Bundesliga-Tor erzielt, steht es 3:2 für Ludwigshafen (8.). Uwe Gensheimer per Gegenstoß und Alex Petersson im Eins-gegen-eins bringen die erste Löwen-Führung (11.). Der Zwischensprint bricht schnell wieder ab. Zu viele Fehler leisten sich die Löwen, bei denen zunächst Mads Mensah Regie führt. Ludwigshafen nutzt die Schwächen der Gäste eiskalt. Der bestens aufgelegte Jerome Müller und Alexander Falk drehen die Partie erneut zum 5:4 (13.).

Palicka in Halbzeit eins der beste Löwe

Nach Müllers 6:5 nimmt Löwen-Coach Andresson die erste Auszeit. Auf das stockende Angriffsspiel reagiert er mit einer veränderten Formation mit zwei Kreisläufern. Wirklich flüssiger und zielführender werden die Löwen-Attacken damit aber nicht. Weiterhin legen die Eulen vor, führen 8:6 (19.), 9:7 (24.) und 11:8 (28.). Nur weil die Eulen in den letzten Momenten der ersten Halbzeit ein wenig konfus werden, Andreas Palicka als bester Löwe die siebte Parade nachlegt, können die Löwen noch drei schnelle Treffer landen und mit einem kaum noch für möglich gehaltenen Unentschieden in die Pause gehen.

Obwohl Palicka direkt nach der Pause wieder stark hält, gehen die Eulen durch Kai Dippe mit 12:11 in Front (32.). Petersson mit Wucht bringt den Ausgleich (33.). Dann eine mitentscheidende Szene: Dippe langt gegen Löwe Lagarde zu hart zu, sieht die Rote Karte (34.). Mehr und mehr bezahlen die Eulen ihren Einsatz: mit vielen Zeitstrafen – und mit der Kraft. Als die Löwen vorne weniger Fehler machen und hinten besser zupacken, ziehen sie Stück für Stück davon. Lagarde zum 16:17, Gensheimer nach Petersson-Steal zum 16:18 und Groetzki nach Nielsen-Steal zum 16:19 bringen den so wichtigen Auswärtssieg auf den Weg (47.).

Als Gensheimer mit seinem siebten Tor die erste Vier-Tore-Führung zum 17:21 bringt, haben die Löwen endgültig die Kurve gekriegt (51.). Zumindest in Sachen Ergebnis. Peterssons Doppelschlag zum 17:22 (52.) und 18:23 (53.) hält genauso wie Groetzkis fünfter Treffer zum 19:24 (54.) die Eulen auf Distanz. Spannend wird es so nämlich nicht mehr in der Friedrich-Ebert-Halle. Nach 60 Minuten Schwerstarbeit haben die Löwen die ersten beiden Punkte dieser Saison.

Eulen Ludwigshafen – Rhein-Neckar Löwen 23:26 (11:11)
Eulen: Tomovski (ab 33.), Hanemann – Stüber (1), Dietrich (1), Scholz (3), Haider (2), Remmlinger, Falk (3), Hoffmann (1), Durak (1), Bührer (1), Mappes (3), Müller (5), Neuhaus, Dippe (2/1), Klein
Löwen: Appelgren (ab 53.), Palicka (1) – Lagarde (5), Mensah, Fäth, Petersson (5), Kirkeløkke, Ganz, Gensheimer (7/2), Groetzki (5), Tollbring, Kohlbacher (2), Abutovic, Nielsen (1), Guardiola
Spielfilm: 1:0, 1:1, 3:1, 3:2, 3:4, 5:4, 7:6, 8:6, 8:7, 9:8, 11:8, 11:11 (HZ), 12:11, 13:12, 14:14, 15:15, 15:16, 16:17, 16:19, 17:19, 17:22, 19:23, 21:24, 22:26, 23:26 (EN)
Schiedsrichter: Ronald Klein / Christoph Immel, Zuschauer: 2.350 (ausverkauft)

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

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