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HSC Bad Neustadt – SG Leutershausen 29:32

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Rote Teufel stürmen an die Tabellenspitze
Als Frank Schmitt zum Trainergespräch nach dem Spiel erschien, war ihm die Erleichterung anzumerken. Der Coach der SG Leutershausen hatte vor dem Auswärtsspiel beim punktlosen Tabellenschlusslicht HSC Bad Neustadt gewarnt und er sollte Recht behalten: Seine Mannschaft tat sich 50 Minuten extrem schwer, schaffte es dann aber, in den entscheidenden Momenten zuzuschlagen und sicherte sich einen 32:29-Auswärtssieg. Damit schossen sich die Roten Teufel furios an die Tabellenspitze. Dementsprechend ausgelassen war die Stimmung.

„Ob wir heute wie ein Spitzenreiter gespielt haben, lasse ich jetzt mal offen“, sagte Schmitt. Er wusste, dass er gerade mit der Leistung seiner Jungs in der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein konnte. Man präsentierte sich in der eigenen Defensive viel zu passiv und ließ zu, dass der Aufsteiger, der als klarer Außenseiter in die Partie ging, ordentlich Selbstvertrauen tankte.
Angeführt vom gut aufgelegten Gary Hines, der vor allem aus der Fernsehsendung Ninja Warrior Germany bekannt ist, spielte sich Bad Neustadt immer wieder durch die löchrige SGL-Abwehr. „Wir haben in der ersten Halbzeit ganz wenige Emotionen und Einstellung gezeigt. Wir waren immer einen Schritt zu spät“, sagte Schmitt. Der Übungsleiter empfand sogar, dass seine Mannschaft teilweise ein wenig überheblich aufgetreten sei: „Das hat mir gar nicht gefallen.“

Im Angriff zeigte Rückraumspieler Ernst Mantek in den Anfangsminuten, dass er wieder auf dem Weg zu alter Stärke ist und sorgte für die ersten SGL-Tore des Abends. Weil man sich aber immer wieder zu leichte Gegentore einfing und auch das Torhüter-Trio aus Leutershausen alles andere als einen guten Tag erwischte, schafften es die Hausherren immer wieder, das Publikum mit ihren Treffern zum Feiern zu bringen. Dass es mit einem 16:16 in die Pause ging, war somit noch zu verschmerzen.

„Nach dem Seitenwechsel haben wir uns dann gewehrt und man hat gemerkt, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen“, sagte Schmitt. Er vertraute in der zweiten Halbzeit vollkommen auf seine Spielidee mithilfe des siebten Feldspielers, die sich letztendlich auch als Schlüssel zum Erfolg herausstellte. Manel Cirac und Yannick Stippel wirbelten zeitgleich am Kreis und brachten die Deckung der Gastgeber reihenweise zur Verzweiflung. Schmitt: „Heute sind wir einfach froh über die zwei Punkte.“ Bester Werfer war wieder einmal Hendrik Wagner mit neun Toren.

Es waren die letzten zehn Minuten, in denen Frank Schmitt die Abwehr umstellte, etwas offensiver decken ließ und dadurch mehr Ballgewinne erzwang. „Dadurch haben wir das Spiel gewonnen“, sagte auch Abwehrchef Cirac. Rückraumspieler Max Rolka riss die Begegnung in der Offensive an sich und tankte sich immer wieder mit vollem Einsatz durch die Defensive - zudem begannen die Roten Teufel in der Schlussphase damit, clever zu spielen: Dominic Seganfreddo verwandelte seine Möglichkeiten souverän von Rechtsaußen, Gianluca Pauli ließ sich die Chancen vom Siebenmeterstrich nicht nehmen. Es lief plötzlich.
Bad Neustadt hatte in den Schlussminuten große Probleme, Tore zu erzielen und musste sich nach einer guten Leistung wieder einmal geschlagen geben. Man bleibt weiterhin ohne Punkt am Tabellenende stehen. Die Roten Teufel grüßen dagegen - zumindest zunächst - von ganz oben.

HSC Bad Neustadt – SG Leutershausen 29:32 (16:16)
Leutershausen: Hübe, Gärtner, Döding - Schreiber 3, Schwarz, Rolka 4, Stippel 3, Ruß, Cirac 1, Schmitt, Wagner 9, Seganfreddo 2, Mantek 2, Gerdon, Pauli 8/4.

Pressemeldung: SG Leutershausen

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