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SGL - Der erste Derbysieg

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Alle Ziele, die man sich gesetzt hatte, wurden erreicht. Als am Samstagabend kurz nach halb neun der Abpfiff in der Heinrich-Beck-Halle ertönte, rissen die Männer in Rot die Arme in die Luft. Die Handballer der SG Leutershausen hatten im Derby die HG Oftersheim/Schwetzingen mit 26:23 bezwungen und damit die Tabellenführung in der 3. Liga Mitte verteidigt. Interessanter Nebenfakt: Nun sind die Roten Teufel bereits seit acht Spielen in Folge ungeschlagen. Es läuft aktuell an der Bergstraße.

„Insgesamt haben wir vor allem in der Anfangsphase einen sehr guten Job gemacht und sind gut in unser Tempospiel gekommen“, sagte Frank Schmitt, der Trainer der Roten Teufel. Sein Gegenüber Holger Löhr, der selbst lange Zeit für die SGL als Spieler und Trainer auf dem Feld stand und nun die Schwetzinger Mannschaft trainiert, sah dies ähnlich: „Letztendlich war das ein verdienter Sieg für Leutershausen. Wir haben heute einfach zu viele Fehler gemacht.“

Dass die Roten Teufel die Spitzenposition, die sie sich am vergangenen Wochenende mühsam erarbeitet hatten, nicht einfach abgeben wollten, war in der Heinrich-Beck-Halle, die mit gut 800 Zuschauern wieder einmal gut gefüllt war, von Beginn an zu spüren. Man ging in der Deckung aggressiv - aber nicht unfair - zu Werke und versuchte immer wieder, die Schwetzinger Angriffe, die von Bundesligaspieler Daniel Hideg geleitet wurden, zu unterbrechen. In der ersten Halbzeit gelang dies bravourös.

Die doch sehr deutliche Pausenführung der Leutershausener - man lag mit 18:10 in Front - hatte man einerseits wieder einmal einem bärenstarken Alexander Hübe im Kasten zu verdanken; andererseits lief in der Offensive der Hausherren extrem viel über die Außenpositionen: Links wirbelte Gianluca Pauli, der nicht aufgrund seiner Größe, sondern vielmehr aufgrund seiner technischen Raffinesse im Abschluss auffiel. Rechts bewies Dominic Seganfreddo, der vor einigen Wochen Vater wurde, dass er auch ohne viel Schlaf eine konzentrierte Leistung zeigen kann - zusammen kamen beide auf 15 Tore.

Weil aber auch die Gäste aus Schwetzingen keine schlechten Handballer sind, hatten die Roten Teufel vor allem in der Defensive immer wieder Probleme. Man kam häufig zu spät in die Zweikämpfe und wurde deshalb - folgerichtig - vom Schiedsrichtergespann oftmals für zwei Minuten auf die Strafbank beordert.
Dass die in Gelb spielenden Schwetzinger, die von zahlreichen Fans lautstark angefeuert wurden, zwar wacker kämpften, dem Spitzenreiter aber nicht mehr gefährlich werden konnten, lag vor allem daran, dass die SGL trotz vieler personeller Wechsel den Vorsprung tapfer verteidigte.

Coach Schmitt gab nach dem Abpfiff zwar zu, dass er dieses Derby lieber noch höher gewonnen hätte, zeigte sich letztendlich aber auch mit drei Toren Differenz zufrieden: „Das nehmen wir dann eben auch.“ Gerade in der Schlussphase, als das Nachbarschaftsduell bereits entschieden war, vergab die SGL etliche freie Einwurfmöglichkeiten. Übungsleiter Schmitt wechselte häufig; so kam auch Neuzugang Yannick Muth, der noch unter der Woche kurzfristig vom VTV Mundenheim verpflichtet wurde, erstmals im Teufel-Trikot zum Einsatz. Es war ein stimmungsvoller Abend.

SG Leutershausen – HG Oftersheim/Schwetzingen 26:23 (18:10)
Leutershausen: Hübe, Gärtner - Schreiber 1, Muth, Bernhardt, Schwarz, Rolka 5, Stippel, Ruß 1, Cirac 2, Schmitt, Wagner 2, Seganfreddo 5, Mantek, Gerdon, Pauli 10/5.

Pressemeldung: SG Leutershauen

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