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SGL will den Top-Favoriten ärgern

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Es war viel Platz im Bus. Die knapp dreistündige Heimfahrt aus dem nordhessischen Baunatal ging für die Drittliga-Handballer der SG Leutershausen aber schnell vorbei, zu gut war die Stimmung dank des überraschend deutlichen Auswärtssieges in der Rundsporthalle. Die Spieler, die dabei waren und nicht verletzt fehlten, durften sich also ausbreiten und es sich gemütlich machen. Sie hatten es sich verdient.

„Wir sind alle noch ein Schritt näher zusammengerückt“, sagte Frank Schmitt. Der Trainer der Roten Teufel war stolz auf die Leistung, die seine Mannschaft am vergangenen Wochenende zeigte. Auch der nachgewiesene Handballfachmann und ehemalige Nationalspieler hatte nicht damit gerechnet, dass sein Team so stark auftreten würde: „Jeder hat nochmal mehr gekämpft und jeder wusste, dass er funktionieren muss.“ Viele Wechseloptionen gab es - vor allem im Rückraum - nämlich nicht.

„Wir hoffen, dass wir bis zum Wochenende wieder den einen oder anderen Verletzten mit an Bord haben“, sagte der Übungsleiter: „Denn klar ist auch, dass man auf Dauer mit so einem Kader nicht spielen kann.“ Leistungsträger Hendrik Wagner meldete sich unter der Woche im Training zurück, auch Linkshänder Ernst Mantek wird wieder im Kader stehen. Schmitt: „Bei Sven Schreiber und Yannick Muth sieht es dafür nicht gut aus, dass sie in diesem Jahr nochmal auflaufen.“

Vor allem gegen das Spitzenteam vom TV Großwallstadt, das man am Samstagabend um 19 Uhr in der Heinrich-Beck-Halle empfängt, wird jeder einzelne Teufel benötigt. Der Traditionsverein steht mit 25:5-Punkten an der Tabellenspitze, die Roten Teufel rangieren mit 22:8-Zählern auf dem zweiten Platz dahinter. „Diese Situation ist für uns natürlich klasse“, sagt Schmitt: „Wir wissen aber auch, dass Großwallstadt der klare Favorit ist. Sie haben ganz andere Strukturen im Verein und einige Profis im Kader - aber wir werden alles versuchen.“ Das letzte Heimspiel des Kalenderjahres ist gleichzeitig das erste Duell der Rückrunde - und an das Hinspiel hat die Schmitt-Sieben ganz schlechte Erinnerungen.

Damals verlor man zum Saisonauftakt in Großwallstadt mit 21:33 und hatte über die gesamte Spieldauer nicht den Hauch einer Chance. Zudem verletzte sich Mittelmann Philipp Jaeger, der sich aktuell wieder im Aufbautraining befindet, schwer und riss sich das Kreuzband. „Das Hinspiel ist überhaupt kein Thema mehr bei uns. Es war ein Tag, an dem wir noch nicht richtig wussten, was auf uns zukommt“, sagt Trainer Schmitt: „Und bei Großwallstadt hat an diesem Abend auch alles funktioniert.“

Nun ist die Hinserie gespielt und beide Mannschaften haben sich oben im Tableau festgesetzt. „Wenn man sich die jüngsten Ergebnisse von Großwallstadt anschaut, dann sieht man schnell, in welcher guten Form sie aktuell sind“, sagt Schmitt. Gegen Kirchzell, Großsachsen, Nieder-Roden, Bad-Neustadt und Bieberau-Modau wurde deutlich gewonnen. „Vom Hinspiel haben wir natürlich etwas gut zu machen“, sagt Schmitt: „Fest steht aber trotzdem, dass Großwallstadt der Top-Favorit der Liga bleibt. Wir haben gesagt, dass wir sie so lange wie möglich ärgern wollen, deswegen schauen wir, was möglich ist.“ Das Selbstvertrauen - auf beiden Seiten - ist zumindest groß.

Wer auch immer am Ende als Sieger vom Feld gehen wird, gefeiert wird nach dem Abpfiff gemeinsam in der Halle. Es wird eine Cocktailbar geben - Fans und Spieler wollen gemeinsam dieses erfolgreiche Jahr ausklingen lassen.

Samstag, 19 Uhr: SG Leutershausen - TV Großwallstadt.

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