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TSV Hannover-Burgdorf – Rhein-Neckar Löwen 36:30

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Nach Spektakel gegen Flensburg – Ernüchterung in Hannover-Burgdorf
Nach dem Handball-Schmankerl gegen Flensburg folgt für die Rhein-Neckar Löwen die große Ernüchterung. Zwei Tage nach dem 31:31-Spektakel im Top-Spiel der LIQUI MOLY HBL unterliegen die Jungs von Martin Schwalb bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 30:36 (16:19). Während die Recken trotz vieler Fehler eine stringente Leistung zeigen, leisten sich die Löwen phasenweise einen kompletten Blackout und sind am Ende mit dem Ergebnis sogar noch gut bedient. Kurzfristig mussten sie auf Albin Lagergren (Zehenverletzung) verzichten, zeigten auf allen Positionen einen teils erschreckenden Leistungsabfall im Vergleich zum Sonntag.

Beide Teams brauchen keinen Anlauf und fackeln nicht lange. Der Zug Richtung Tor ist beeindruckend, sorgt auf beiden Seiten aber auch für erhöhtes Fehlerpotenzial. So geht es teilweise den eigenen Mitspielern zu schnell, landen einige Pässe im Aus, werden viele technische Fehler produziert. Zunächst halten die Hannoveraner die Nase vorn (2:0, 4.), doch die Löwen gleichen aus (2:2, 6.) und gehen mit dem 2:3 durch Uwe Gensheimer erstmals in Front (7.). Steal und Gegenstoß führen zum 3:5 durch Alexander Petersson (8.), Lukas Nilsson mit einer schönen Fackel macht das 4:6 (10.). Jetzt legt Hannover einen kleinen Zwischensprint ein, Vincent Büchner besorgt das 6:6 (11.).

Ilija Brozovic schließt den 3:0-Lauf der Gastgeber zum 7:6 ab (13.). Andreas Palicka landet seine zweite Parade, Nilsson trifft zum 8:9 (16.). Bis zum 9:10 halten die Löwen die Führung, dann bekommt Hannover einen 4:0-Lauf, den Büchner mit dem 13:10 besiegelt (22.). Den Löwen unterlaufen in dieser Phase noch einmal mehr Fehler, da helfen auch zwei Paraden Palickas nicht. Auf der Gegenseite steigert sich Urban Lesjak, stellt auf fünf Paraden. Es ist Niclas Kirkeløkke zu verdanken, dass die Löwen jetzt nicht noch weiter abreißen lassen müssen. Fünfmal trifft der Däne in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte, setzt auch den Schlusspunkt zum 19:16. Für Durchgang zwei haben die Gelben Steigerungspotenzial, insbesondere in Sachen Konzentration und Abwehrarbeit.

Patrail dreht auf – ein Strohfeuer
Zunächst sieht es genau danach aus. Mait Patrail, der Ex-Hannoveraner, klaut zwei Bälle in Folge, Patrick Groetzki trifft direkt im ersten Versuch nach seiner Einwechslung zum 19:17 (31.). Der dritte Steal und das erste Tor Patrails bringen das 20:18 (35.). Der Este ist on fire, feuert seine Nebenleute an. Nach feinem Pass auf Jesper Nielsen bereitet Patrail auch das erste Siebenmeter-Tor von Uwe Gensheimer und den Anschlusstreffer zum 20:19 vor (36.). Die Löwen sind jetzt voll im Spiel – und werfen es binnen drei Minuten wieder weg. Nach Ivan Martinovics 21:19 leistet sich Patrail einen technischen Fehler, Johan Hansen stellt auf 22:19 (37.). Urban Lesjak nimmt Gensheimer einen Freien weg, legt direkt danach die neunte Glanztat nach und Büchner erzielt das 23:19 (39.).

Schwalbe nimmt die zweite Auszeit, versucht es mit dem siebten Feldspieler. Lösungen werden gefunden, doch Hannover schaltet superschnell und trifft dreimal ins leere Tor, zweimal davon per schneller Mitte. Das 25:22 von Jannik Kohlbacher ist dann der letzte Löwen-Treffer für mehr als sieben Minuten. Zwischenzeitlich nimmt Martin Schwalb seine letzte Auszeit, wechselt zurück auf sechs gegen sechs (28:22, 43.). Es dauert bis zum 31:23 durch Lukas Nilsson (49.), damit die Löwen wieder treffen. Da ist die Partie eigentlich gelaufen. Beim 36:26 ist der Rückstand zweistellig (56.), danach können die Gelben noch ein bisschen Ergebniskosmetik betreiben und das Endresultat mit 36:30 etwas freundlicher gestalten.

TSV Hannover-Burgdorf – Rhein-Neckar Löwen 36:30 (19:16)
Hannover: Ebner, Lesjak – Cehte (3), Kuzmanovski (3), Martinovic (11/3), Mävers (1), Hansen (2), Juric, Pevnov, Jönsson (6), Böhm, Krone, Hanne, Brozovic (4), Fischer, Büchner (6)
Löwen: Palicka, Katsigiannis (27.-30. und ab 47.) – Schmid (1), Gensheimer (4/1), Kirkeløkke (7), Lagarde (1), Patrail (3), Tollbring (1), Ahouansou, Abutovic, Groetzki (2), Gislason, Petersson (1), Nielsen, Nilsson (6), Kohlbacher (4)
Spielfilm: 2:0, 2:3, 3:5, 4:6, 7:6, 8:7, 8:9, 9:10, 13:10, 13:11, 14:12, 16:13, 17:15, 19:15, 19:16 (HZ), 19:17, 20:17, 20:19, 23:19, 25:22, 31:22, 31:23, 33:25, 36:26, 36:30 (ENDE)
Schiedsrichter: Christian und Fabian vom Dorff

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

 

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