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SG Leutershausen wechselt den Trainer!

(Foto: Steffen Hoffmann) Frank Schmitt verlässt zum Saisonende die SGL
Frank Schmitt SG Leutershausen Steffen Hoffmann Copy

Die SG Leutershausen hat entschieden, die Corona-Zeit zu nutzen, um einen neuen Schritt zu wagen: Ab Sommer gehen der Handball-Drittligist und Trainer Frank Schmitt getrennte Wege!

Eine Entscheidung, die keinesfalls leichtfiel, da Schmitt, der von Marc Nagel vor drei Jahren übernahm, zum einen ein sympathisches Leutershausener Urgestein ist, zum anderen die Zeit mit ihm als Trainer durchaus erfolgreich war. So etablierte der ehemaligen Nationalspieler (15 Spiele/14 Tore) nicht nur den 7. Feldspieler im Team, was viele Gegner lobten und respektierten, sondern erreichte unter anderem in der vergangenen Saison die Vizemeisterschaft. Unvergessen wird unter anderem das Highlight-Spiel gegen TV Großwallstadt, den späteren Meister und Aufsteiger in der ausverkauften Heinrich-Beck-Halle bleiben. Nach drei Jahren wird es im Sommer nun einen Trainerwechsel geben.

“Sportlich gibt es nichts auszusetzen, denn wir hatten eine erfolgreiche Zeit mit Frank. Aber aufgrund des schwierigen Jahres, das wir hatten und haben, wollen wir neue Impulse setzen und unser Team neu motivieren”, erzählt Mark Wetzel, der Sportliche Leiter der SGL.

Der Ball ruht derzeit in der 3. Liga und der DHB wird im Januar nochmal mit den Vereinen beraten, wie es weitergeht. Das ist auch für die Spieler eine neue Situation. Um aus diesem Corona-Alltag auszubrechen, gilt es bei der SGL den Neustart zu wagen. “Ich akzeptiere die Entscheidung, die der Verein getroffen hat. Das ist für mich ok. Ich hatte hier eine tolle Zeit und bin dankbar, dass ich die Chance bekommen habe, in der dritten Liga als Trainer zu arbeiten”, so Frank Schmitt - und weiter: “Am meisten werde ich das Training mit guten Jungs und den tollen Handball vermissen. Aber wenn sich eine Tür schließt, geht oft eine andere auf. Der SG Leutershausen bleibe ich natürlich weiterhin verbunden.”

Man geht im Guten auseinander, das war allen Beteiligten wichtig - Wetzel: “Das finde ich gut, da ich auch persönlich ein gutes Verhältnis zu Frank habe und ihn als Mensch sehr schätze. Ich würde mich freuen, wenn er auch nach seiner Zeit als Trainer bei uns wieder den Weg in die Heinrich-Beck-Halle findet.”

Schmitt bleibt noch bis Sommer im Amt. Wer sein Nachfolger wird, ist noch nicht geklärt, da es noch keine Gespräche gab. Die SGL hofft aber, zeitnah einen neuen Trainer präsentieren zu können. Bis Sommer sind es noch ein paar Monate - sollte die Runde nicht annulliert werden, was wohl für alle Mannschaften akzeptabel und im Sinne eines fairen Wettbewerbs wäre. Die nächsten Monate freut sich Schmitt noch auf das Training: “Ich freue mich immer, mit der Mannschaft zu arbeiten, wenn wir denn wieder in die Halle dürfen. Die Trainingssituation ist noch nicht geklärt. Der Plan ist, dass wir irgendwann wieder ins Training einsteigen. Darauf freue ich mich, denn es hat immer Spaß gemacht, mit dieser Mannschaft zu arbeiten.”

Auch, wenn die Arbeit in dieser Saison von Ungewissheit, Unterbrechungen und widrigen Bedingungen torpediert wurde. So konnte die SG Leutershausen in den wenigen Spielen der aktuellen Saison noch keinen Sieg feiern. Mit dem Trainerwechsel hat das allerdings nichts zu tun - Wetzel: “Uns ist allen bewusst, dass dieses Jahr weder für das Trainer-Team noch für die Mannschaft leicht war. Frank und auch Michael haben tolle Arbeit geleistet und ich ziehe meinen Hut vor Ihnen und der Mannschaft, wie sie bisher mit der Situation in der schwierigen Zeit umgegangen sind.” Neben Frank Schmitt wird auch Co-Trainer Michael Sturm die SGL verlassen. “Michael hat Frank im Training und bei den Spielen immer unterstützt und war immer da, wenn er gebraucht wurde”, so Wetzel. “Auch bei ihm möchten wir uns für das Geleistete natürlich bedanken.”

Schmitt lernte das Handballspielen bei der SGL und debütierte an der Bergstraße in der Bundesliga. Mit dem TV Niederwürzbach wurde er 1992/93 Vize-Meister, insgesamt kam er auf 172 Bundesligaspiele und 492 Tore. Im Dezember 1996 spielte er nochmal zwei Jahre in Leutershausen.

Seine Trainerlaufbahn begann Schmitt 2003 in Heddesheim, 2006 wurde er Spielertrainer beim Kreisligisten TV Friedrichsfeld, den er 2011 bis in die Badenliga führte. Mit dem TSV Amicitia Viernheim gelang ihm der Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga, bevor er zu seiner ersten Drittliga-Station als Coach zur SG Leutershausen kam. Mit den Roten Teufeln schaffte er es in seiner ersten Spielzeit auf den sechsten Platz im Tableau, im zweiten Jahr wurde das Team Vizemeister.

Weitere Stimmen zur Entscheidung der SG Leutershausen

Uli Roth, Gesellschafter SGL:
Ich möchte Frank Schmitt für die gute Arbeit der letzten Jahre danken. Wir haben uns jetzt für diesen Neuanfang nach Covid-19 entschieden und wollen uns dafür neu aufstellen.”

Tobias Kleine-Nathland, Geschäftsführer:
“Ich schätze Frank sehr. Er ist toller Mensch und Trainer, der uns unter anderem in der letzten Saison zur Vize-Meisterschaft geführt hat. Wir haben uns allerdings dazu entschieden, der Mannschaft eine neue Ausrichtung zu geben.“

Pressemeldung: SG Leutershausen

 

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