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MT Melsungen – Rhein-Neckar Löwen 25:26

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Löwen und Melsungen ringen in hartem Bundesliga-Fight miteinander – mit dem glücklichen Ende für die Mannheimer
Mit Herz, Leidenschaft und Siegeswillen bis zur letzten Sekunde haben die Rhein-Neckar Löwen die MT Melsungen niedergerungen und im Nachholspiel des 17. Spieltages der LIQUI MOLY HBL einen Sieg der Moral gefeiert. Beim 26:25 (15:14) konnten sich die Löwen auf ihr Kollektiv verlassen, auf einen wieder starken Andreas Palicka, auf eine tolle Abwehr, einen kreativen Angriff – und das verdiente Quäntchen Glück im dramatischen Finale. Durch den 16. Sieg im 23. Saisonspiel bleiben die Löwen mittendrin im Rennen um die internationalen Plätze.

Auf dem Feld entwickelt sich direkt ein hoch intensives Handball-Spiel. Unwiderstehlich zieht Melsungens Domagoj Pavlovic zum 1:0 (2.), Timo Kastening nach Löwen-Fehler zum 2:0 (4.). Die in Blau spielenden Mannheimer berappeln sich schnell. In der Abwehr macht die 5-1-Formation einen ordentlichen Job, Ymir Örn Gislason stört den MT-Rückraum auf der Spitze, zentral verteidigt Mait Patrail. Im Angriff beginnt Uwe Gensheimer für Jerry Tollbring, Lukas Nilsson für Philipp Ahouansou, Niclas Kirkeløkke ersetzt den verletzten Patrick Groetzki auf rechts außen. Und der Däne erzielt auch den ersten Löwen-Treffer zum 2:1 über die ungewohnte Position (5.).

Nach nervösem Beginn und zahlreichen technischen Fehlern auf beiden Seiten gewinnt die Partie zunehmend an Klasse. Lukas Nilsson beweist sein feines Händchen, legt Jannik Kohlbacher das 3:4 in die Pranke (9.). Yves Kunkel fliegt nach MT-Ballgewinn zum 6:5 (11.). Ständig wechselt die Führung, es geht in Highspeed rauf und runter. Ein zentraler Faktor: das Torwart-Spiel. Weil Andreas Palicka im Gegensatz zum Melsunger Gespann zündet, beim 7:7 in Minute 15 bereits seine vierte Parade landet, können sich die Löwen ein wenig nach vorne arbeiten. Nilsson findet Schmid am Kreis: 8:9 (19.). Wieder Schmid trifft nach der fünften Parade Palickas ins leere Tor: 9:11 (20.).

Krimi, Kampf und zwei Punkte für die Moral: Palicka nach der Pause direkt ein Faktor
Weiter absetzen können sich die Löwen nicht. Aber sie halten Melsungen in Schach, kontrollieren weitestgehend dessen superpotenten Rückraum. In die Pause nehmen die Jungs von Martin Schwalb ein 14:15. Spektakulär die letzte Aktion, die perfekt zu dieser aufreibenden, intensiven Halbzeit passt: Kirkeløkke zieht aus dem Stand gegen eine Sechs-Mann-Mauer ab, Silvio Heinevetter bekommt die Hand an den Hammer, der Heinevetters Tatze brutal gegen die Latte wuchtet. Handball-Fans kommen bei diesem Power-Spiel voll auf ihre Kosten.

Noch mehr gilt das nach dem Seitenwechsel für die Palicka-Fans: Der Löwen-Hexer hält die ersten drei Würfe auf sein Tor, so dass die Löwen aus dem 14:15 schnell ein 14:18 machen (34.). Melsungens Trainer Gudmundur Gudmundsson reagiert mit einer Auszeit. Die Löwen stehen jetzt in einer 6-0-Formation und damit mindestens genauso stark wie in Durchgang eins. So halten sie den Vorsprung bis zum 19:22, das Jerry Tollbring mit seinem sechsten Treffer erzielt (47.).

Spannend wird es, weil die MT jeden noch so kleinen Fehler bestraft. Marino Maric steht frei am Kreis: 21:23 (50.). Albin Lagergren kommt zu spät auf außen, kassiert Siebenmeter und Zeitstrafe, Tobias Reichmann verwandelt zum 22:23 (51.). Wieder Reichmann mit dem nächsten Siebenmeter markiert kurz danach den Ausgleich (24:24, 55.). Julius Kühn wuchtet zum 25:25 ein (57.). Jetzt wird es wieder ein Thriller. Lagergren zieht einen Siebenmeter, den Schmid zum 25:26 versenkt (59.). Andreas Palicka mit seiner zwölften Parade gegen Kai Häfner wird zum Matchwinner. Danach leisten sich beide Teams zwei Fehler, das Spiel, der Kampf, der Krimi ist aus: Sieg für die Löwen!

MT Melsungen – Rhein-Neckar Löwen 25:26 (14:15)
Melsungen: Heinevetter (ab 20.), Simic – Maric (1), Kühn (3), Reichmann (3/2), Kunkel (3), Mikkelsen (1), Danner (1), Arnarsson, Allendorf, Pregler, Häfner (3), Salger, Kastening (7), Kuntscher, Pavlovic (3)
Löwen: Palicka, Katsigiannis, Späth – Schmid (5/1), Gensheimer (3), Veigel, Kirkeløkke (3), Lagarde (1), Patrail, Tollbring (7/4), Ahouansou, Lagergren (1), Gislason (1), Nielsen, Nilsson (1), Kohlbacher (3)
Spielfilm: 2:0, 3:1, 3:3, 8:8, 9:9, 9:11, 10:12, 12:12, 13:13, 13:15, 14:15 (HZ), 14:18, 17:19, 18:21, 19:22, 20:23, 22:24, 24:24, 25:25, 25:26 (ENDE)
Schiedsrichter: Stefan Schneider & Colin Hartmann

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

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