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Rhein-Neckar Löwen vor Mammutaufgabe

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Gastspiel in der Hölle Nord am Samstagabend ist auch eine Chance zur Wiedergutmachung
Löwen vor Mammutaufgabe: Die Hölle Nord heißt nicht ohne Grund so. Zuletzt beim 28:23 über die bis dahin seit 23 Spielen ungeschlagenen Berliner Füchse kochte die Flens-Arena auf höchster Stufe. Am Samstag (18.05 Uhr/live auf Sky) geht es für die Rhein-Neckar Löwen in eine der heißesten Hallen Handball-Deutschlands. Fest steht: Am 11. Spieltag der LIQUI MOLY HBL stehen die Löwen vor einer echten Mammutaufgabe.

„Da müssen wir eigentlich alles besser machen als heute Abend“, sagte Löwen-Spielmacher Andy Schmid im Anschluss an das 30:33 zuhause gegen Lemgo Lippe am Mittwoch. Die „englische Woche“ könnte für Schmid & Co. übel enden, wenn es nach der bitteren Heimpleite gegen den amtierenden Pokalsieger auch beim Meister von 2018 und 2019 keine Punkte gibt. Hoffnung macht den Mannheimern ein Blick auf die Statistik – und auch wieder nicht.

In der vergangenen Saison gab es in den beiden HBL-Duellen jeweils ein Unentschieden, zeigten die Löwen richtig starke Leistungen. Die Kehrseite dieser Zahlen: Die vier Duelle davor gingen allesamt an die Jungs von Maik Machulla. Letztlich müssen die Löwen zurückgehen bis zum 21. Dezember 2017, um auf den vorerst letzten Bundesliga-Sieg gegen die SG zu stoßen. Damals gab es ein stimmungsvolles 32:27 in der rappelvollen SAP Arena.

Dringender Appell von Andy Schmid
Aktuell, das ist die Realität im Herbst 2021, sind die Löwen von solchen Eindrücken ein gutes Stück entfernt. Das liegt an der Corona-Pandemie, an vielen damit verbundenen Folgen, vor allem aber an der eigenen Leistung. Wenn sich Andy Schmid genötigt fühlt, die Einstellung seiner Mannschaft infrage zu stellen – wie geschehen nach der enttäuschenden Lemgo-Schlappe –, dann ist klar, wie weit die Löwen hinter den eigenen Ansprüchen zurückbleiben.

Mit Worten hat noch niemand ein Handballspiel gewonnen. Und so wollen die Löwen am Samstagabend Taten sprechen lassen und gegen die wiedererstarkte SG Flensburg-Handewitt zeigen, dass man es deutlich besser kann als gegen den TBV Lemgo Lippe. Die Voraussetzungen für ein Spektakel in der Hölle Nord sind so oder so gegeben. Denn eines ist auch klar: Einen weiteren Rückschlag können sich weder die SGF noch die RNL erlauben, wollen sie ihre Saisonziele nicht nachhaltig gefährden.
Flensburg musste schon einmal die Vorgaben korrigieren, nachdem eine Verletztenwelle der brutalsten Sorte über den Kader der SG hinweggerauscht war. Von der Meisterschaft sprechen sie an der Förde jedenfalls schon länger nicht mehr. Mit 12:6 Punkten sind es auch schon 6 Zähler Rückstand auf die aktuelle Übermannschaft SC Magdeburg (20:0!). Noch krasser hat es die Löwen erwischt.

Einer weiß genau, wie es geht
9:9 Zähler bedeuten den schlechtesten Saisonstart seit dem Wiederaufstieg zur Saison 2005/06. Damals übrigens schlugen die Löwen – als Aufsteiger! – die Flensburger als amtierenden Pokalsieger zuhause mit 26:24. In der Hölle Nord gab es damals ein echtes Handball-Feuerwerk, mussten sich die Jungs von der SG Kronau/Östringen, wie die Löwen damals noch hießen, 40:43 geschlagen geben. Im „Löwen“-Kader standen damals u.a. die polnischen Nationalspieler Slawomir Szmal und Mariusz Jurasik sowie ein noch ziemlich junger Uwe Gensheimer.

Apropos Gensheimer. Nach seinem Comeback gegen Lemgo brennt der Löwen-Kapitän auf das Gastspiel in der Hölle Nord. Gense, der Fighter, ist wie gemacht für solche Spiele, für Hexenkessel-Atmosphäre und größte Widerstände. Nicht zuletzt auf ihn wird es ankommen, die zuletzt doch arg geknickte Truppe wieder aufzurichten und anzuführen. Klar ist aber auch: Wollen die Löwen in Flensburg bestehen, brauchen sie eine Teamleistung – und zwar nahe an der Perfektion. Nur so kann aus der Hölle Nord eine ganz normale und möglichst leise Flens-Arena werden.

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

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