Rhein-Neckar Löwen gewinnen am Donnerstagabend auch das siebte Saisonspiel in der LIQUI MOLY HBL

Wolfgang Neuberth
dgb

Juri Knorr hebt im Zurücklaufen nach einem Angriff die Hand.
Sieben auf einen Streich: Die Rhein-Neckar Löwen gewinnen am Donnerstagabend auch das siebte Saisonspiel in der LIQUI MOLY HBL. Gegen das personell arg gebeutelte und sich tapfer verkaufende Schlusslicht GWD Minden steht nach 60 Minuten ein souveräner 37:25 (22:14)-Heimsieg auf der Anzeigetafel. Zum Lohn gibt es ausgelassene Party-Stimmung in der Löwen-Höhle SAP Arena und die gemeinsame Feier eines perfekten Saisonstarts.
Die Löwen spielen ohne Lukas Nilsson, David Späth sowie die kurzfristig ausfallenden Mikael Appelgren (Schulter), Philipp Ahouansou (Finger) und Jannik Kohlbacher (krank). Auf dem Feld ist davon nichts zu merken. Kaum sechs Minuten sind gespielt, da führen die Gelben 5:0 gegen die in Weiß gekleideten Gäste. Zwei Zeitstrafen, Pfosten- und Lattentreffer, dazu zwei komplett am Tor vorbeigeworfene Bälle: Für GWD Minden hätte die Partie kaum schlechter starten können. Zwar kommen sie binnen zwei Minuten auf 5:3 ran (9.), kassieren dann aber fünf Löwen-Tore am Stück und stehen beim 10:3 bereits mit sieben Treffern in der Kreide (13.).
Nach der ersten GWD-Auszeit gelingt es der Truppe von Frank Carstens, auf 10:6 zu verkürzen (16.). Die Löwen reagieren kaltschnäuzig. Durchbruch Halil Jaganjac: 11:6 (17.). Parade Joel Birlehm. Erweiterter Gegenstoß Olle Forsell Schefvert: 12:6. Parade Birlehm. Traumkombination Löwen über Juri Knorr und Albin Lagergren zu Patrick Groetzki: 13:6 (19.). Diese Mannschaft bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Zumal auch die Wechsel sitzen. Ymir Örn Gislason entlastet Kristjan Horžen und trifft gleich zweimal. Niclas Kirkeløkke kommt für Lagergren und macht vier Buden in knapp sieben Minuten. Am Ende einer rundum gelungenen ersten Halbzeit steht es 22:14 für die RNL.
Sieben auf einen Streich: Löwen supervariabel
Unter den Gesängen der euphorischen Löwen-Fans fliegt Forsell Schefvert zum ersten Löwen-Tor der zweiten Halbzeit (23:15, 32.). Horžen zieht Siebenmeter und Zeitstrafe, Uwe Gensheimer kommt von der Bank zum 25:16 (35.). Minden hält die Köpfe oben. Niclas Pieczkowski aus dem Rückraum, Mats Korte von außen senden Lebenszeichen. Probleme haben die Ostwestfalen vor allem in der Abwehr, wo sie weder im Tempo-, noch im gebundenen Spiel ein Mittel finden gegen die supervariabel agierenden Löwen. Immerhin: Beim 26:19 sind die Mindener auf sieben Treffer dran, anstatt in zweistelligen Rückstand zu geraten (41.). Kristjan Horzen packt Niclas Pieczkowski.
Ein Faktor bei GWD ist Malte Semisch. In der 42. Minute kauft er Gensheimer einen Siebenmeter ab, kommt auf 11 Paraden und eine Quote von knapp 30 Prozent. Nach der 11. Birlehm-Parade und dem siebten Gensheimer-Tor steht es dann doch zum ersten Mal zweistellig (29:19, 45.). Knorr tankt sich durch zu seinem siebten Treffer: 30:19 (47.). Längst geht es nur noch um die Höhe des Löwen-Heimsiegs bzw. Schadensbegrenzung von Seiten GWD. Etwas gegen mehr Minden-Treffer hat der Ex-Mindener Birlehm. Nach seiner 13. Parade können die Löwen wieder auf zehn wegziehen (32:23), doch Gensheimer leistet sich einen technischen Fehler und Timo Stoyke verkürzt (32:24, 53.).
In den Schlussminuten wechselt Löwen-Trainer Hinze kräftig durch, bringt u.a. mit Robert Timmermeister und Niklas Michalski zwei Jungs aus der Löwen-Jugend. Der Rest ist Schaulaufen vor begeisterter Fan-Kulisse hin zum siebten Saisonsieg im siebten Spiel. Respekt, Rhein-Neckar Löwen! Oder wie die Fans skandieren: Steht auf, wenn ihr Löwen seid!
Rhein-Neckar Löwen – TSV GWD Minden 37:25 (22:14)



Schiedsrichter: Lucas Hellbusch & Darnel Jansen

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de.