MANNHEIM

Sieben Monate Haft nach Angriff auf zweijähriges Kind im ICE

Mannheim Von Lothar Binder 1 Min. Lesezeit

KI-generiertes Bild

Ein 49-Jähriger soll in einem ICE kurz vor Mannheim ein zweijähriges Kind mit einer Tasche ins Gesicht geschlagen haben. Das Gericht verhängte sieben Monate Haft.

Veröffentlicht am 3. September 2026 um 10:53 Uhr | Quelle: Bundespolizeiinspektion Karlsruhe

Ein 49 Jahre alter Mann ist nach einem Vorfall am Mannheimer Hauptbahnhof im beschleunigten Verfahren zu einer siebenmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Deutsche Bahn informierte die Bundespolizei am Dienstag, 1. September 2026, gegen 15:40 Uhr über eine mögliche Körperverletzung im ICE 373. Am Bahnsteig 4 trafen die Beamten den Tatverdächtigen, eine Zugbegleiterin sowie die Mutter und das verletzte Kind an.

Der 49-Jährige hatte den Zug nach Angaben der Bundespolizei von Frankfurt nach Mannheim ohne gültigen Fahrschein genutzt. Nachdem die Zugbegleiterin eine Fahrpreisnacherhebung ausgestellt hatte, ging er durch den Zug.

Als eine Mutter mit ihrem zweijährigen Kind an ihm vorbeiging, soll der Mann dem Kind unvermittelt eine mit Trinkflaschen gefüllte Tasche ins Gesicht geschlagen haben. Das Kind fiel zu Boden und wurde leicht verletzt. Eine ärztliche Versorgung wurde abgelehnt.

Das Amtsgericht Mannheim verurteilte den Mann am Mittwoch, 2. September, wegen Leistungserschleichung in Tateinheit mit Hausfriedensbruch und Körperverletzung.

Die Entscheidung des Amtsgerichts Mannheim ist noch nicht rechtskräftig und kann mit den vorgesehenen Rechtsmitteln angefochten werden.

Weitere Meldungen aus Mannheim

Alle anzeigen ›