Stuttgart
50. Stuttgarter Weindorf feiert sein Jubiläum und lädt noch bis 5. September 2026 zu Genuss und Gemütlichkeit ein

Vom 20. August bis 5. September 2026 findet das Stuttgarter Weindorf statt, eines der bekanntesten und traditionsreichsten Weinfeste Süddeutschlands. Das 50. Weindorf, bei dem regionale Weine und kulinarische Köstlichkeiten, ein Kulturprogramm und die Geselligkeit zum Verweilen einladen, wurde am 20. August von Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und dem Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenminister Manuel Hagel sowie Dominik Schwab, dem Geschäftsführer von Pro Stuttgart e.V., der Veranstalter ist, feierlich im Arkadenhof des Alten Schlosses eröffnet.
v.l.: Pro Stuttgart Vorsitzender Jens Zimmermann und Pro Stuttgart Geschäftsführer Dominik Schwab, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel und Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper mit den JAKO-Weindorf-Trikots zum Jubiläum „50 Jahre“, Pro Stuttgart-Vorstand Andreas Zaiß sowie die 60. Württembergische Weinkönigin Natalie Schäfter.
17 Tage lang heißen 32 Festbetriebe in insgesamt 119 Lauben in der Stuttgarter Innenstadt, am Marktplatz, Schillerplatz und entlang der sie verbindenen Kirchstraße die Gäste willkommen: Sonntags bis mittwochs von 12.00 bis 23.00 Uhr und donnerstags bis samstags von 12.00 bis 24.00 Uhr.
Angeboten werden mehr als 500 Weine und viele regionale Speisen. Schwäbisches steht im Mittelpunkt, von Schupfnudeln, Kässpätzle, Maultaschen, Linsen, Flammkuchen über geschmorte Bäckle bis zum Zwiebelrostbraten ist alles dabei. Es gibt auch internationale Angebote und die kulinarischen Köstlichkeiten schließen auch Süßes ein. Die Lauben sind liebevoll dekorierte kleine Häuschen, die bei jeder Witterung Schutz bieten. Zudem kann man oft auch draußen sitzen, unter freiem Himmel oder ggf. unter einem Sonnenschirm. Es ist ein zu Begegnung und Genuss einladendes Dorf inmitten der Stadt.
Ein Rahmenprogramm gehört dazu, mit Musik, vom diesjährigen Jubiläumskonzert über „Die drei Richtigen“, den Jagdhornbläsern, den Saxofonisten Sir Waldo Weathers, der schon an der Seite von James Brown spielte, soweit ohne Eintritt, bis hin zu den drei eintrittspflichtigen Live-Acts im Innenhof des Alten Schlosses am ersten Festwochenende mit Tom Twers (21.08.), King Kong Kicks (22.08.) und Morpheuz (23.08.), mit denen jüngeren Gästen ein exklusives Jubiläumshighlight geboten wird. Außerdem gibt es Gesprächsrunden, die „Weindorf-Treffs“ und auch das traditionelle Traubenpressen mit Prominenten, Familiensonntage, die Prämierung der „Besten Laube 2026“ und noch mehr.
v.l. Landtagspräsident Thomas Strobl, Landtagsvizepräsidentin Muhterem Aras, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Theresa Schopper, Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel sowie Staatssekretär Siegfried Lorek.
Unter den Ehrengästen, die herzlich begrüßt wurden, waren neben dem Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenminister Manuel Hagel und der Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Theresa Schopper auch Landtagspräsident Thomas Strobl und Landtagvizepräsidentin Muhterem Aras, General Dagvin Anderson, Kommandeur des United States Africa Command oder auch Werner Koch, Ehrenpräsident von Pro Stuttgart e.V. und die Weinhohheiten Natalie Schäfter, Manuela Breitmayerund Anna Maria Joos. Durch den Abend führte Jens Zimmermann, der Moderator und auch Erster Vorsitzender des Vereins „Pro Stuttgart e.V.“ ist.
Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper betonte bei der Eröffnung u.a., dass das Stuttgarter Weindorf ein Ort sei, an dem Herkunft, Alter, Beruf und Lebensentwurf keine Rolle spielten. Und „Pro Stuttgart e.V.“ der vor 140 Jahren gegründete Verein, der das Stuttgarter Weindorf ausrichtet, stehe für eine offene, vielfältige, demokratische Stadtgesellschaft.
Begonnen hat das Weindorf 1976 mit der Idee, eine „große Besenwirtschaft“ in die Stuttgarter Innenstadt zu bringen.
1976 rief der ADAC bzw. sein Pressesprecher Erich Brodbeck, dessen Idee es ursprünglich war, praktisch das Stuttgarter Weindorf ins Leben - es war eine „Hocketse“ nur mit Tischen und Bänken auf dem Marktplatz, für die er die Wirte und Wengerter gewinnen konnte, die aber im Folgejahr ausfiel, weil der Automobilclub Auto fahren im Zusammenhang mit Alkohol bedenklich fand. 1978 wurde das Konzept vom städtischen Verkehrsdirektor Peer-Uli Faerber weiterentwickelt, von ihm (der u.a. auch den i-Punkt schuf und Chef des Cannstatter Volksfest war) stammte der Einfall, Holzlauben im Stil schwäbischer Wengerterhäuschen in der Stadt aufzubauen, um die Innenstadt zu beleben. Die Entwürfe für die Lauben gab er dem Architekturbüro Werner Schick in Auftrag. Später übernahm der Verein Pro Stuttgart e.V. die Organisation des beliebten Formats.
Für ihr 50-jähriges Mitwirken beim Stuttgarter Weindorf wurden drei Persönlichkeiten, die von Anfang an dabei waren, mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt:
vorne v.l. Vorstand Jens Zimmermann mit den Wirtinnen Helli Schmieg und Margret Zaiß und Manfred Strauß, der für den Auf- und Abbau verantwortllich ist sowie den Pro Stuttgart-Vorständen Andreas Zaiß und Dominik Schwab mit den Festwirtinnen und Festwirten im Hintergrund.
Helli Schmieg ist Pionierin und kann auf die Entstehungszeit zurückblicken, in der sie wie eine Markenbotschafterin Werbung im Land für das Weindorf machte und immer gerne selbst mit ihrer Herzlichkeit die Gäste bewirtete - bis heute unterstützt die Weindorf-Mitgründerin und ehemalige Vorsitzende als eine der prägendsten Weinwirtinnen dabei ihre Familie, die ihr Werk, das ihnen allen eine Herzensangelegeneit ist, fortführt.
Margret Zaiß ist ebenfalls bereits seit den Anfängen beim Weindorf mit Herzblut dabei, genauso wie es ihr bereits verstorbener Mann Dieter war. Wie für alle anderen war auch für sie die Außer-Haus-Zubereitung der Speisen herausfordernd, aber die Gäste freundlich zu empfangen war ihr immer eine Freude. Ihr Sohn Andreas Zaiß mit Familie übernahm inzwischen die Zaißerei, die als Weindorf-Urgestein seit den Anfängen als Institution gilt. Er lobt die besondere Atmosphäre des Weindorfs als „ein friedliches Fest ohne laute Musik, ein Ort zum Reden, Begegnen und Genießen. Musik ohne Verstärker, gute Gespräche und das besondere Flair machen den Charakter aus“.
Manfred Strauß ist ebenfalls seit dem Beginn, also inzwischen seit 48 Jahren für den Auf- und Abbau des Weindorfs verantwortlich. Er war auch mit dem Weindorf unterwegs, ausgeschenkt wurde in Hamburg, Berlin und Brüssel, aber auch in Osaka, in Finnland sowie Tuscaloosa/Alabama bei Daimler.
Auch der inzwischen verstorbenen Erika Wilhelmer wurde gedacht, die eine Weindorf-Wirtin der ersten Stunde war, als Weindorf-Ikone gilt und mehr als vier Jahrzehnte mit den „Stuttgarter Stäffelesrutschern“ auf dem Weindorf für Gastronomisches, Herzlichkeit und Humor sorgte, was Einheimische, Messebesucher und Gäste aus aller Welt gleichermaßen schätzten. Ihr Erbe führt ihr Sohn Michael mit seiner Familie weiter.
Anlässlich des Jubiläums 50 Jahre wurde ein eigener Weindorf-Wein präsentiert aus den besten Stuttgarter Lagen; Stuttgart ist die einzige deutsche Stadt mit eigenem Weingut. Zudem enstand ein auf 300 Stück limitiertes Jubiläums-Trikot in Kooperation mit JAKO. Das Exemplar Nr. 1 signiert von prominenten Persönlichkeiten wurde über das Auktionshaus Eppli zur Versteigerung angeboten. Ein Jubiläumsmagazin ist erschienen und limitierte Kunst-Jubiläums-Gläser wurden gestaltet. Sogar eine mit der BWPost kreierte Briefmarke erinnert an das Jubiläumsjahr.
Paralympics-Sieger im Kugelstoßen Niko Kappel (rechts) im Gespräch mit dem Moderator und Erstem Vorsitzenden Jens Zimmermann.
Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Jubiläums-Trikots von JAKO wird die Arbeit des Markenbotschafters und Paralympics-Sieger im Kugelstoßen Niko Kappel (Foto) im Inklusionssport unterstützt.
Paralympics-Sieger Niko Kappel (Mitte) spricht über KLEINformat! mit dem Moderator und Pro Stuttgart-Vorsitzenden Jens Zimmermann (links) und Geschäftsführer Dominik Schwab (rechts).
Für seine gemeinnützige Organisation KLEINformat!, mit der Nico Kappel (Foto) Projekte für den parasportlichen Nachwuchs fördert, durfte er sich über einen Scheck über 21.000 Euro aus dem Verkauf der Jubiläum-Trikots freuen.
Für die musikalische Umrahmung sorgten der Chor „Stuttgarter Kesselkehlchen“ und die „LoisianaFunky Butts Brass Band“
Die 60. Württembergische Weinkönigin Natalie Schäfter, (rechts) mit den Weinprinzessinnen Manuela Breitmayer (links) und Anna Maria Joos (Mitte).
Die Weinhoheiten Natalie Schäfter, Manuela Breitmayer und Anna Maria Joos, hier mit dem Stuttgarter Weindorfmagazin, repräsentieren die Weinregion Baden-Württemberg auf Messen, Weinfesten, Empfängen, Fachveranstaltungen sowie touristischen Anlässen im In- und Ausland.
Sängerin Andrea Berg (rechts) mit ihrem Ehemann Uli Ferber.
Als Ehrengast war auch die Sängerin Andrea Berg (Foto) gerne mit ihrem Ehemann Uli Ferber zur Eröffnungsfeier gekommen.
https://stuttgarter-weindorf.de
Text und Foto: Diana Rasch und Elisabeth Rasch
Weitere Meldungen aus Baden Württemberg
Alle anzeigen ›
Karlsruhe
Zwei Verdächtige wegen gewerbsmäßiger Hehlerei in Untersuchungshaft
22.08.2026

Karlsruhe
Falsche Polizeibeamte bestehlen 93-Jährigen – Kriminalpolizei sucht Zeugen
22.08.2026

Karlsruhe
Drei Polizeibeamte bei Widerstand leicht verletzt
21.08.2026

Karlsruhe
82-jähriger Fußgänger bei Zusammenstoß mit Auto schwer verletzt
21.08.2026

Philippsburg
27-Jähriger prallt gegen Laternenmast – Verdacht auf Alkohol und Drogen am Steuer
14.08.2026

Karlsruhe
46-Jähriger nach Verdacht auf Waffenhandel über das Darknet in Untersuchungshaft
12.08.2026














