UPDATE MANNHEIM

Ermittlungsgruppe arbeitet Ausschreitungen beim Pokalderby auf

News und Sport Von Lothar Binder 1 Min. Lesezeit

POL-MA

Nach den Ausschreitungen beim DFB-Pokalderby in Mannheim ermittelt eine elfköpfige Sondergruppe. Die Polizei bittet um private Foto- und Videoaufnahmen.

Veröffentlicht am 3. September 2026 um 13:31 Uhr | Quelle: Polizeipräsidium Mannheim

Das Polizeipräsidium Mannheim hat zur Aufarbeitung der Vorfälle beim DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern am 21. August 2026 die Ermittlungsgruppe „Campus Ludi“ eingerichtet.

Nach Angaben der Polizei schossen Kaiserslauterer Anhänger bereits vor dem Anpfiff massiv Pyrotechnik auf das Spielfeld. Der Spielbeginn verzögerte sich dadurch. Während der Partie wurde in beiden Fanblöcken wiederholt Pyrotechnik gezündet.

Nach einer Rudelbildung zwischen Spielern beider Mannschaften habe sich die aggressive Stimmung auf die Zuschauerränge übertragen. Es kam zu Becherwürfen in Richtung der Kaiserslauterer Mannschaft. Anhänger des FCK schossen zudem Raketen in Richtung der Waldhöfer Haupttribüne.

Im weiteren Verlauf stürmten Mannheimer Anhänger das Spielfeld. Zahlreiche Polizeikräfte mussten die Personen zurück in die Zuschauerbereiche drängen und wurden dabei laut Polizei massiv mit Pyrotechnik beschossen.

Kaiserslauterer Anhänger sollen außerdem mehrere Sitzreihen aus der Verankerung gelöst und nach dem Spiel ihre Choreografie verbrannt haben. Dadurch entstand nach Behördenangaben erheblicher Sachschaden.

Der Ermittlungsgruppe gehören elf Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei an. Sie soll Informationen sowie Bildmaterial auswerten und mögliche Tatverdächtige identifizieren.

Zeugen werden gebeten, auch vermeintlich nebensächliche Foto- und Videoaufnahmen über das Hinweisportal der Polizei Baden-Württemberg bereitzustellen.

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