WATTENHEIM

Zwei Frauen bei fingierter Geldübergabe festgenommen

Rheinland-Pfalz Von Lothar Binder 1 Min. Lesezeit

KI-generiertes Bild

Nach einem Schockanruf bei einer 80-Jährigen in Wattenheim nahm die Polizei am Dienstagabend zwei Frauen bei der vermeintlichen Geldübergabe vorläufig fest.

Veröffentlicht am 10. September 2026 um 09:15 Uhr | Quelle: Staatsanwaltschaft Frankenthal und Polizeipräsidium Rheinpfalz

Eine 80-jährige Frau aus Wattenheim erhielt am Dienstagabend, 8. September 2026, einen sogenannten Schockanruf. Eine Unbekannte behauptete, die Tochter der Seniorin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht.

Um eine angebliche Inhaftierung zu verhindern, sollte eine Kaution in Höhe von 90.000 Euro gezahlt werden. Die 80-Jährige erkannte den Betrugsversuch, stellte der Anruferin aber zum Schein eine Zahlung von 19.000 Euro in Aussicht.

Gegen 20:45 Uhr traf ein Taxi mit zwei 26 und 27 Jahre alten Frauen in der Nähe der Wohnanschrift ein. Die 26-Jährige ging auf das Grundstück, auf dem die Seniorin mit einer Tasche und dem vermeintlichen Geld wartete.

Polizeikräfte nahmen die Frau unmittelbar nach dem Verlassen des Grundstücks vorläufig fest. Ihre 27-jährige Begleiterin wurde bei dem noch in der Nähe wartenden Taxi ebenfalls festgenommen.

Die 26-Jährige wurde am Mittwoch einem Haftrichter beim Amtsgericht Frankenthal vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging wegen des dringenden Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs ein Untersuchungshaftbefehl. Sie kam in eine Justizvollzugsanstalt.

Die 27-Jährige wurde mangels Haftgründen wieder freigelassen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankenthal und der Kriminalpolizei Ludwigshafen dauern an. Für beide Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Die Opferschutzberatung ist unter 0621 963-21160 erreichbar. Über typische Betrugsmaschen informiert die Präventionshotline unter 0621 963-21177 montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr. Die Polizei fordert niemals telefonisch Geld oder Wertsachen und ruft nicht unter der Notrufnummer 110 an.

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