Fussball
SV Eintracht Trier – SV Sandhausen 2:0

SVS muss sich in Trier geschlagen geben
Der SV Sandhausen musste sich beim SV Eintracht-Trier mit 0:2 (0:2) geschlagen geben. Zwei konsequent ausgespielte Situationen brachten die Gastgeber im ersten Durchgang auf Kurs. Nach der Pause steigerte der SVS Intensität und Offensivdruck deutlich, konnte seine Bemühungen jedoch nicht mit einem Treffer belohnen.
Arthur Lyska hütete das Sandhäuser Tor. Vor ihm bildeten Lukas Mazagg, Kwabe Schulz, Yannick Osee und Ken Gipson die Viererkette. Im Zentrum liefen Tim Korzuschek und Niklas Tarnat auf, während Mert Tasdelen, Arianit Ferati und David Mamutovic in der offensiveren Reihe für Akzente sorgen sollten. Ganz vorne startete U19-Stürmer Luka Vukoja, da Tasos Leonidis leicht angeschlagen ausgefallen war.
Trier mit dem ersten Warnsignal
Der SVS begann die Partie zunächst eher defensiv und lauerte aus seiner Grundordnung heraus auf Möglichkeiten zum Umschalten. Die erste gefährliche Aktion gehörte jedoch den Gastgebern. Trier spielte sich über die linke Außenbahn nach vorne und brachte den Ball zum vermeintlichen 1:0 im Tor unter. Der Treffer wurde allerdings aufgrund einer vorausgegangenen Abseitsstellung aberkannt.
Nach rund zehn Minuten veränderte sich das Bild zunehmend. Sandhausen suchte häufiger selbst den Ballbesitz, ließ das Spiel vermehrt durch die eigenen Reihen laufen und versuchte, aus dem eigenen Aufbau heraus gefährlich zu werden.
Trier nutzt Sandhäuser Fehler
Kurz darauf geriet der SVS dennoch in Rückstand. Nach einem Ballverlust in der Defensive schaltete Trier schnell um, Wähling nutzte die Situation und traf zum 1:0 für die Gastgeber (12.). Sandhausen blieb anschließend offensiv bemüht, kam zunächst jedoch nicht zu klaren Torchancen. Auch dem zweiten Gegentreffer ging ein Ballverlust voraus. Nach einem verlorenen Kopfballduell im Mittelfeld schaltete Trier erneut schnell um. Der SVS verteidigte den Angriff nicht konsequent genug, die Gastgeber setzten nach und Sausen schob zum 2:0 ein (26.).
Mehr Ballbesitz vor der Pause
Trier blieb vor allem mit seinen schnellen Angriffen gefährlich. In den letzten Minuten des ersten Durchgangs übernahm Sandhausen wieder häufiger den Ball und verlagerte das Geschehen zunehmend in die gegnerische Hälfte. Daraus entstand jedoch noch zu wenig Gefahr vor dem Trierer Tor.
SVS kommt verbessert aus der Kabine
Ohne personelle Veränderungen ging Sandhausen in den zweiten Durchgang und suchte früh wieder den Weg nach vorne. Der SVS fand nun besser in die Partie und kam konsequenter in die Nähe des Trierer Strafraums. Tasdelen tauchte frei vor dem Tor auf, die große Möglichkeit wurde allerdings aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen (50.).
Sandhausen erhöhte anschließend die Intensität in den Zweikämpfen und suchte immer wieder den Weg in die Offensive. Zwar gelang es nun häufiger, vor das Trierer Tor zu kommen, im entscheidenden Moment fehlte allerdings weiterhin die nötige Durchschlagskraft.
Mit Neuzugang Max Christiansen und Seyhan Yigit brachte der SVS zwei frische Kräfte für Korzuschek und Mazagg (61.). Christiansen übernahm im zentralen Mittelfeld, Gipson rückte auf die linke Abwehrseite und Yigit agierte fortan rechts hinten.
Partie öffnet sich
Mit Stefan Maderer für Mamutovic verstärkte Sandhausen seine Offensive weiter (74.). In der Schlussphase öffnete sich die Begegnung zunehmend, beide Mannschaften kamen über schnelle Angriffe nach vorne. Trier verzeichnete dabei zunächst die besseren Möglichkeiten. Für die letzten Minuten brachte Kevin Stotz zusätzlich Teoman Akmestanli und Phil Halbauer für Gipson und Tasdelen in die Partie (81.). Kurz darauf hatte der eingewechselte Tekerci die große Gelegenheit auf einen weiteren Trierer Treffer. Frei vor Lyska scheiterte er jedoch am stark reagierenden Sandhäuser Schlussmann (83.).
Sandhausen drückt bis zum Abpfiff
Der SVS biss sich trotz des Zwei-Tore-Rückstands weiter in die Partie und erhöhte den Druck noch einmal. Trier wurde zunehmend in die eigene Defensive gedrängt und konnte sich phasenweise kaum noch daraus befreien. Sandhausen fehlte jedoch weiterhin der entscheidende Moment vor dem Tor. Die beste der Sandhäuser Möglichkeiten entstand nach einem Freistoß. Akmestanli verlängerte den Ball per Kopf auf Maderer, der ebenfalls mit dem Kopf zum Abschluss kam, den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte. So blieb es beim 0:2.
SV Eintracht Trier – SV Sandhausen 2:0
Sandhausen: Lyska – Mazagg (Yigit, 61.), Kwabe Schulz, Osee, Gipson (Akmestanli, 81.) – Korzuschek (Christiansen, 61.), Tarnat – Tasdelen (Halbauer, 81.), Ferati, Mamutovic (Maderer, 74.) – Vukoja.
Tore: 1:0 Wähling (12.). 2:0 Sausen (26.); Schiedsrichter: John Bender; Zuschauer: 2.291
Stimme zum Spiel
Kevin Stotz: „Man hat relativ deutlich gemerkt, dass uns beide Kapitäne gefehlt haben. Wir lagen früh 0:2 zurück. In solchen Phasen braucht es ein, zwei Spieler auf dem Platz, die Verantwortung übernehmen, wenn es unangenehm wird und noch nicht alles funktioniert. Die Gegentore waren aus meiner Sicht keine mannschaftstaktischen Themen, sondern individuelle Fehler – das macht es natürlich schwierig. Trier hat sein Spiel durchgezogen, alles reingehauen und investiert. Nach der Halbzeit haben wir dann ein besseres Gesicht gezeigt, versucht, das Heft in die Hand zu nehmen und mussten natürlich mehr Risiko gehen. Dass Trier dadurch zu Möglichkeiten kommt, war klar. Den Jungs kann man aber den Willen nicht absprechen: Wir haben bis zum Schluss alles versucht und hatten auch spät noch ein, zwei Chancen auf den Anschlusstreffer. Dieser ist uns leider nicht gelungen.“
SV Sandhausen 1916 e,V.
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