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Löwen verlängern nicht mit Lion Zacharias

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Abschied vom Linksaußen nach sieben Jahren bei Junglöwen und Profis
Die Rhein-Neckar Löwen werden den zum Saisonende auslaufenden Vertrag von Lion Zacharias nicht verlängern. Auf der Linksaußen-Position plant der zweifache Deutsche Meister und Pokalsieger für die kommende Spielzeit mit Eigengewächs David Móré und dem im Sommer vom Bergischen HC kommenden Nationalspieler Tim Nothdurft.

„Wie man sich vorstellen kann, fällt uns der Abschied von Lion verdammt schwer. Am Ende dieser Saison wird er sieben Jahre bei uns gewesen sein. In dieser Zeit hat er mit den Junglöwen große Erfolge gefeiert und den schwierigen Übergang von den Junioren zu den Profis gemeistert“, so Geschäftsführerin Jennifer Kettemann.

„Ich hatte eine wunderbare Zeit“
„Ich hatte eine wunderbare Zeit bei den Löwen, und das durchgehend von meinem Start hier in der C-Jugend bis zu meinem ersten vollständigen Profijahr. Den Löwen, speziell meinen Jugendtrainern und Förderern im Klub, verdanke ich meine sportliche Entwicklung. Dass es hier nicht weitergeht für mich, ist natürlich traurig. Auf der anderen Seite wartet nun eine neue Herausforderung auf mich. Und wer weiß, vielleicht führt mich mein Weg eines Tages wieder zurück hierher“, sagt Lion Zacharias.

2017 kam der heute 20-Jährige von der SG Leutershausen zu den Junglöwen. Im Nachwuchsleistungszentrum der Löwen durchlief er alle Stationen von der C- bis zur A-Jugend, inklusive zahlreicher Einsätze in der Drittliga-Mannschaft. Höhepunkt war die Saison 21/22, in der er sowohl mit der Drittliga- als auch der A-Jugend-Truppe die Meisterschaft feierte.

Zwischenzeitlich absolvierte der gebürtige Mannheimer sein Profi-Debüt, und zwar am 24. April 2021, im zarten Alter von gerade einmal 17 Jahren. Nach und nach entwickelte sich der Linksaußen zu einem festen Bestandteil der Bundesliga-Mannschaft, unterschrieb folgerichtig 2022 seinen ersten Profi-Vertrag, der nun nach dieser Saison ausläuft und nicht verlängert wird.

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

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Adler Mannheim – Schwenninger Wild Wings 3:5

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Adler geben Führung aus der Hand
Über 12.000 Zuschauer genießen in der SAP Arena lange ein stimmungsvolles und torreiches Baden-Württemberg-Duell, bei dem am Ende aber Schwenningen mehr Grund zum Jubeln hatte. Die Adler verloren ihr Heimspiel gegen die Wild Wings trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung mit 3:5. Die Tore für Mannheim erzielten Tyler Gaudet, Daniel Fischbuch und Jyrki Jokipakka.

Die Adler legten gleich beim ersten Wechsel des Spiels den Vorwärtsgang ein und konnten auch im Anschluss den Druck auf das Schwenninger Tor hochhalten. Beim ersten Überzahlspiel war das Timing von John Gilmour beim Abstauber noch nicht optimal (6. Minute), doch Tyler Gaudet nahm wenig später die Scheibe direkt und traf zum 1:0 (7.). Kurze Zeit danach nahm Markus Hännikäinen einen Steilpass an der blauen Linie auf, hatte vor dem Tor aber noch das Auge für Daniel Fischbuch. Dessen sechster Saisontreffer bedeutete das 2:0 für Mannheim (9.). Stefan Loibl hatte das 3:0 auf dem Schläger, doch hinter dem schon geschlagenen Schwenninger Keeper Joacim Eriksson klärte noch ein Verteidiger auf der Linie (13.). Stattdessen verkürzte Daniel Pfaffengut noch vor der Pause auf 1:2 aus Sicht der Gäste (17.).

Das zweite Drittel begann mit einem Lattentreffern von Loibl (21.) und auf der anderen Seite von Max Görtz (22.). Die Gäste standen in der Defensive gut und waren immer wieder mit Kontern gefährlich. Mannheim war optisch überlegen und sorgte immer dann für Gefahr vor dem gegnerischen Tor, wenn das Tempo hochgehalten werden konnte. Doch die Scheibe wollte vorerst nicht mehr über die Linie.

Zu Beginn des Schlussabschnitts senkte sich der Schuss von Jyrki Jokipakka in hohem Bogen dann aber doch über Eriksson zum 3:1 ins Tor (43.). Doch die Schwarzwälder steckten nicht auf, kamen erst durch Thomas Larkin in Überzahl auf 2:3 heran (45.) und drehten das Match anschließend durch die Tore von Phil Hungerecker (51.) und Daryl Boyle (53.). Hungerecker entschied das Match mit seinem Treffer ins leere Mannheimer Tor (59.).

Adler Mannheim – Schwenninger Wild Wings 3:5 (2:1, 0:0, 1:4)
Tore: 1:0 Gaudet (06:15), 2:0 Fischbuch (08:01), 2:1 Pfaffengut (16:36), 3:1 Jokipakka (42:44), 3:2 Larkin (44:27), 3:3 Hungerecker (50:36), 3:4 Boyle (52:17), 3:5 Hungerecker (58:49); Schiedsrichter: Roman Gofman / Martin Frano; Zuschauer: 12.212

Quelle: www.adler-mannheim.de

 

Frohe Weihnachten

main qimg 26fccd6498936b03a25795fcb11f451eSportWoche und Metropoljournal wünschen allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, verbunden mit dem Dank für das Interesse an unseren Beiträgen in diesem Jahr.
Zudem wünschen wir Ihnen Gesundheit und Zufriedenheit für das Jahr 2024.

Ihr
SportWoche/Metropoljournal-Team

 

Grizzlys Wolfsburg – Adler Mannheim 0:3

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Starker Auftritt der Adler in Wolfsburg
Dank einer starken und geschlossenen Mannschaftsleistung haben die Adler Mannheim das letzte Auswärtsspiel vor Heiligabend gewonnen. In Wolfsburg setzte sich das Team von Cheftrainer Dallas Eakins verdient mit 3:0 durch. Während Felix Brückmann sich über seinen ersten Shutout der Saison freuen durfte, erzielten David Wolf, Maximilian Eisenmenger und Jordan Szwarz die Tore für die Gäste aus Mannheim.

Beide Teams legten von Beginn an ein hohes Tempo vor, den ersten Treffer erzielten aber die Adler: Mit einem platzierten Schuss ins lange Eck besorgte David Wolf die Führung (5. Spielminute). Und Mannheim legte nach. Binnen 56 Sekunden schraubten Maximilian Eisenmenger (6.) und Jordan Szwarz (7.) das Ergebnis auf 3:0. Trotz des komfortablen Vorsprungs agierten die Gäste überaus clever, standen vor allem in der Defensive kompakt. Gute Möglichkeiten der Grizzlys wie die von Lucas Dumont (10.) oder Jean-Christophe Beaudin (12.), der in Überzahl unbedrängt zum Abschluss kam, hatten Seltenheitswert. Da Wolf (15.) und John Gilmour (17.) am Schoner von Dustin Strahlmeier scheiterten und auch das Powerplay der Adler nicht von Erfolg gekrönt war, blieb es bei der Drei-Tore-Führung.

Wie in Drittel eins kontrollierten die Adler auch im Mittelabschnitt das Geschehen, Wolfsburg tauchte nur selten gefährlich vor Felix Brückmann auf. Justin Fesers Lattentreffer Mitte des Spiels war noch das Beste, was die Hausherren offensiv zu bieten hatten (31.). Davor verpassten Wolf (21.), Tyler Gaudet (22.) und Stefan Loibl in Überzahl (26.) das 4:0. Danach hatte Linden Vey den vierten Treffer auf der Kelle, fand aber in Strahlmeier seinen Meister (32.). Kurz darauf machte es Loibl besser, als er den frei im Torraum liegenden Puck über die Linie drückte, doch die Schiedsrichter verweigerten dem Treffer die Anerkennung (32.). Weil beide Mannschaften in der Folge stark verteidigten und kaum Chancen zuließen, hatte die 3:0-Führung der Adler auch nach 40 Minuten Bestand.

Kurz nach Wiederbeginn überstanden die Gäste aus Mannheim eine Unterzahl schadlos, hatten mit einem Mann weniger auf dem Eis sogar durch Szwarz die Großchance auf das 4:0, doch der Stürmer scheiterte am Pfosten (44.). Wenig später stand Dumont plötzlich frei vor Brückmann, Mannheims Keeper blieb aber Sieger (46.). Auf der anderen Seite war es abermals Szwarz, der die Vorentscheidung hätte besorgen können, Strahlmeier war jedoch zur Stelle (48.). In einer teils hitzigen und von einigen Nickligkeiten geprägten Schlussphase ließen die Adler nichts mehr anbrennen.

Grizzlys Wolfsburg – Adler Mannheim 0:3 (0:3, 0:0, 0:0)
Tore: 0:1 Wolf (04:16, 0:2 Eisenmenger (05:21), 0:3 Szwarz (06:17); Schiedsrichter: Sean MacFarlane / Eduards Odins; Zuschauer: 3.869

Quelle: www.adler-mannheim.de

TVB Stuttgart – Rhein-Neckar Löwen 32:31

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Löwen verhunzen auch den Jahresabschluss
31:32 (18:13) verlieren die Rhein-Neckar Löwen das letzte Spiel in 2023 beim TVB Stuttgart. Dabei verspielen sie einmal mehr einen hohen Vorsprung, bringen sich selbst in die Bredouille und haben am Ende auch kein Glück. Nach der dritten HBL-Niederlage in Folge überwintern die Männer in Gelb mit 18:20 Punkten auf einem Mittelfeldplatz in der stärksten Liga der Welt.

Neben dem Verletzten-Quartett Gensheimer, Grupe, Ahouansou, Jaganjac fehlt den Löwen beim letzten Spiel des Jahres der erkrankte Mikael Appelgren. Im Tor beginnt Joel Birlehm. Es wird die Halbzeit des Löwen-Keepers. Zehn Paraden landet er in 30 Minuten, drei davon allein in einer Aktion kurz vor der Pausensirene. Birlehm ist ein Unterschiedsspieler. Und vorne? Da führt Juri Knorr nicht nur exzellent Regie, sondern geht immer wieder in die Tiefe, erzielt 4 der 18 Löwen-Tore in der ersten Halbzeit und ist der Dreh- und Angelpunkt des Offensivspiels seiner Mannschaft.

Bis zur sechsten Minute dauert es, bis die Badener das Kommando übernehmen in der Schwaben-Metropole. Jon Lindenchrone besorgt das 4:5 (6.). Danach geht es recht schnell. Knorr mit dem 5:8 bringt die erste Drei-Tore-Führung (8.). Niclas Kirkeløkke, seit Wochen in bestechender Form, stellt auf plus vier (6:10, 12.). Was die Löwen wirklich gut machen: Sie lassen den Gegner, einmal distanziert, nicht wieder ran. Birlehm legt den Grundstein hinten, vorne läuft der Ball extrem gut in den Löwen-Reihen: So kann es mit einer Fünf-Tore-Führung (13:18) zur Pause weitergehen für die RNL.

Bis zur Pause noch alles okay
Parade Birlehm, Kontertor Lindenchrone: So startet Durchgang zwei ideal aus Löwen-Sicht (13:19, 31.). Es folgt ein 3:0-Lauf des TVB, nach dem die Partie schon fast wieder offen ist (16:19, 36.). Wichtig der Siebenmeter von Gustav Davidsson, und der Schwede behält die Nerven gegen Silvio Heinevetter (16:20, 36.). Fantastisch Pass-Geschwindigkeit und -Qualität im Löwen-Angriff, an dessen Ende Niclas Kirkeløkke frei durch ist (17:21, 37.). Lukas Laube, eine der Entdeckungen der bisherigen Saison, mit seinem fünften Tor im fünften Versuch hält den TVB im Spiel (19:22, 39.).

Heinevetter hält seinen vierten Ball. 20:22 – Chance für Stuttgart den Anschluss herzustellen. Kai Häfner macht das 21:22 (41.), Pfattheicher den Ausgleich (22:22, 42.). Einmal mehr machen die Löwen den Gegner durch Fehler stark. Auszeit Sebastian Hinze. Nächster Ballverlust, Konter Patrick Zieker: Plötzlich sind die Schwaben vorne (23:22, 42.). Unfassbar, wie die Mannheimer den Stuttgartern auf die Beine helfen. So wichtig, dass Jannik Kohlbacher hinten einen Ball angelt und vorne den Siebenmeter rausholt. Problem: Heinevetter hält den Versuch von Davidsson (25:24, 46.).

Auf der Gegenseite ist David Späth im Tor, pariert direkt den ersten TVB-Wurf (26:25, 47.). Trotzdem: Die Stuttgarter haben einen 12:6-Lauf. Auszeit Schweikardt bei 27:26 (50.). Nach Knorrs vergebenem Siebenmeter verhindert Späth die Drei-Tore-Führung für Stuttgart (28:26, 52.). Patrick Groetzki stellt den Anschluss her (28:27, 52.). Lindenchrone beweist Nervenstärke (29:28, 54.). Groetzki aus unmöglichem Winkel macht das 29:29 (56.), Späth vereitelt eine 100-Prozentige von Pfattheicher (29:29, 57.). Dieser schwäbisch-badische Derby-Krimi hat es gewaltig in sich.

Letzte Minute. Jetzt wird es wild. Kurzzeitig verlieren alle den Überblick. Es gibt Siebenmeter für Stuttgart. Fernandez macht das 31:30. Davidsson gleicht aus. 12 Sekunden auf der Uhr. Auszeit Stuttgart mit ein paar Pässen in der Hinterhand. Pfattheicher trifft aus schier unmöglichem Winkel zum 32:31 (30.). Drei Sekunden noch. Auszeit Hinze. Kirkeløkke wirft aus über zwölf Metern. Heinevetter hält. Das Spiel ist aus. Was für eine Enttäuschung!

TVB Stuttgart – Rhein-Neckar Löwen 32:31 (13:18)
Stuttgart: Heinevetter (8 Paraden), Vujovic (2 Paraden) – M. Häfner (2), Serrano (1), Fernandez (5/3), Hanusz, Lönn (8), Mauch, Nicolaus, Forstbauer, Laube (6), Zieker (1), Pfattheicher (4), Maric (1), K. Häfner (4)
Löwen: Späth (3 Paraden), Birlehm (12 Paraden) – Kirkeløkke (5), Plucnar, Knorr (5), Óskarsson, Móré, Holst, Davidsson (3/2), Groetzki (2), Schefvert (3), Gislason (1), Lindenchrone (6), Zacharias (3), Kohlbacher (3)
Spielfilm: 1:0, 3:2, 4:5, 5:8, 6:9, 7:11, 9:12, 11:14, 11:17, 13:18 (HZ), 13:19, 16:19, 17:20, 18:21, 22:22, 24:22, 25:24, 27:25, 29:29, 31:31, 32:31 (ENDE)
Schiedsrichter: Tanja Kuttler & Maike Merz

Quelle: www.rhein-neckar-loewen.de

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Adler Mannheim – Löwen Frankfurt 3:2 OT

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Derbysieg für die Adler mit leuchtenden Herzen
Ein volles Haus im letzten Heimspiel vor Weihnachten und eine tolle Stimmung beim Spiel der leuchtenden Herzen waren beste Voraussetzungen für den Erfolg gegen Frankfurt. Die Adler gewannen mit 3:2 nach Verlängerung das dritte Derby der Saison und holten sich damit auch den dritten Sieg in Folge. Die Mannheimer Tore erzielten Max Gildon, Jordan Szwarz und Stefan Loibl.

Unterstützt von den meisten der 13.600 Zuschauer in der ausverkauften SAP Arena legten die Adler von Beginn an den Vorwärtsgang ein und gingen früh in Führung. Max Gildon traf in der zweiten Minute zum 1:0. Die Gäste aus Frankfurt störten das Aufbauspiel der Hausherren in der Folgezeit immer besser. Bis zu Julian Napravniks Schuss auf das Mannheimer Tor in Minute acht war das Match ausgeglichen, doch danach beschäftigten die Löwen Adler-Torhüter Arno Tiefensee immer mehr. Brett Breitkreutz‘ Tor zum 1:1 in Überzahl kam nicht überraschend (13. Minute).

Bis zur Mitte des Spiels stockte die Offensive der Blau-Weiß-Roten, in der Defensive war Tiefensee gegen Eugen Alanov zur Stelle (27.). Erst danach zog die Stimmung auf den Rängen mit dem Geschehen auf dem Eis wieder an. Yannick Proske stocherte am Frankfurter Tor erst erfolglos nach, war wenig später bei seiner Direktabnahme ein wenig zu ungenau (beides 28.). Nach Tom Kühnhackls Schuss (34.) fanden sich die Gäste für einige Minuten im eigenen Drittel gefangen, doch die Scheibe fand nicht den Weg ins Tor.

Auch im dritten Abschnitt war Tiefensee der erneut starke Rückhalt und bewahrte die Adler vor einem Rückstand. In der Offensive machte Jordan Szwarz erst das 2:1 (48.) und hatte wenig später die Vorentscheidung auf dem Schläger, als er in Überzahl drei Mal die Scheibe gefährlich, aber am Tor vorbei abfälschte. Stattdessen kam Frankfurt durch Ville Lajunen zum Ausgleich (53.) und drängte in der Folge selbst auf den Führungstreffer. Doch es blieb bis zum Ende der regulären Spielzeit beim 2:2. In der Verlängerung sicherte Stefan Loibl mit dem Treffer aus dem hohen Slot zum 3:2 den Derbysieg (65.).

Adler Mannheim – Löwen Frankfurt 3:2 OT (1:1, 0:0, 1:1; OT 1:0)
Tore: 1:0 Gildon (01:42, 1:1 Breitkreuz (12:22), 2:1 Szwarz (47:12), 2:2 Lajunen (52:40), OT 3:2 Loibl (63:53)
Schiedsrichter: Marian Rohatsch / Aleksander Polaczek; Zuschauer: 13.600

Quelle: www.adler-mannheim.de

Ehrenabend des SV Waldhof 2023

Ehrenabend 2023 Markgraf Herbig

(GM) Am letzten Samstag im November lud der Ehren- und Ältestenrat des SV Waldhof wieder zu seinem traditionellen Ehrenabend ein, dem kulturellen Höhepunkt des Jahres, an dem verdiente und langjährige Mitglieder geehrt wurden.

Klaus Markgraf, der Vorsitzende des Ehren- und Ältestenrates, unterstützt von seinen Ehrenratskollegen Hans Esser und Paul Metz, konnte zahlreiche Mitglieder im vollbesetzten Clubhaus am Alsenweg begrüßen. Neben Präsident Bernd Beetz, war zudem fast das gesamte Präsidium des Vereins anwesend. Von der SV Waldhof GmbH hatten der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Christian Beetz und Geschäftsstellenleiterin Jennifer Schäfer den Weg ins Clubhaus gefunden, sowie Martin Sättele, der Vorsitzende des CEG und Klaus Bittinger, Vorsitzender des Clubs der 100. Mit einer besonderen Begrüßung wurde auch das älteste weibliche Mitglied des SV Waldhof – Karla Spagerer – empfangen.

Klaus Markgraf versprach den Mitgliedern einen interessanten Abend und er sollte auch Wort halten. Bevor die Ehrungen begannen, wurde – wie üblich – der Verstorbenen des vergangenen Jahres gedacht, stellvertretend an die früheren Waldhof-Torjäger Bernd Bartels und Günter Träutlein.

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Danach richtete Präsident Bernd Beetz sein Grußwort an die Mitglieder, hielt sich aber bewusst kurz, da dieser Abend ganz im Zeichen der zu Ehrenden stehen sollte.

Wie üblich, wurden zunächst die Ehrungen für besondere Leistungen vorgenommen. Diese erhielten in diesem Jahr unter anderen, das Team „Doppelpass on Air“, das seit mehr als zwei Jahrzehnten Wissenswertes über den SV Waldhof im Bermudafunk ausstrahlt. Stellvertretend für das ganze Team nahmen Paul Wenzel, Nenad Jovanovic, Carlo Peduto und Rald Worch die Leistungsnadeln in Bronze entgegen.

Auch Ulrike Hold, die gute Seele der Handballfamilie, und das Serviceteam vom Club der 100, wurden mit der Leistungsnadel in Bronze ausgezeichnet.

Bereits vor zwei Jahren wurden Bernd und Christian Beetz für ihr vielfältiges Engagement für den SV Waldhof mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Wegen der Corona-Pandemie und danach geschäftlicher Termine, wurde diese Ehrung nun im entsprechenden Rahmen nachgeholt.

52 Mitglieder wurden im Laufe des Jahres für 10-jährige, ununterbrochene Mitgliedschaft geehrt und mit Vereinsnadel in Bronze und Ehrenurkunde ausgezeichnet.

Vor der Ehrung der Mitglieder für 25-jährige, ununterbrochene Mitgliedschaft, ging Klaus Markgraf noch einmal zurück in das Jahr 1998 und erinnerte an wichtige Ereignisse aus diesem Jahr, wie beispielsweise an den erfolgreichsten Film aller Zeiten, der damals in die Kinos kam – „Titanic“ oder an das 50-jährige Jubiläum der D-Mark.

Rosi Klock, von der Gymnastik-Abteilung, Stefan Höß, der schon in unterschiedlichen Positionen für den SV Waldhof tätig war, Werner Albrecht, Harald Thomas, Matthias Findeisen, der im letzten Jahr als Leiter des Nachwuchsbereiches ins Präsidium gewählt wurde, Michael Meitzler, sowie Martin Willig, Waldhof-Chefhistoriker und ehemaliger Fanbeauftragter des Sportkreises Mannheim, Buchautor, Sepp-Herberger-Kenner und, und, und … wurden mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet.
In der anschließenden Pause für das gemeinsame Abendessen unterhielt DJ Lollo die Mitglieder mit einer ausgewogenen Musikauswahl.

Ehrenabend 2023 Markgraf Willig

Für 40-jährige, ununterbrochene Mitgliedschaft wurden danach Dr. Werner Geiss, Bodo Tschieschke und Frau Friedel Wolf geehrt und mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Im Jahr ihres Vereinseintritts – 1983 – feierte der SV Waldhof den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte, den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga, wie Klaus Markgraf berichtete: „Das Wunder Waldhof war geboren und Spieler wie Günter Sebert, Alfred Schön, Roland Dickgießer und Karl Heinz Bührer erreichten Kultstatus.“
10 Jahre zuvor, 1973, trat Karl Wagner in den SV Waldhof ein und spielte seitdem für die Harmonia, für die er sage und schreibe 1.000 Spiele bestritt – eine fast unglaubliche Zahl. Für seine 50-jährige Mitgliedschaft erhielt Karl Wagner den Ehrenbrief des SV Waldhof und wurde außerdem zu Ehrenmitglied ernannt.

Den Ehrenring in Gold, mit Ehrenbrief – für 60-jährige, ununterbrochene Mitgliedschaft - erhielt Michael Grimminger, dessen Familie seit vielen Jahrzehnten den Waldhof begleitet und unterstützt.

Manfred Schuster, von der Handballabteilung, ist sogar bereits 65 Jahre Mitglied, ebenso wie Egon Wagner von der Tennisabteilung und Volker Reibold, der einst seine Karriere beim Waldhof begann und nach einigen Zwischenstationen später als Trainer der Amateure wieder an den Alsenweg zurückkehrte. Auch Klaus Sinn ist schon seit 65 Jahren ein Blau-Schwarzer – erst als Spieler; später leitete er als Funktionär die Geschicke des Vereins und war auch maßgeblich am Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bundesliga beteiligt, als Assistenz-Trainer von Klaus Schlappner. Wie Klaus Markgraf in seiner Laudatio hervorhob, kann man Klaus Sinn mit Fug und Recht, und ohne Übertreibung, als „Waldhof-Legende“ bezeichnen.

Ursula Jordan, früher erfolgreiche Handballerin beim SV Waldhof, wurde für 70-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt und Karl Groß, der immer noch rege am Vereinsgeschehen teilnimmt, sogar für 75 Jahre Mitgliedschaft.

Dann der Höhepunkt des Ehrenabends: Eine Ehrung für 80-jährige Mitgliedschaft.
80 Jahre Mitglied bei einem Verein zu sein, ist schon außergewöhnlich und zeugt von sehr großer Vereinstreue. Das würdigte Klaus Markgraf auch in seiner Laudatio für Karl Herbig. Der 95-Jährige verfolgt nicht nur aufmerksam das Spielgeschehen, sondern nimmt immer noch an jeder Feier des CEG teil. Er erfreut sich sehr guter Gesundheit und wünscht sich nur „Erfolg für den Waldhof und Frieden in der Welt“.

Ein besseres Schlusswort konnte es für den diesjährigen Ehrenabend nicht geben, wie Klaus Markgraf zum Abschluss feststellen durfte. Daher blieb dem Vorsitzenden des Ehren- und Ältestenrates, der einmal mehr souverän und wortgewandt durch den Abend führte, nur noch, allen Mitgliedern ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2024 zu wünschen. Wie immer verbunden mit der Bitte: „Halten Sie unsern Club in Ehren, damit er immer blüht fort.“

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Ehrenabend 2023 Markgraf Jordan

Ehrenabend 2023 Markgraf Grimminger

Ehrenabend 2023 Markgraf Metz Esser Wagner

Ehrenabend 2023 Markgraf Reibold

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Rhein-Neckar Löwen – ThSV Eisenach 26:27

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K.o. nach der Schlusssirene - Bittere Heim-Niederlage gegen Aufsteiger Eisenach
Die Rhein-Neckar Löwen unterliegen ThSV Eisenach 26:27 (13:13) und verlieren damit den Rückrunden-Auftakt am 18. Spieltag der LIQUI MOLY HBL. Das entscheidende Tor erzielt der Mann des Abends, Eisenachs Manuel Zehnder, nach Abschluss der Spielzeit per Siebenmeter. Es war das dramatische Ende eines aus Löwen-Sicht ziemlich verkorksten Heimspiels.

Die Löwen beginnen nervös. Ein Fehlwurf und zwei technische Fehler spielen dem Gast in die Karten, der ein 0:2 vorlegt (5.). Das erste Löwen-Tor erzielt Juri Knorr (1:2, 6.). Das immerhin gibt Selbstvertrauen. Jon Lindenchrone holt die Führung erstmals auf die Seite der Hausherren (3:2, 11.). Jetzt ist sie da, die Löwen-Abwehr! Und David Späth im Tor. Nach seiner vierten Parade macht Gustav Davidsson das 8:5 (20.). Endlich scheinen die Löwen in der Spur zu sein.

Aus unerfindlichen Gründen berauben sie sich aber des Momentums ganz schnell wieder, leisten sich Fehlwürfe und technische Fehler wie zu Beginn, holen die Eisenacher zurück in die Partie. Beim 10:10 sind die Thüringer wieder auf Augenhöhe (26.). Mit dem Mittel des siebten Feldspielers bekommen sie die Löwen-Abwehr geknackt und nehmen so ein 13:13 mit in die Pause. Sieben technische Fehler, sieben Fehlwürfe in 30 Minuten – damit machen die Männer in Gelb ihren Gegner stark und halten ihn in der Partie.

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Der überragende Manuel Zehnder mit seiner achten Bude macht das 14:16 für Eisenach (35.). Matija Spikic bleibt ein Faktor im ThSV-Tor, kauft Ymir Gislason einen Wurf ab. Verdammt wichtig, dass Jannik Kohlbacher fehlerfrei bleibt (fünftes Tor zum 15:16, 37.) und David Späth seine erste Parade in Durchgang zwei landet. Szenenapplaus für Patrick Groetzki, der in Minute 40 sein Comeback feiert nach wochenlanger Verletzungspause, die erste Chance aber liegenlässt. Es bleibt super-spannend, Eisenach der erwartet unangenehme Gegner.

Andreas Holst in seinem letzten Heimspiel für die Löwen – seine Leihe endet wie vereinbart am 31.12. – macht das 18:17. Späths neunte Parade feiert die pickepacke volle Arena genauso euphorisch wie das 19:17 durch David Móré (43.). Eisenach hält hart dagegen in Person von Peter Walz, der vorne das 19:18 markiert und sich hinten zwei Minuten gegen Olle Forsell Schefvert verdient (44.). Verlass ist auf Jannik Kohlbacher, der sich seit Wochen in Hochform befindet, seinen siebten Wurf zum 20:18 unterbringt und damit bei 100 Prozent bleibt (46.).

Die Fans geben alles, skandieren lautstark „Löwen! Löwen!“, beflügeln ihre Mannschaft. Holst zimmert die Kugel in den Winkel zum 22:19 (48.). Die Löwen haben Erfolg mit dem siebten Feldspieler, kassieren dann aber zwei Treffer in die leere Kiste, so dass Sebastian Hinze zur Auszeit bitten muss (22:22, 51.). Mit 24:24 geht es in die letzten fünf Minuten. 30 Sekunden vor Schluss der letzte Eisenacher Angriff bei 26:26. Technischer Fehler des 13-Tore-Zehnders. Auszeit bei 14 Sekunden auf der Uhr. Doch noch die Siegchance! Kirkeløkke scheitert an Kornecki. Die Löwen verhindern den Gegenstoß. Das gibt Siebenmeter. Das ist die Regel. Das bestätigt der Videobeweis. Birlehm gegen Zehnder. Zehnder trifft. Eisenach gewinnt 26:27.

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Rhein-Neckar Löwen – ThSV Eisenach 26:27 (13:13)
Löwen: Späth (10 Paraden), Birlehm – Kirkeløkke (5), Plucnar, Knorr (1), Óskarsson, Móré (2), Holst (2), Davidsson (4/3), Groetzki, Schefvert (2), Gislason (1), Lindenchrone (1), Zacharias, Kohlbacher (8)
Eisenach: Spikic (9 Paraden), Kornecki (4 Paraden, 1 Tor) – Reichmuth (1), Zehnder (14/4), Patrail, Walz (3), Grigic (3), Ende (1), Meyer, Donker, Kraus, Kurch, Schneibel, Snajder (3), Weyhrauch, Saul (1)
Spielfilm: 0:2, 3:2, 5:3, 8:5, 8:7, 10:10, 10:12, 12:12, 13:13 (HZ), 13:14, 14:16, 16:16, 16:17, 19:17, 20:18, 22:19, 22:22, 24:23, 24:25, 26:26, 26:27 (ENDE)
Schiedsrichter: Thomas Kern & Thorsten Kuschel; Zuschauer: 8.602

Quelle: www.rhein-neckar-löwen.de

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SV Waldhof – TSV 1860 München 1:0

Bahn Elfmeter

Glücklicher Sieg für den SV Waldhof, der damit die Abstiegsplätze verlässt
(GM) Mit 1:0 gewann der SV Waldhof am Mittwochabend gegen den TSV 1860 München und schiebt sich dadurch auf Platz 16 hoch und steht nun über dem Strich. Das von Investor Bernd Beetz geforderte Ziel bis zur Winterpause ist somit erreicht.

Nicht nur das Ergebnis von 1:0 ist knapp, auch manche Schiedsrichterentscheidungen waren es und letztendlich auch der verwandelte Elfmeter von Bentley Baxter Bahn, den Münchens Torhüter Richter fast noch erreicht hätte, aber dann doch den Ball ganz knapp passieren lassen musste.

Waldhof-Trainer Rüdiger Rehm schickte die gleiche Mannschaft aufs Feld, die auch gegen Aue begonnen hatte, getreu dem Motto: Never change a winning team. Es entwickelte sich rasch ein kampfbetontes Spiel, bei dem den 10.680 Zuschauern nicht unbedingt hohe Fußballkunst geboten wurde und wenn doch fußballerische Akzente gesetzt wurden, dann von den Gästen, die auch die besseren Chancen hatten. Die bis dahin beste durch Vrenezi, der in der 29. Minute SVW-Torhüter Hawryluk mit einem satten Schuss zur ersten Parade zwingt. Kurz darauf muss der Waldhof schon früh wechseln; für den angeschlagenen Karbstein kommt Sechelmann neu ins Spiel (31.).

Kurze Zeit später liegt das 0:1 förmlich in der Luft, als der Ex-Waldhöfer, Jesper Verlaat, nach einer Flanke von Vrenezi, aus kurzer Distanz zum Kopfball kommt, aber Hawryluk mit einem Sensationsreflex den Ball an die Unterkante der Latte lenkt. Der Abpraller kommt noch einmal zu Verlaat, aber auch dessen zweiter Versuch wird eine Beute Hawryluks.

Zwar hat auf der anderen Seite Bahn zwei Minuten später ebenfalls eine gute Möglichkeit, als er nach Vorarbeit von Arase zum Schuss kommt, aber gefährlich wird der Versuch erst durch die Unsicherheit von 1860-Keeper Richter (36.). Trotzdem ist das 0:0 zur Pause schmeichelhaft für den SV Waldhof, dessen Offensive viel zu harmlos agierte. Es konnte in der zweiten Halbzeit nur besser werden.

Leider wurde es nicht besser. Und auch Schiedsrichter Konrad Oldhafer passte sich mehr und mehr dem überschaubaren Niveau der Partie an. In der 56. Minute wand sich Okpala im Strafraum der 60er um Verlaat herum, dabei gehen beide zu Fall und der Unparteiische löste die knifflige Situation, in dem er auf Offensivfoul entschied. Wohl eher, weil ein Strafstoß tatsächlich zu hart gewesen wäre. Beim direkten Gegenzug verschafft sich Schröter Platz gegen Jonas Carls, scheitert aber am erneut gut reagierenden Hawryluk (57.). 1860 bleibt am Drücker und der Waldhof hat in der 58. Minute Glück, dass es keinen Handelfmeter gab, nachdem Jans bei einem Klärungsversuch den Ball an den Arm bekommen hatte (59.).

Wenig später ist Jans auf der anderen Seite Ausgangspunkt für den Führungstreffer. Die Flanke des Abwehrspielers köpft Okpala an den Arm von Ludewig und der Unparteiische zeigt sofort auf den Punkt. Es folgen vehemente Proteste der Löwen, „unterstützt“ von Bengalos und dem Abfeuern von Böllerschüssen aus den Reihen der Gästetribüne. Dicke Rauchschwaden wabern über den Platz und Schiedsrichter Oldhafer unterbricht das Spiel für einige Minuten. Spielleiter Alexander Beyer gelingt es, mit eindringlichen Worten die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen. Als die Partie fortgeführt wird, legt sich Bentley Baxter Bahn den Ball zurecht, zielt in die rechte untere Ecke, in die Richter auch fliegt, aber nur noch mit den Fingerspitzen an den Ball kommt, der vom Innenpfosten über die Linie trudelt. Der Waldhof führt 1:0, in der 68. Spielminute.

Löwen-Trainer Schmöller reagiert und bringt mit Sulejmani und Kwadwo, für Vrenezi und Greilinger, zwei frische Spieler in die Partie (72.). Die Münchener drängen auf den Ausgleich, werden dabei aber weit weniger torgefährlich als im ersten Spielabschnitt. In der 79. Minute wechseln beide Teams gleichzeitig; beim Waldhof kommt Hawkins für Gouras und bei 1860 Ouro-Tagba für Lakenmacher. Doch am Spiel der Löwen ändern die Wechsel nichts, die Gäste kommen kaum noch zu einem Abschluss. Der Waldhof hat mehrere Konterchancen, die aber allesamt nicht gut ausgespielt werden. Drei Minuten vor Ablauf der 90 Minuten wechselt der Waldhof noch einmal doppelt: Abifade und Sohm ersetzen Arase und Okpala.

In der 90. Minute hat Glück plötzlich den Ausgleich auf dem Fuß, sein Volleyschuss, nach Zuspiel von Starke, geht knapp am Waldhöfer Tor vorbei – Pech für Glück. Dann werden acht Minuten Nachspielzeit angezeigt – etwas üppig, auch wenn die Spielunterbrechung schon einige Minuten in Anspruch genommen hatte. Somit bleibt es spannend, aber es passiert nichts mehr Entscheidendes. Kurz nachdem Valmir Sulejmani in der siebten Minute der Nachspielzeit den Ball deutlich über Hawryluks Kasten gedroschen hatte, pfeift Konrad Oldhafer das Spiel ab und löst damit frenetischen Jubel im Carl-Benz-Stadion aus.

Auch wenn sich der Waldhof-Anhang über den zweiten Sieg in Folge zu Recht freut und auch wenn die Mannschaft von Rüdiger Rehm dadurch die Abstiegsplätze verlassen konnte, darf nicht übersehen werden, dass es ein überaus glücklicher Sieg war und dass es Veränderungen in der Mannschaft braucht, um eine bessere Rückrunde zu spielen und den Klassenerhalt zu sichern.

Wir wünschen allen Mitgliedern und Fans des SV Waldhof ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2024. Alles Gute.

SV Waldhof Mannheim – TSV 1860 München 1:0 (0:0)
Waldhof: Hawryluk - Jans, Seegert, Karbstein (31. Sechelmann), Carls, Rieckmann, Wagner, Arase (87. Abifade), Bahn, Gouras (79. Hawkins), Okpala (87.)
München: Richter - Ludewig, Verlaat, Glück, Greilinger (72. Kwadwo), Steinhart, Starke, Schröter, Guttau, Vrenezi (72. Sulejmani), Lakenmacher (79. Ouro-Tagba)
Tor: 1:0 Bahn (68.); Schiedsrichter: Konrad Oldhafer; Zuschauer: 10.680; Gelbe Karten: Carls (SVW); Steinhart, Glück (1860)